Samstag, 24. November 2007

Das nehmen wir

Handball: HSV testet in der Champions League

HAMBURG -

Das Anspiel kam von der Förde, vom früheren Torwart Fynn Holpert. Den FC Barcelona, Dänemarks Meister Svendborg und den HSV Hamburg nannte der Manager der SG Flensburg-Handewitt als Wunschgegner für die zweite Gruppenphase der Champions League. HSV-Geschäftsführer Peter Krebs nahm den Handball gern auf: "Damit wären wir sofort einverstanden", sagte der Europacup-erfahrene Ex-Kreisläufer (TuSEM Essen).

Holpert und Krebs können entspannt sinnieren, da auch Flensburg mit einem 34:19 beim polnischen Meister Lubin als Gruppenzweiter und letzter von vier deutschen Klubs die Vorrunde gepackt hat. Titelverteidiger Kiel, Gummersbach und der HSV haben ihre Staffeln schon gewonnen. Die letzte Partie Hamburgs am Sonntag (16 Uhr) in der Sporthalle (Krochmannstr. 55) gegen den ukrainischen Meister ZTR Saporischschja (Hinspiel: 28:24) hat daher für den Bundesligazweiten Testspielcharakter.

Das gilt auch für Rückraumspieler Jan Schult (21) und Junioren-Nationaltorwart Jürgen Müller (20), die zum Einsatz kommen können, wenn Bertrand Gille (Beckenprellung), Pascal Hens (ausgekugelter Finger) oder Johannes Bitter (Schleimbeutel-Entzündung im Knie) in Alsterdorf passen müssen. Anstelle von Bitter wird sich im Tor Per Sandström - der Schwede hielt schon in der Ukraine gut - auf dem Königsklassen-Boden recken und strecken. Angesichts der Gruppenverhältnisse zeigt Eurosport die Partie, für die bis Freitag 2200 Tickets verkauft waren, am Sonntag erst um 22.15 Uhr.

Der HSV und Krebs können es verschmerzen. Am Dienstag wird er Holpert um 11 Uhr im Wiener Gartenhotel Altmannsdorf wiedersehen. Dort werden die vier neuen Vierergruppen ausgelost. ",Barca' wäre ein Knüller, und die anderen Spiele brächten für die Fans überbrückbare Entfernungen", sieht Krebs nur Vorteile in Holperts Wunsch.
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Mittwoch, 21. November 2007

Sport Oskar

Über "TBV Deutschland" zur Spitze

HAMBURG -

Auf dem Rathausbalkon standen die Handballer des HSV Hamburg schon zweimal - am 15. April 2006 als deutscher Pokalsieger und am 30. April dieses Jahres als Europacupsieger. Jeweils in voller Sollstärke.

Im Rathaus stand gestern Abend Dierk Schmäschke allein seinen Mann. Das HSV-Präsidiumsmitglied nahm von Senatorin Alexandra Dinges-Dierig (CDU) den "Ehrenpreis der Behörde für Bildung und Sport" für hervorragende sportliche Erfolge entgegen. An weiteren arbeitete das Team von Martin Schwalb parallel beim Abschlusstraining für das Bundesligaspiel heute (20.15 Uhr, Color-Line-Arena, HBL-TV) gegen den TBV Lemgo. Mit einem Sieg gegen den Sechsten kann der HSV - zumindest vorübergehend - wieder die Spitze vor Titelverteidiger THW Kiel übernehmen.

Und der Spielplan will es, dass der THW gegen den HSV-Gegner erneut vorgelegt hat, diesmal mit dem 35:28-Sieg in Ostwestfalen. Von einer Schwächung Lemgos will Schwalb indes nichts wissen - im Gegenteil: "Die Lemgoer haben eine starke junge Truppe mit vielen Klassespielern."

Mit einer offensiven Deckung, wie sie der HSV beim 31:30-Sieg in Kiel praktiziert hatte, überraschte Lemgo den THW bis zur 6:1-Führung - ehe Karabatic (12 Tore) und Co. gleich- und davonzogen. Der vor Jahren schon "TBV Deutschland" genannte Meister von 1997 und 2003 setzt auf deutsche Handarbeit: Sieben Weltmeister kann Lemgos Interimscoach Volker Zerbe, der Peter Meisinger abgelöst hat, aufbieten. Rechtsaußen Florian Kehrmann (30) gilt noch immer als Top-Mann. Zurzeit führt aber der aus Göppingen gewechselte Michael Kraus (24) die interne Torschützenliste an - ohne Treffer geht der "Mimi" nie vom Feld: Der Ex-"Bravo-Boy" und Spielmacher erzielte schon 81 Tore. Und Lemgos Torwart Carsten Lichtlein, Deutschlands Nummer drei, steht in Bestform Hamburgs Nummer eins, Weltmeister Johannes "Jogi" Bitter, kaum nach.

Schwalb ahnt: "Wenn der TBV einen Sahne-Tag erwischt, wird es für uns schwer." Leichter fiele es dem HSV, wenn Kreisläufer Bertrand Gille (Schulterprobleme) wie erwartet am Kreis wirkt.

Hinter den Werbebanden wird wie immer Peter Krebs (50) stehen. Der HSV gab gestern überraschend die Vertragsverlängerung mit seinem erfolgreichen Geschäftsführer bis 2010 bekannt - obwohl der damalige Wunschkandidat Krebs bei seinem Amtsantritt vor einem Jahr per Handschlag einen unbefristeten Kontrakt erhalten hatte. Hintergrund: Präsident Andreas Rudolph hielt ein öffentliches Bekenntnis zu Krebs für überfällig. Die "Hamburger Morgenpost" hatte beiden ein zerrüttetes Arbeitsverhältnis unterstellt.
Über "TBV Deutschland" zur Spitze

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Dienstag, 20. November 2007

Kein Platz für Platz

HSV Handball verlängert Vertrag mit Geschäftsführer Piet Krebs bis 2010

Europapokalsieger HSV Handball hat heute den Arbeitsvertrag von Geschäftsführer Piet Krebs vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2010 verlängert. HSV-Präsident Andreas Rudolph freute sich über die schnelle Einigung mit dem ehemaligen Bundesligaspieler Krebs: "Piet war bereits bei seinem Amtsantritt im Oktober 2006 unsere Wunschbesetzung - und er ist es immer noch. Wir verfolgen die gleichen ambitionierten Ziele und sind auf einem hervorragenden Weg. Sowohl sportlich als auch wirtschaftlich."

Mit dieser Personalentscheidung beendete HSV auch Spekulationen, nach denen die ehemalige Sea-Devils-Chefin Kathrin Platz ein Thema für die Geschäftsführung der Handballer sei. Rudolph: "Frau Platz hat sicherlich einen guten Job beim Football gemacht, aber sie ist bei uns kein Thema und wird es auch nicht werden. Unser Team steht."
HSV Handball verlängert Vertrag mit Geschäftsführer Piet Krebs bis 2010

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Zurück in die Zukunft

Mit Gille an die Spitze

HAMBURG -

Im erstmals vom neuen "Platin-Partner" Deutscher Ring präsentierten Handball-Heimspiel will der HSV Hamburg morgen (20.15 Uhr, HBL-TV) gegen den Tabellensechsten TBV Lemgo zurück an die Bundesligaspitze. Die Ostwestfalen kommen mit sieben Weltmeistern, beim deutschen Vizemeister trainierte Ex-Welthandballer Bertrand Gille (Kapselreizung in der rechten Schulter) gestern wieder mit. Der französische Kreisläufer war zuletzt beim Champions-League-Spiel in Viborg (30:28-Sieg) geschont wurden. Für das Top-Spiel in der Color-Line-Arena sind schon 8000 Karten verkauft worden.
Mit Gille an die Spitze

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Montag, 19. November 2007

Geile Stimmung

Bein Ausswärtssieg in Viborg hatten wir viel Spass mit den Supporters aus Viborg.

Auch wenn wir mehr Fans im HSV Block hatten haben sie uns doch in der Lautstärke ein wenig übertroffen, lag wohl am Heimvorteil und der hanseatischen Zurückhaltung einiger Mitreisender.

Karten zu verkaufen

Ich habe zwei Karten für das Spiel am 21.11. gegen den TBV Lemgo zu verkaufen.

Reihe 2 Platz 6 Block U14 (27 Euro)
+ Reihe 2 Platz 5 Block U11 für Kind (9,5 Euro).

Einzeln für 22 bzw. 8 , zusammen für 25 Euro.
Bei Interesse Mail an mich.

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Auswärtsfahren sind schön

In Zukunft werden die Auswärtsfahrten zu wichtigen Auswärtspielen von Jan-Christoph Hennings organisiert. Er hat mit seinem Partner Peter Bauer Fanfahrten.com gegründet um möglichst viele Fans zu den wichtigsten Auswärtsspielen der Handball Bundesliga, des DHB- Pokal und der Champions League bringen.
Viel Erfolg wünsche ich den beiden. Wie am letzten Samstag gesehen gibts da ordentlich Potential.

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Ein freier Tag

Den Gruppensieg erkämpft

VIBORG -

Vor dem Anpfiff gab es in der "Stadionhal" viel Applaus der 1655 Zuschauer und Blumen für den verlorenen Sohn. Dann aber hätten Hans Lindberg (26), Rechtsaußen des HSV Hamburg, und sein neues Team dem dänischen Vizemeister Viborg HK fast ein Gastgeschenk bereitet: Mit 13:15 lag der Bundesligazweite zur Halbzeit zurück, ehe der HSV nach 60 Minuten mit 30:28 als Staffelsieger in die zweite Gruppenphase der EHF Champions League einzog.

Lindberg ("Mein Dank gilt den Viborg-Fans und den HSV-Fans für die tolle Stimmung") konnte dazu sechs Tore beitragen. Krzysztof Lijewski, Bruno Souza, Iwan Ursic und Mathias Flohr, die HSV-Trainer Martin Schwalb zunächst aufgeboten hatte, überzeugten weniger: Zur mäßigen Wurfausbeute bei Gegenstößen kamen Ballverluste im Angriff. "Nach der 5:3-Führung hatten wir das Gefühl, Viborg dominieren zu können. Wir haben den Gegner stark gemacht und hatten so ein echtes Problem", sagte Schwalb. "Den Sieg haben wir uns in der zweiten Halbzeit erkämpft."

Erst als der zweite Anzug saß, Kapitän Guillaume Gille für Souza in die Mitte des Rückraums kam, Russen-Recke Dimitri Torgowanow für den Schweizer Ursic an den Kreis rückte, Weltmeister Torsten Jansen für Flohr auf Linksaußen spielte, und der Koreaner Kyung-Shin Yoon anstelle des Polen Lijewski aus dem rechten Rückraum abzog, wurde die Ausbeute besser. Nach einer Viertelstunde war das Spiel gedreht, der HSV zog bis auf 26:22 (50.) davon. Sieggaranten waren Yoon mit acht Treffern, darunter drei Siebenmeter, und Per Sandström, der im Tor 18 Bälle (davon drei Siebenmeter) parierte. "In Gruppenphase zwei gibt es nur gute Teams. Da ist es egal, gegen wen wir gelost werden", blickte der Schwede auf die Auslosung am 27. November in Wien voraus.

Schwalb mahnte einmal mehr zur Demut: "Man darf nicht vergessen, dass es unsere erste Teilnahme an der Champions League ist. Und es ist toll, dass wir weiterhin ungeschlagen sind." Zur Belohung bekam das Team gestern trainingsfrei.
Den Gruppensieg erkämpft

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Samstag, 17. November 2007

Hamburg hilser Viborg

Handball: "Hamburg grüßt Viborg"

HAMBURG -

In einem Haus in Dänemark Urlaub zu machen ist für Hamburger eine beliebte Option - auch wenn eine Ferienwoche nur mit Sauna und nichts drumherum recht eintönig werden kann. So gesehen war die Fahrt nach Viborg für die Handballer des HSV Hamburg am Freitag in ihrem neuen Teambus spannender. Auch wenn der Bundesliga-Spitzenreiter den dänischen Vizemeister im Hinspiel der Champions League 35:26 besiegt hatte, wollen die Hamburger am heutigen Sonnabend (16.15 Uhr, Eurosport 2 live) in der Stadionhalle nur bedingt ins Schwitzen geraten: Mit einem Sieg wäre der HSV vorzeitig Staffel-Primus.

Dabei ist auch die Durchsetzungskraft Iwan Ursics gefragt. Der Schweizer, dessen Vertrag im Sommer 2008 ausläuft, ist aufgrund der Schulterverletzung Bertrand Gilles verstärkt am Kreis gefragt. Obwohl die Frühphase der "Königsklasse" für den 30-Jährigen, der schon im Hinspiel drei Tore warf und zuletzt gegen Moskau (32:32) in der zweiten Hälfte (2 Tore) kam, mehr Zählbares brachte als die Liga. Gleiches gilt für Bruno Souza (Brasilien), Krzysztof Lijewski und Michal Jurecki (beide Polen) im Rückraum. Dabeisein ist für diese Ergänzungsspieler alles.

Ebenso für die Fans: 200 folgen ihren Stars - Rekord für ein Spiel des HSV Handball. Als Erinnerung werden in drei Bussen und in der Halle T-Shirts verkauft. Aufdruck: "Hamburg hilser Viborg" - Hamburg grüßt Viborg. In der zweiten Gruppenphase (Auslosung: 27.11.) könnten weite(re) Fahrten nach Frankreich, Spanien oder Ungarn folgen - aber weniger Einsatzzeit für die zweite Garde.
Handball: "Hamburg grüßt Viborg"

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Freitag, 16. November 2007

Wetten das

HSV Handball bei Wettanbieter nur die Nummer zwei
Der Sprung an die Spitze der Bundesliga interessiere ihn herzlich wenig, sagt Martin Schwalb, Trainer des HSV Handball. Wichtig sei nur, wer nach dem letzten Spieltag der Saison auf dem ersten Platz steht. Es sei daher nicht mehr als eine schöne Momentaufnahme, dass der HSV in der Tabelle dank des 25:21 (12:10)-Sieges beim Vorletzten TuS Nettelstedt-Lübbecke am Mittwochabend am Titelverteidiger THW Kiel vorbei gezogen ist. Schwalb klingt schon sehr wie HSV-Trainer Huub Stevens, der mit seiner "Wichtig-ist-nur-das-nächste-Spiel"-Prinzipientreue großen Erfolg hat.
Erstmals seit dem 27. November 2004, nach einem 26:24-Sieg gegen Nordhorn, steht der HSV Handball wieder ganz oben. Zwischen jenem Glückstag und dem Comeback an der Spitze lagen 1079 Tage. Es steht aber zu befürchten, dass die schöne Momentaufnahme nicht von allzu langer Dauer sein wird. Am Sonntag tritt der THW beim Tabellensechsten TBV Lemgo an. Mit einem Sieg der "Zebras" ist zu rechnen.
Beim internationalen Wettanbieter mybet.de ist der Rekordmeister aus Kiel weiter der Favorit auf den Titel, trotz der 30:31-Heimniederlage gegen den HSV und der Tatsache, dass die Hamburger nach Minuspunkten (drei) am THW (vier) vorbeigezogen ist. Daran wird sich auch im Falle eines Kieler Sieges in Lemgo nichts ändern. Wer bei Mybet darauf tippt, dass der deutsche Meister 2007 / 08 HSV Handball heißen wird, bekommt für zehn Euro Einsatz 31 Euro zurück. Für einen Tipp auf den THW gibt es beim identischen Einsatz nur 17 Euro. Die Quote für die SG Flensburg-Handewitt beträgt 60 Euro für zehn Euro.
Im Gegensatz zum THW Kiel, der in Lemgo gefordert ist, wartet auf den HSV morgen ein Spiel ohne großen Erfolgsdruck. Die Schwalb-Mannschaft tritt in der Champions-League bei Viborg HK (16.15 Uhr, Eurosport 2, live) an. Der HSV ist bereits für die zweite Gruppenphase qualifiziert.
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Junge komm bald wieder

Kreisläufer Gille fällt aus

HAMBURG -

Im eigens nach den Vorgaben der HSV-Handballer angefertigten neuen Mannschaftsbus seines Partners Autokraft reist der Bundesliga-Spitzenreiter heute um 13 Uhr zum fünften Champions-League-Gruppenspiel nach Viborg. Morgen (16.15 Uhr, Eurosport 2 live) dabei, aber weder im Spiel beim dänischen Vizemeister noch beim Abschlusstraining heute Abend einsatzfähig ist Bertrand Gille (29). Der französische Kreisläufer, der beim 25:21-Erstligasieg des HSV in Lübbecke sein 700. Pflichtspiel-Tor warf, muss wegen einer Kapselreizung in der rechten Schulter pausieren. HSV-Rechtsaußen Hans Lindberg (Bänderverletzung) hofft in seiner alten Heimat auf ein Comeback. Mit einem Sieg hätte sich Hamburg Platz eins in der Gruppe E gesichert.
Kreisläufer Gille fällt aus

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Donnerstag, 15. November 2007

Schöner Moment

HSV erstmals in dieser Saison Tabellenführer
Torhüter Bitter hält wieder wie ein Weltmeister. Jansen wirft sechs Tore.

Lübbecke -

Es ist nur eine Momentaufnahme, aber eine für die HSV-Handballer erfreuliche. Nach dem 25:21 (12:10) beim Tabellenvorletzten TuS N-Lübbecke schauen die Hamburger zum ersten Mal in dieser Saison von ganz oben auf die Konkurrenz. Einem Meisterschaftskandidaten würdig war der Auftritt in der Kreissporthalle allerdings nur phasenweise.

Sehr früh schleichen sich beim HSV Unpässlichkeiten ein, Pässe, die nicht ankommen. Hens verliert in der Anfangsphase gleich zweimal den Ball, danach verwirft Yoon einen Siebenmeter, zwei Minuten später unterläuft auch dem Koreaner ein technischer Fehler.

3:3 steht es nach elf Minuten. Lübbecke hat bis dahin sieben Mal aufs Hamburger Tor geworfen, die Hamburger vier Mal auf das der Lübbecker. Dass der HSV in der ersten Halbzeit keinem großen Rückstand hinterherwerfen muss, verdankt er einem Weltmeister: Johannes Bitter. Der Torhüter pariert in der 15. Minute einen Siebenmeter von Tomic, acht Minuten später den nächsten. Zwischendurch scheitert Szymanski drei Mal an Bitter. Der hält fast jeden zweiten Wurf. Mehr Rückhalt kann ein Torhüter nicht geben, und wenn der HSV im Angriff zum Abschluss kommt, zappelt der Ball auch meistens im Netz. Rechtsaußen Schröder trifft in den ersten 30 Minuten fünf Mal.

"Die offensive Deckung der Lübecker, drei Mann am Kreis, drei Mann an der Neunmeterlinie, hat uns Probleme bereitet", sagt HSV-Sportchef Christian Fitzek zur Pause, "wir sind nicht zu unserem Positionsangriff gekommen und haben uns irgendwie durchwurschteln müssen. Das ist uns erst am Ende der ersten Halbzeit gelungen." Vor einer Woche in Kiel waren es die Hamburger bei ihrem 31:30-Erfolg, die den deutschen Meister exakt mit dieser aggressiven Abwehrvariante aus dem Konzept brachten.

Lübbecke fehlen jedoch Klasse und Kondition, um den HSV auch in der zweiten Hälfte permanent unter Druck zu setzen. Und als Souza in der 43. Minute das 19:14 gelingt, entspannen sich die Gesichtszüge von HSV-Trainer Schwalb. Der Rest ist für den neuen Tabellenführer Routine. "Das war in einer Stresssituation ein wichtiger Sieg", sagt Schwalb
HSV erstmals in dieser Saison Tabellenführer

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Flügelzange schlägt zu

Wiedergutmachung betrieben
TuS N-Lübbecke schlägt sich achtbar beim 21:25 gegen den HSV

Lübbecke. Nach dem sonntäglichen Debakel beim SC Magdeburg leistete Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke gestern Abend unter den Augen des Bundestrainers Heiner Brand ein Stück Wiedergutmachung. Zwar verlor die Mannschaft Velimir Kljaics mit 21:25 (10:12) gegen den neuen Spitzenreiter HSV Hamburg, zeigte dabei jedoch eine deutliche Leistungssteigerung.

Von Wilfried Brase


Zwar verlor die Mannschaft Velimir Kljaics mit 21:25 (10:12) gegen den neuen Spitzenreiter HSV Hamburg, zeigte dabei jedoch eine deutliche Leistungssteigerung.

Der TuS N-Lübbecke bot einen kämpferisch überzeugenden Auftritt vor den 2000 angesichts des Spielverlaufs gut gelaunten Zuschauern. Jakub Szymanski agierte wieder vorgezogen in der aggressiven Abwehr, wobei sich Nico Greiner und Josip Cale sehr erfolgreich um die Hamburger Rückraumwerfer Pascal Hens und Kyung-Shin Yoon kümmerten.

Die Hamburger kamen größtenteils über ihre Außen Stefan Schröder und Torsten Jansen zu ihren Treffern. Die Lübbecker ärgerten den Favoriten mehr als dem lieb sein konnte.

HSV-Trainer Martin Schwalb ärgerte sich jedenfalls mehr als Velimir Kljaic. Das lag unter anderem an dem sehr gut haltenden Lübbecker Torhüter Birkir Gudmundsson sowie der über die gesamte Spielzeit starken Defensive des TuS N-Lübbecke.

Erst beim 14:20 (44.) konnte der neue Tabellenführer durchatmen, sich aber zu keinem Zeitpunkt sicher sein. Die Lübbecker erhielten nach der Partie den verdienten Beifall ihrer Fans. Zumindest durften sie sich als moralischer Sieger der Partie fühlen.
Wiedergutmachung betrieben

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Mittwoch, 14. November 2007

Platz an der Sonne

HSV Hamburg stürmt an die Tabellenspitze

Leipzig (dpa) - Der HSV Hamburg ist mit seinem zehnten Saisonsieg an die Tabellenspitze der Handball-Bundesliga gestürmt. Die Hanseaten ließen sich nicht überraschen und gewannen beim abstiegsbedrohten TuS N-Lübbecke mit 25:21 (12:10).

Mit 21:3 Punkten verdrängte der HSV erstmals seit sechs Monaten wieder den THW Kiel (20:4 Zähler), der erst am 18. November beim TBV Lemgo antritt, auf den dritten Platz. Davor setzte sich die HSG Nordhorn, die dank der acht Tore von Nationalspieler Holger Glandorf zum 39:28 (19:13) gegen HBW Balingen-Weilstetten kam.

Im Mittelfeld-Duell behielt Champions-League-Starter VfL Gummersbach mit 34:32 (17:16) bei Frisch Auf Göppingen die Oberhand. Nach einer sicheren Fünf-Tore-Führung in der 17. Minute musste der «Altmeister» in der Schlussphase jedoch noch um seinen siebten Saisonsieg bangen. Der TV Großwallstadt setzte sich mit dem 33:29 (14:12) gegen GWD Minden im gesicherten Mittelfeld der Tabelle fest. Die Mindener befinden sich nach der zehnten Niederlage als 16. weiter im Abstiegskampf.

Die Hamburger, die zuletzt am 12. Mai die Tabelle angeführt hatten, begannen gegen den Tabellen-17. aus Lübbecke nervös und konnten sich im ersten Durchgang nie absetzen. Erst ein Zwischenspurt Mitte der zweiten Halbzeit brachte die Vorentscheidung, als die Hamburger von 15:14 auf 20:14 davonzogen (45.) und Lübbecke nicht mehr kontern konnte. Beste Werfer waren Torsten Jansen (6) für Hamburg und Danny Anclais (6) für Lübbecke.
HSV Hamburg stürmt an die Tabellenspitze

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Spitzenreiter


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So hat eine Tabelle auszusehen

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Keine Big Points zulassen

Wirft sich der HSV an die Spitze?

HAMBURG/LÜBBECKE -

Es ist das Duell der Europacupsieger der Pokalsieger - auch wenn zwischen den Erfolgen des TuS Nettelstedt (1981) und des HSV Hamburg 26 Jahre Handball-Historie liegen. International ist der Verein aus Ostwestfalen, der jetzt den Zusatz -Lübbecke trägt, erfolgreicher als der Klub mit der gekauften Raute: 1997 und 1998 holte Nettelstedt auch den europäischen City-Cup.

Wenn das Star-Ensemble von HSV-Trainer Martin Schwalb heute um 9 Uhr per Bus mit Zwischenstopp im Mindener Hotel Exquisit gen Lübbecke aufbricht, zählt indes nur die Bundesliga 2007/08. Und die weist den Vizemeister und bereits für die zweite Gruppenphase qualifizierten Champions-League-Teilnehmer aus Hamburg am Abend (20.15 Uhr, HBL-TV live) in der Kreissporthalle als klaren Favoriten aus. Auch deshalb warnte Schwalb vor dem Vorletzten: "Mit dem TuS erwartet uns eine kampfstarke Truppe, die unbedingt Punkte gegen den Abstieg sammeln muss. Die brennen darauf, ihre Big Points gegen Teams aus der oberen Tabellenregion zu holen."

Seit 2001 stieg Nettelstedt-Lübbecke, das 1976 mit Legende Herbert Lübking erstmals der Wurf in die noch in Nord und Süd geteilte Eliteklasse schaffte, zweimal auf und gleich wieder ab. Im Juni rettete sich der TuS erst in der Relegation gegen Dormagen. Und doch gehörte Nettelstedt 1981 zu den Gründungsmitgliedern der eingleisigen Bundesliga - in Zeiten, als Handball tatsächlich Dorfsportart war und noch nicht mit aus Funsportdisziplinen abgekupferten Elementen in Metropolen transportiert wurde.

Davon können die Hamburger schlicht ein Lied ("Du hast die Haare schööön . . .") singen, seit sie 2002 in die Color-Line-Arena umzogen. Mit einem Punkt kann der HSV heute aber seinen Vorgängerverein Bad Schwartau von Platz 19 der ewigen Tabelle verdrängen. Und zwei Punkte brächten dem HSV nicht nur den 111. Bundesligasieg, sondern erstmals in dieser Saison an die Spitze. Der Däne Hans Lindberg (Bänderverletzung im Sprunggelenk) will dabei auf Rechtsaußen mithelfen, seine Einsatzchancen taxierte Schwalb auf "70:30".
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Dienstag, 13. November 2007

Erster

Der Klubchef des HSV Hamburg, Andreas Rudolph, gilt als Vorreiter, er finanziert schon seit Jahren die hanseatischen Handballer mit Millionen aus seinen Medizin-Unternehmen.


Handball wird Millionenspiel
Im Vergleich zu den anderen Verdächtigen die jetzt beim Handball eingestiegen sind ist Herr Rudolph am stärksten im Handball verwurzelt. Kann mir nicht vorstellen, dass er irgendwann mal die Sportart wechselt oder die Jungs einfach hängen lässt.

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Schwedenhappen

HSV Handball: Ein Schwede für die Zukunft

HAMBURG -

Mit alten Schweden hat der deutsche Handball-Rekordmeister THW Kiel seine Erfahrungen: Wislander und Olsson sowie Lövgren (36) und Ahlm (29) waren respektive sind Titelgaranten. Vizemeister HSV Hamburg hat die Skandinavier neu entdeckt: Nachdem im Vorjahr Torwart Per Sandström (26) von IK Sävehof in die Hansestadt gewechselt war, kam gestern Nicklas Grundsten (24) nach Hamburg - für einen Abend.

Den Kreisläufer (1,90 m) des schwedischen Meisters Hammarby IF nahm HSV-Sportchef Christian Fitzek am Terminal 2 des Airports in Empfang. Mit ihm fuhr er zum Medizin-Check ins Krankenhaus Eilbek bei Teamarzt Dr. Oliver Dierk, ehe im NH-Hotel der Vertrag unterzeichnet wurde. Der Kontrakt gilt ab 1. Juli 2008 für zwei Jahre (plus ein Jahr Option). "Per hat mir nur Gutes über Hamburg erzählt", sagte Grundsten (ein Länderspiel) auf Englisch. Er zählt zum erweiterten Nationalkader. Fitzek ("Ein interessanter junger Spieler") war der Schwede im Internet aufgefallen. Beim Champions-League-Spiel Kiel - Hammarby (37:28) hatte er ihn im Oktober beobachtet. Schon heute früh flog Grundsten zurück nach Stockholm. In Zukunft soll er Iwan Ursic (Vertrag bis 2008) und Dimitri Torgowanow (bis 2009) ersetzen.
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Montag, 12. November 2007

Rettung in letzter Sekunde

Kapitän Gille rettet in letzter Sekunde
Die Qualifikation für die zweite Gruppenphase der Champions League ist für den Hamburger SV nur noch Formsache. Das tröstete das Team über das mäßige Spiel gegen Medvedi Moskau hinweg. Schon am kommenden Sonnabend können die Handballer beim dänischen Spitzenklub Viborg HK den ersten Platz in der Vorrundengruppe festigen.

Angelehnt an die Wand und mit ruhiger Stimme schilderte Guillaume Gille aus seiner Sicht die Schlusssekunden des Champions-League-Spiels gegen Medvedi Moskau, in welchen er für den HSV Handball zum „Retter“ des verlorenen Punktes wurde. „Es war ein Riesenchaos in der Mitte. Ich dachte mir also, ich probiere mal, Platz zu machen für die Rückraumspieler. Dann aber habe ich plötzlich von Pascal Hens den Ball zugespielt bekommen. Da ich nicht wusste, wie viel Zeit noch bleibt, habe ich es mit einem spontanen Wurf versucht. Es hat gepasst“, sagte der Kapitän des HSV Handball. Sein Lächeln verriet, dass neben technischem Können auch eine gehörige Portion Glück mit im Spiel war. Mit einem Rückhandwurf, ohne richtigen Blick zum Tor, überwand Gille in der letzten Sekunde Moskaus Torhüter Alexej Kostigov zum 32:32 (16:16)-Endstand.

Der Jubel der 3158 Zuschauer in der Alsterdorfer Sporthalle war grenzenlos. Sie nahmen es überhaupt nicht schwer, dass der HSV keine überzeugende Leistung geboten hatte und dass er seinen Erfolg aus dem Spiel bei Medvedi Moskau (29:26) nicht wiederholen konnte. Der letztlich sogar gewonnene Punkt in letzter Sekunde, mehr aber noch die Aussicht, dass bei 7:1 Punkten die Qualifikation für die zweite Gruppenphase der Champions League nur noch Formsache ist, waren Trost genug. Schon am kommenden Sonnabend kann die Mannschaft von HSV-Trainer Martin Schwalb beim dänischen Spitzenklub Viborg HK den ersten Platz in der Vorrundengruppe festigen.
Dafür jedoch, mahnte der Kapitän und Spielmacher, bedürfe es einer erheblichen Leistungssteigerung. Das gelte auch für das Bundesliga-Spiel beim Abstiegskandidaten TuS Nettelstedt-Lübbecke am Mittwoch (20.15 Uhr). „Wir können mit dem Punkt gegen Moskau zufrieden sein. Schließlich haben wir so viele Chancen vergeben und uns viel zu viele technische Fehler erlaubt. Es lagen in der Abwehr Welten zwischen der Aggressivität aus dem Spiel beim THW Kiel und dem, was wir gegen Medvedi in der Deckung gemacht haben“, sagte Guillaume Gille. In Kiel war der 31:30-Sieg ein Erfolg der gesamten Mannschaft. Gegen Moskau bot nur ein HSV-Spieler eine gute Leistung: Pascal Hens, dem neun Tore gelangen.
Titelsponsor des Final Four um den DHB-Pokal in der Color Line Arena wird von 2008 bis 2010 die Lufthansa. Vorgänger Haspa wird künftig als Nebensponsor auftreten.
Kapitän Gille rettet in letzter Sekunde

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Zuviel studiert

Auf den Punkt gebracht
In letzter Sekunde sichert Guillaume Gille dem Vizemeister das vorzeitige Weiterkommen. Rainer Grünberg

Von Stefan Reckziegel

Hamburg -

Bisher galt Kyung-Shin Yoon beim HSV Hamburg als Mann für die wichtigen und späten Tore. Mit seinem 33:37 zehn Sekunden vor Schluss in Leon sicherte der Südkoreaner Ende April im Rückspiel den Europacup der Pokalsieger. Jüngst traf er mit seinem linken Wurfarm zum 31:30-Bundesligasieg in Kiel - drei Sekunden vor Ende.

Seit Sonnabend heißt der Last-Second-Man des Hamburger Handballs Guillaume Gille. In der Schlusssekunde erzielte der französische HSV-Kapitän den von 3158 Besuchern in Alsterdorf bejubelten Ausgleich zum 32:32 (16:16) im Champions-League-Gruppenspiel gegen Medwedi Moskau - per Rückhand. "Solch einen Wurf kann man normalerweise nur machen, wenn man sich dreimal die Hand gebrochen hatte", staunte HSV-Geschäftsführer Peter Krebs, neben -Trainer Martin Schwalb 1989 mit TuSEM Essen Europacupsieger.

Mit dem Remis in der "Königsklasse" gegen die bärenstarken, teils überaus handgreifleichen Russen (acht Zweiminutenstrafen) war der HSV-Coach keineswegs unzufrieden. "In der ersten Halbzeit waren wir unkonzentriert und hätten die Chance gehabt, uns abzusetzen", konstatierte Schwalb. "In der zweiten Hälfte haben wir gut gekämpft und zu unserem Spiel gefunden." Noch einen Sieg aus zwei Spielen braucht der HSV, um als Primus der Staffel E in die zweite Gruppenphase einzuziehen - verbunden mit 30 000 Euro Antrittsprämie. Vorzeitig weiter sind die Hamburger bereits.

Vor allem Rückraumstar Pascal Hens, der neun seiner 13 Wurfversuche in Tore ummünzte, spielte mal wieder wie ein Weltmeister: Hens half zweimal, einen 26:29-Rückstand (49. Min.) in ein 31:29 umzuwandeln. Der Pole Krzystof Lijewski (24), der schon in der Anfangsphase fahrig gewirkt hatte, gefährdete den Sieg beim Stand von 31:30 mit einem riskanten Abspiel, ehe er Guillaume Gille zum 32:32 fand. "Wenn man in letzter Sekunde ausgleicht, hat man einen Punkt gewonnen", urteilte HSV-Sportchef Christian Fitzek. "Bei uns fehlten heute zehn bis 15 Prozent." Nach dem Coup von Kiel über weite Phasen auch Kraft und Konzentration in der Abwehr.

Yoon, zuletzt von der Siebenmeterlinie stets "Mr. Hundert Prozent", war zudem mit zwei Strafwürfen gescheitert. "Das ist zu viel", sagte der 2,04-Meter-Mann, der "Bären"-Keeper Alexej Kostigow wie alle Torhüter zuvor auf Video studiert hatte. "Diesmal habe ich zu viel überlegt." Lächeln konnte Yoon dennoch - Gille sei Dank.
Auf den Punkt gebracht

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