Mittwoch, 31. Oktober 2007

Geisterstunde

Den HSV Handballern droht ein „Geisterspiel"
Die Vereinsführung unternimmt vieles, um die Halle noch einigermaßen zu füllen. So erhalten Kinder bis einschließlich 14 Jahren, die geschminkt oder mit einer Halloween-Maske verkleidet sind, freien Eintritt. Bis Dienstagmittag waren nur 650 Karten für das Pokalspiel gegen Essen verkauft.

Einigermaßen skeptisch sei er damals gewesen, vor etwas mehr als drei Jahren, als er zum HSV Handball kam, sagt Matthias Flohr. „Ursprünglich hatte ich vor, bei der Ahlener SG zu bleiben, weil der HSV damals in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckte. Ich dachte, dass es für mich nicht die richtige Adresse sei – nicht zuletzt auch, weil ich befürchtete, dass mir die Qualität fehlen würde.“
Die Skepsis hat sich als unbegründet erwiesen. Flohr zählt längst zu den Leistungsträgern. Der 25-Jährige, der am Mittwoch (19.30 Uhr, Alsterdorfer Sporthalle) mit dem HSV in der zweiten Runde des DHB-Pokals auf TuSEM Essen trifft, hat sich die Position im Team von Trainer Martin Schwalb erarbeitet.
Matthias Flohr im Blickfeld von Heiner Brand
Mehr noch: Flohr ist durch seine Leistungen sogar schon ins Blickfeld der Nationalmannschaft geraten. Bundestrainer Heiner Brand lobte ihn nach einer starken Leistung im zurückliegenden Heimspiel gegen Gummersbach. Sechs Tore erzielte Flohr. Er war damit zusammen mit Kyung-Shin Yoon der erfolgreichste Spieler.
„Ich merke schon, dass ich kleine Schritte nach vorn gemacht habe“, sagt Flohr. Seinen Ehrgeiz bezeichnet er als entscheidenden Faktor. Anders als andere muss er eben mehr tun, um voranzukommen. „Ich habe kein übergroßes Talent. Bei Krzysztof Lijewski ist das ganz anders. Dem wurden das Gefühl für den Ball und die Beweglichkeit in die Wiege gelegt“, sagt Flohr.
Bei den HSV-Fans genießt der Student (Mathematik und Sport auf Lehramt) hohes Ansehen. Sie halten viel von dem Arbeiter, der zuletzt auch in der Offensive immer häufiger zu überzeugen wusste. Am Mittwoch aber wird sich die Begeisterung in der Alsterdorfer Sporthalle deutlich in Grenzen halten, ohne dass Flohr etwas dafür könnte. Bis Dienstagmittag waren nur 650 Karten für das Pokalspiel gegen Essen verkauft.

Die Vereinsführung unternimmt vieles, um die Halle noch einigermaßen zu füllen. So erhalten Kinder bis einschließlich 14 Jahren, die geschminkt oder mit einer Halloween-Maske verkleidet sind, freien Eintritt. Dennoch: Bei vielleicht 1000 Zuschauern dürfte das Spiel gegen den namhaften Aufsteiger, passend zu Halloween, lediglich der Kategorie „besseres Geisterspiel“ zugeordnet werden.
Für das zweite Duell mit TuSEM Essen innerhalb von vier Tagen, dem Spiel um Bundesliga-Punkte am Sonnabend (19 Uhr) in der Color Line Arena, sehe die Lage aber deutlich besser aus, sagt HSV-Geschäftsführer Peter Krebs. „Wir haben bereits 6000 Karten verkauft. Der Termin für das Pokalspiel am Mittwoch ist schwierig. Zeitgleich spielen die HSV-Fußballer, im Fernsehen läuft das Spiel der Bayern gegen Mönchengladbach, und in der Color Line Arena findet das Take-That-Konzert statt“, sagt Krebs. Dennoch ist der Zuspruch enttäuschend.
Den HSV Handballern droht ein „Geisterspiel"

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Glück im Unglück

Hens darf spielen, Bertrand Gille nicht

HAMBURG -

Der Termin ist unglücklich", sagt HSV-Sprecher Christoph Wendt. Gerade 800 Karten waren gestern für das Handballpokalspiel des HSV gegen TuSEM Essen (19.30 Uhr, Sporthalle Hamburg) verkauft. Dass dies nicht nur am Gegner liegt, zeigt die Nachfrage für das Bundesligaspiel am Sonnabend in der Color-Line-Arena (19 Uhr). Dann wollen mindestens 6500 das Duell gegen den dreimaligen deutschen Meister und Pokalsieger sehen. Heute Abend aber streiten die Handballer mit Fußball (HSV im Pokal gegen SC Freiburg) und Popmusik (Take-That-Konzert in der Color-Line-Arena) um die Gunst des Hamburger Publikums. Dieser Wettkampf war nicht zu gewinnen.

Allein die Attraktion der Color-Line-Arena, weiß der HSV, sorgt bei jedem Spiel für rund 3000 bis 4000 zusätzliche Zuschauer. Zudem müssen Dauerkartenbesitzer heute zahlen, allein Kinder bis zu 14 Jahren, die verkleidet oder gruselig geschminkt (Halloween!) erscheinen, haben freien Eintritt. Finanziell attraktiv wird der Pokal erst beim Erreichen des Haspa-Final-Four, der Endrunde in der Color-Line-Arena (29./30. März 2008). Im vergangenen Jahr kassierten die vier Teilnehmer je 140 000 Euro. In den Runden zuvor bleibt der Wettbewerb bei günstigem Verlauf ein Nullsummenspiel.

Unter den Besuchern des Pokalspiels wird sich heute auch HSV-Kreisläufer Bertrand Gille einfinden. Der Franzose kehrte von den Länderspielen gegen Ägypten mit Schulterbeschwerden zurück. Eine Kernspintomografie ergab gestern Morgen keinen klinischen Befund, Trainer Martin Schwalb plant den 29-Jährigen dennoch zu schonen: "Es macht bei unserem Programm wenig Sinn, einen Spieler, der nicht fit ist, einzusetzen."

Pascal Hens dagegen soll trotz Muskelbeschwerden im Bein, so Schwalb, "ein paar, oder ein paar mehr Minuten spielen". Dessen Unwohlsein im Bereich der unteren Extremitäten rührt von Fehlbelastungen nach einer Sprunggelenksverletzung im linken Knöchel, die Hens schon beim Supercup in der Nationalmannschaft zur vorübergehender Passivität zwangen.
Hens darf spielen, Bertrand Gille nicht

Guten Appetit

HSV hat Hunger - Doppelte Portion Essen
Erst Pokal, dann Bundesliga gegen TuSEM / Bertrand Gille verletzt

DIRK HOFFMANN, NILS WEBER

Die HSV Handballer haben so richtig Heißhunger. Auf Essen. Davon gibt es gleich eine doppelte Portion: heute das Pokalspiel (19.30 Uhr, Alsterdorf), Sonnabend das Bundesligaspiel (19 Uhr, Color Line Arena) gegen den Aufsteiger. Zur Einstimmung traf sich die Mannschaft gestern - zum Essen.

Boss Andreas Rudolph hatte sein Team in seinen Firmensitz nach Ahrensburg eingeladen, ein Caterer brachte Hühnchen, Rind, Salat, Bratkartoffeln und 30 Portionen Nachtisch für 21 Teilnehmer. Das Dessert reichte nicht, es wurde nachbestellt ... Heißhunger auf Essen!

"Ich habe den Jungs gesagt, dass wir keine Krise haben, wie es vielleicht von außen an sie herangetragen wird. Ich glaube an uns und gucke positiv nach vorn."

Linksaußen Toto Jansen hat das Essen geschmeckt. Er freut sich auf TuSEM, wurde mit Essen 1986 A-Jugend-Meister: "Das war eine witzige, verrückte Zeit damals. Ich denke gern daran zurück. In vier Tagen zwei Mal gegen denselben Gegner zu spielen ist sehr ungewöhnlich. Wir müssen die beiden Spiele gewinnen, und aus."

Auch Ex-TuSEM-Star Pino Torgovanov ist heiß: "Ich hatte da vier tolle Jahre und kenne noch viele Spieler. Für mich ist das ein besonderes Spiel." Im Mai 2005 gewann er mit Essen den Europapokal (EHF), erzielte im Rückspiel gegen Magdeburg das entscheidende Tor zum 31:22.

Der Kreisläufer könnte sich auch heute in die Torschützenliste eintragen. Denn Bertrand Gille ist angeschlagen, zog sich im Training eine Schulterprellung zu. Eine Kernspintomografie ergab zum Glück, dass beim Franzosen nichts gerissen ist. Sein Einsatz ist dennoch ungewiss.

HSV-Coach Martin Schwalb warnt vor dem Gegner, obwohl der nur auf Platz 17 der Tabelle steht: "Die haben ihre drei Punkte gegen die Rhein-Neckar Löwen und Flensburg geholt." Doch eine Pleite ist kaum vorstellbar - und wäre ungenießbar.
HSV hat Hunger - Doppelte Portion Essen

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Montag, 29. Oktober 2007

Kopierschutz

"Der HSV will die Freezers nicht kopieren"
Der Geschäftsführer der Handballer spricht in der MOPO über die aktuellen Brennpunkte des deutschen Vizemeisters


DIRK HOFFMANN/NILS WEBER

Zuschauer, Sponsoren, Fan-Service, Werbung - vier Felder, über die es beim HSV Handball zuletzt viele Diskussionen gab. Die MOPO sprach mit Geschäftsführer Piet Krebs (50).

MOPO: 7505 Zuschauer kamen im Schnitt zu den ersten vier Heimspielen. Damit können Sie nicht zufrieden sein ...

Krebs: Nein, sonst wären wir nicht professionell. Die Anwurfzeit am Sonnabend um 15 Uhr kostet uns richtig Zuschauer. Sie ist der Handball-Sportschau geschuldet, die andererseits wichtig für die Sportart an sich und unsere Sponsoren ist. Ich bin mir sicher, dass wir den Vorjahresschnitt von 8000 Fans erreichen können.

MOPO: Die Freezers hatten - zumindest in den letzten Jahren - weniger Erfolg, aber mehr Fans als der HSV ...

Krebs: Beim Eishockey ist der sportliche Erfolg anscheinend nicht so wichtig. Das Event steht im Vordergrund.

MOPO: Auf den großen Werbepostern konnte man nicht sehen, dass es um den HSV geht, mit Oldie 95 haben Sie einen Medienpartner mit geringer Reichweite. Zwei Fehler?

Krebs: Nein, die Werbekampagne war mutig und fördert unser Image. Man konnte nicht erwarten, dass wir vier Wochen Plakate in die Stadt hängen und dann 2000 Leute mehr pro Spiel in die Halle kommen. In Kombination mit Radio Hamburg, wo Werbespots laufen, ist unsere Kooperation mit Oldie 95 eine sehr gute.

MOPO: Warum hat man das erste Champions-League-Spiel in der Geschichte des Vereins nicht mehr beworben?

Krebs: Dafür fehlt uns das Geld. Die Königsklasse ist wichtig für unser Prestige, aber es gibt zu wenig internationale bekannte oder traditionelle Teams. Wir bräuchten im Handball mehr Real Madrids! Und es gibt keinen festen Spieltagstermin für die Champions League. Das ist blöd für die Fans.

MOPO: Boss Andreas Rudolph hat Sie und die Geschäftsstelle öffentlich mehrfach kritisiert. Wie sehr trifft Sie das?

Krebs: Jede öffentliche Kritik trifft mich. Aber als Boss und gleichzeitiger Geldgeber hat er besondere Rechte.

MOPO: Haben Sie sich den Job so schwer vorgestellt?

Krebs: Ich war überrascht über den Stress, sieben Tage die Woche. Ich bin froh, dass meine Familie mitmacht, sonst klappt das nicht.

MOPO: Die Sponsoren sind nach wie vor rar. Was macht der HSV falsch?

Krebs: Wenig. Wir brauchen Geduld. Die Firmen gucken sehr genau, wie sich ein Produkt entwickelt und wer die handelnden Personen sind. Das Image des HSV hat sich stark verbessert, aber wir stehen angesichts unserer kurzen und turbulenten Geschichte noch unter Beobachtung.

MOPO: Viele Hamburger sind enttäuscht, weil es mit dem neuen Ticketpartner "Kartenhaus" massive Probleme gibt. Wie kann so etwas sein?

Krebs: Keine Frage, das hat uns Fans gekostet. Zur Startphase bedeutete es einen schlechteren Service. Es gibt weiter Probleme. Wir reagieren auf jede Beschwerde, schreiben persönliche Briefe oder versorgen Fans mit Geschenken, wenn sie zum Beispiel vier Wochen auf ihr Ticket warten mussten. Aber mittlerweile kann man in allen Vorverkaufsstellen seine Sitzplätze frei wählen, online ist das ab Januar möglich. Bald wird der Service sehr gut sein.

MOPO: Die Anschutz-Gruppe hat die Arena gekauft, will dem HSV beim Marketing und Show-Konzept helfen ...

Krebs: Wir freuen uns drauf. Klar ist aber auch: Wir wollen die Freezers nicht kopieren, nicht zu viel Show. Im Mittelpunkt bleibt der Sport.
"Der HSV will die Freezers nicht kopieren"

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Happy Feet

Bangen um Pommes
Handball Deutschland Dritter beim Supercup / Brands Zoff mit Wenta / Hens-Einsatz am Mittwoch im Pokal gegen Essen unsicher

NILS WEBER

Handball heißt die Sportart. Aber was Martin Schwalb derzeit besonders beschäftigt, ist ein Fuß. Genauer gesagt: der rechte Fuß von HSV-Torjäger Pascal Hens. Der schmerzt bei Belastung und schwillt an. Schlecht für die deutsche Nationalmannschaft, die auch ohne "Pommes" im gestrigen Spiel um Platz drei beim Supercup in Dortmund Russland mit 36:27 (18:11) besiegte. Schlecht, aber vor allem für den HSV, denn der Einsatz von Hens im Pokalspiel gegen TuSEM Essen am Mittwoch ist gefährdet.

Am Sonntag hatte sich Schwalb telefonisch bei seinem Schützling nach dessen Befinden erkundigt. "Er hat gesagt, dass sich das Sprunggelenk blöd anfühlt", berichtet Schwalb. Hens hat die Probleme seit der Vereins-EM in Slowenien vor einer Woche. "Wir wissen nicht, ob es für einen Einsatz im Pokal reicht", so der Coach
Bangen um Pommes

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Mittwoch, 24. Oktober 2007

I am the walrus

Handball-Supercup: Hoffen auf Heiner

DORTMUND/HAMBURG - Die Weltmeister werfen wieder. Wenn die deutschen Nationalspieler von heute bis zum Sonntag beim Supercup nicht nur auf dem Feld, sondern auch auf dem Prüfstand stehen, vertrauen sie vor allem auf die Künste des Bundestrainers. Der Deutsche Handball-Bund (DHB) wünscht sich von seinem Aushängeschild mit dem Walross-Schnäuzer nichts sehnlicher als dessen Unterschrift unter die angestrebte Vertragsverlängerung. Die Hoffnung ruht auf Heiner Brand. Der Verband würde den WM-Trainer nach Auslaufen des Kontraktes 2008 am liebsten für eine weitere Olympiade an sich binden.

Noch vor dem Auftaktspiel zur Mini-WM heute (17.25 Uhr/ARD live) in Dortmund gegen Rekord-Olympiasieger Russland wollen sich Brand und DHB-Präsident Ulrich Strombach zu einem weiteren Gespräch treffen. Der Bundestrainer hatte kürzlich prinzipielle Einigkeit angedeutet: "Wir haben uns über einen Zeitraum von über zwei Jahren unterhalten und uns dabei nicht gestritten." Doch der 55-Jährige zögert noch. Die denkbare Alternative kennt Erfolgscoach: "Ein Job im Ausland würde mich reizen"

Zunächst aber ist der bodenständige Gummersbacher in Westfalen gefordert. Beim renommierten Sechs-Nationen-Turnier in Dortmund und Halle trifft seine Auswahl in der Gruppe A außer auf Russland am Freitag (16.05 Uhr/ZDF live) auf Serbien. Um den Einzug ins Halbfinale spielen in Staffel B Tschechien, Pokalverteidiger Schweden (mit HSV-Torwart Per Sandström) und Vizeweltmeister Polen. Gestern fuhren vom HSV Hamburg auch die Rückraumrecken Michael Jurecki und Krsyzstof Lijewski nach Dortmund; der Verdacht auf eine Gesäßmuskelzerrung bei Lijewski hatte sich nach einer Kernspintomografie nicht bestätigt. Die Entscheidungsspiele folgen am Sonnabend und Sonntag. "Der Zeitpunkt des Turniers ist gut. Der Supercup ist das beste Turnier, das es gibt", betonte Brand den Stellenwert der Veranstaltung auf dem Weg zur Europameisterschaft vom 17. bis 27. Januar 2008 in Norwegen.

Binnen kürzester Zeit muss Brand seine insgesamt 17 nominierten Weltmeister um die HSV-Spieler Johannes Bitter (Tor), Pascal Hens (Rückraum links), Torsten Jansen (Linksaußen) und Stefan Schröder (Rechtsaußen) konkurrenzfähig machen. Über die Vorbereitungszeit von knapp zwei Tagen klagt Brand nicht: "Wir haben eine taktische Grundausrichtung, die wollen wir in der kurzen Zeit wieder abrufen", sagte der Coach. Dabei ist ihm bewusst, dass Spieler wie die vier HSV-Profis nach der Champions Trophy in Celje (Slowenien) und wegen der vorangegangenen englischen Wochen aus Bundesliga und Champions League geschlaucht sind.

"Heiner Brand wird schon ordentlich durchwechseln, da er ja weiß, wie viele Spiele wir schon in den Beinen haben", sagte Hens. Genauso sieht es Keeper Bitter. "Wir wollen zeigen, dass der WM-Titel keine Eintagsfliege war. Klar wäre es vor allem für den Kopf gut, wenn man mal eine Pause hätte. Aber der Bundestrainer wird die Einsätze schon richtig dosieren." Aussagen, die auch an Brands kooperativen und erfolgreichen Führungsstil appellieren.
Handball-Supercup: Hoffen auf Heiner

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Freitag, 19. Oktober 2007

Keine Zeit zum Jammern

Horror-Tour nach Celje
Schwalb-Truppe reist nach Slowenien

FREDERIK AHRENS
Jetzt also der vierte Wettbewerb. Nach Bundesliga, DHB-Pokal und Champions League müssen die HSV Handballer morgen bei der EHF-Champions-Trophy ran. "Eine Ehre" sei die Premieren-Teilnahme, sagt Trainer Martin Schwalb.Der Wettbewerb der Europapokalsieger bedeutet aber vor allem Stress pur. Für das Halbfinal-Duell mit dem THW Kiel (morgen 19 Uhr, live bei Eurosport 2) müssen die Hamburger heute zunächst über Frankfurt nach Graz fliegen. Mit dem Bus geht's weiter ins slowenische Celje.
Eine Horror-Tour für einen Wettbewerb mit äußerst fragwürdiger Bedeutung. "Natürlich zerrt das an den Spielern, zumal viele ja direkt danach zur Nationalmannschaft müssen", gesteht auch Schwalb ein. "Aber Jammern hilft ja nichts."
Und so bleibt der 44-Jährige auch nach dem bescheidenen 28:27 in Balingen gelassen. "Wir müssen das Positive aus dem Spiel ziehen", sagt Schwalb. "Schließlich haben wir immerhin bis zur letzten Sekunde gekämpft." Dank der zwei Punkte bleibt der HSV dran an Kiel und Flensburg.
Ausgerechnet "die Ehre" Champions Trophy kann nun aber zur Wettbewerbsverzerrung führen. Schwalb: "Es ist gar keine Frage, dass es ein Vorteil für Flensburg ist, dass sie in Celje nicht dabei sind." Schöne Ehre, diese Champions Trophy.
Hamburger Morgenpost - www.mopo.de - Sport HSV-Handball

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Blogged with Flock

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Zur Feier des Tages

habe ich mal wieder einen neuen Blog Editor gestestet. Und zwar Flock in der neuen Version.
Also kann man hier in den nächsten Tagen neben Handball auch den Shootout zwichen Flock und Ecto mitverfolgen. Welche Vorlieben habt ihr?



Blogged with Flock

Debütantenball

HSV Hamburg

Der HSV tritt als Debütant in dem Wettbewerb der Europapokalsieger an, allerdings mit dem Selbstvertrauen aus drei Siegen in drei Spielen der EHF Champions League. Zudem stehen HSV-Trainer Martin Schwalb, außer Bruno Souza, alle Spieler zur Verfügung. Dem gegenüber steht der äußerst enge Spielplan, den die Teilnahme an vier Wettbewerben (HBL, EHF Champions League, DHB-Pokal, EHF Champions Trophy) bedingt. Die Spieler des HSV haben wiederum nur einen Tag Aufenthalt in Hamburg, ehe sie am Freitag um 10.05 vom Flughafen Hamburg in Richtung Slowenien aufbricht. Trainer Martin Schwalb bewertet die Teilnahme am Kräftemessen mit den anderen Europapokalsiegern daher differenziert: "Wir freuen uns als Neuling natürlich sehr auf die Champions Trophy und wollen so gut wie möglich abschneiden. Allerdings wird das sehr schwer. Kiel, Magdeburg und Celje sind harte Brocken, egal gegen wen man da nun spielt. Außerdem sind meine Jungs nach der Belastung in den vergangenen Wochen ein bisschen müde. Da tut jeder weitere Termin weh."
Champions Trophy

Mal sehen was unsere Jungs dort erreichen können. Sie werden übrigens von 4 wackeren Fans begleitet. Da ich dabei bin werde ich natürlich je nach Möglichkeit hier und im Twitter davon berichten.

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Nicht würgen

Hens & Co. würgen sich zum Sieg
Hamburger verschlafen die erste Halbzeit in Balingen / „Pommes“ mit neun Treffern

FREDERIK AHRENS

Das Beste war der Blick auf die Tabelle. Der HSV Handball hat sich durch den 28:27 (13:18)-Zittersieg bei der HBW Balingen-Weilstetten auf Platz drei verbessert. Nordhorn hatte in Gummersbach verloren. Die Hamburger selbst kamen mit einem dunkelblauen Auge gerade noch davon.

Balingen wird von den 2250 Zuschauern (darunter sechs HSV-Fans) von Beginn an energisch nach vorne getrommelt. Nach acht Minuten hat Martin Schwalb genug. Das 2:5 zwingt den HSV-Trainer zur Auszeit. Sie weckt zumindest Pascal Hens, der mit der aggressiven Deckung der Schwaben noch am besten zurechtkommt. Drei Treffer von „Pommes“ bringen den HSV auf 9:10 heran (19.).

Auf der Gegenseite trifft Balingen aber weiter nach Belieben. Jogi Bitter kriegt in den ersten zwanzig Minuten nur einen Ball zu fassen. Sekunden vor der Pause liegt der HSV mit sechs Toren zurück (12:18).

Nach 40 Minuten der Bruch. Bei den Balingern schwinden Konzentration und Kondition. Und Bitter findet seine Form, lässt in 14 Minuten nur einen Ball durch. Hens trifft zur ersten Führung (23:22, 49.). Doch selbst das zwischenzeitliche 26:23 bringt keine Sicherheit ins HSV-Spiel. Erst die Schlusssirene beendet das Zittern. „Die erste Halbzeit war dramatisch, aber wir müssen das nüchtern sehen“, resümierte Schwalb. „Wir haben zwei Punkte gebraucht und sie geholt.“
Hens & Co. würgen sich zum Sieg

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Wie bekommt man Souveränität zurück?

HSV-Handballer spielen nicht wie ein Titelkandidat
Diese Souveränität, mit welcher der HSV Handball in der Rückrunde der vergangenen Saison von Sieg zu Sieg eilte, ist der Mannschaft abhanden gekommen. Beinahe hätte der HSV in der baden-württembergischen Provinz seine Titelchancen verspielt.

Der Vizemeister quält sich oft nur zu seinen zwei Punkten – viel zu oft, um davon ausgehen zu können, dass Trainer Martin Schwalb mit seinem Team auch das große Ziel wird erreichen können. Meister wollen sie werden. Überzeugend waren die Leistungen des HSV in dieser Saison aber selten. In den vergangenen beiden Partien, im Champions-League-Spiel in Saporoschje (28:24) und am Mittwochabend in der Bundesliga beim Abstiegskandidaten HBW Balingen Weilstetten (28:27), repräsentierte der Titelaspirant sogar nicht viel mehr als graues Mittelmaß.
Wie schon in Saporoschje kamen die HSV-Handballer auch in Balingen mit einem blauen Auge davon. Nach einer desaströsen ersten Halbzeit lagen die Hamburger zur Pause mit 13:18 zurück. Erst ein Kraftakt, der zweite innerhalb von vier Tagen, verhinderte die Blamage. Beinahe hätte der HSV in der baden-württembergischen Provinz seine Titelchancen verspielt. „Das Halbzeitergebnis war ein Stück weit dramatisch, weil wir jeden Punkt brauchen, um oben dranzubleiben. Die zwei Punkte betrachten wir nüchtern: Wir haben sie gebraucht und auch geholt“, sagte Schwalb.
Torhüter Johannes Bitter, der mit einer Parade in der Schlusssekunde den Sieg rettete, war fassungslos. „Was hier am Anfang los war, dazu fehlen mir die Worte. Jetzt gilt es, durchzuatmen und daran zu arbeiten, solche Spiele auch zu dominieren“, sagte Bitter.

Vielleicht hilft es der Mannschaft ja schon weiter, dass sie im nächsten Spiel einmal nicht in der Favoritenrolle ist. Im Halbfinale der Champions Trophy im slowenischen Celje ist Samstag Abend (19Uhr, Eurosport 2, live) der Champions-League-Sieger THW Kiel der Gegner. Im anderen Halbfinale der Vereins-EM, bei der ein Gesamtpreisgeld von 70.000 Euro ausgeschüttet wird, stehen sich Gastgeber RK Celje Pivovarna und der EHF-Cup-Sieger SC Magdeburg gegenüber. Der HSV hat sich durch den Gewinn des Europapokals der Pokalsieger für das Turnier qualifiziert. Das Finale findet am Sonntag um 15.30 Uhr (Eurosport, live) statt. „Wir freuen uns als Neuling sehr auf die Champions Trophy und wollen so gut wie möglich abschneiden. Allerdings sind das alles harte Brocken, egal, gegen wen man spielt. Außerdem sind meine Jungs nach der Belastung in den vergangenen Wochen ein bisschen müde. Da tut jeder weitere Termin weh“, sagte Schwalb.
HSV-Handballer spielen nicht wie ein Titelkandidat

Ich hatte bisher noch nicht das Gefühl, dass die Jungs die nicht bei 100% sind total platt sind, sondern das es eher ein Kopfproblem ist. Vielleicht hilft ja Champions Trophy und Supercup die Jungs wieder zu alter Form zu bringen.
Nach der WM waren die auch platt haben aber trotzdem besser gespielt.

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Hauptsache gewonnen

Handball: HSV siegt dank Bitter und Hens 28:27 in Balingen

BALINGEN/HAMBURG -

Die HSV-Handballer dürfen weiterhin von der Meisterschaft träumen. Zu berechtigter Hoffnung allerdings ist nach dem gestrigen Eindruck kein Anlass. Mit Ach und Krach, dank Torhüter Johannes Bitter und neun Toren von Pascal Hens kam der Vizemeister zu einem 28:27-(13:18)-Sieg bei HBW Balingen-Weilstetten . Damit haben die Hamburger Anschluss an die Konkurrenz aus Flensburg und Kiel gehalten, die sich ihrerseits mit klaren Siegen in Berlin und Essen schadlos hielt.

Sechs HSV-Fans hatten die 730 Kilometer lange Anreise auf sich genommen. Und trauten am Anfang ihren Augen kaum, als es nach acht Minuten 6:2 für den heimischen Außenseiter hieß. Der hatte mit Hens und Kyung-Shin Yoon Hamburgs Rückraumschützen in Manndeckung genommen und den Europacupsieger, der nur auf Stand-by agierte, damit wohl überrumpelt.

Leichte Ballverluste, schlecht vorbereitete Würfe und unerklärliche Schwächen im Abschluss waren Folge der Nervosität, die Trainer Martin Schwalb zu einer frühen Auszeit zwangen (9. Minute). Die Denkpause brachte allerdings wenig Besserung, zumal auch die Torleute lange neben sich standen. Nur einen von zwölf Würfen konnte Weltmeister Johannes Bitter entschärfen, ehe er nach 19 Minuten Per Sandström Platz machte. Der Schwede hatte kaum mehr Glück, so dass der HSV mit einem Fünftoredefizit in die Kabine ging.

Dort schien Schwalb die richtigen Worte gefunden zu haben. Jedenfalls war seine Mannschaft um Wiedergutmachung bemüht. Selbst das schien jedoch zu wenig, da nun die Anstrengungen der vergangenen (englischen) Wochen Tribut forderten. Noch in der 40. Minute hielten die Gastgeber eine 20:16-Führung.

Doch wie schon am Sonntag in Saporischschja kam nun die Zeit des HSV, namentlich die des wieder eingewechselten Bitter. Beim 22:22 (47.) waren die Hamburger erstmals seit dem 1:1 (3.) wieder auf Ballhöhe, und beim 25:22 (52.) schien alles den geplanten Gang zu gehen. Doch erst als Bitter Sekunden vor Schluss einen Wurf von Daniel Brack mit dem Fuß ins Publikum beförderte, war der achte Sieg im achten Auswärtsspiel der Saison perfekt.

"Wir wollten Kraft sparen, das hätte sich fast gerächt", so Sportchef Christian Fitzek erleichtert, "erst das Kämpferherz in der Deckung hat uns gerettet."

Statistik:
Handball: HSV siegt dank Bitter und Hens 28:27 in Balingen

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Mittwoch, 17. Oktober 2007

Den Spuk vertreiben

Handball Iwan Ursics Kampf um Spielzeit
Wenn Fehlwürfe im Hinterkopf spuken

HAMBURG -

Stressig sei es nicht gewesen in Saporischschja, findet Iwan Ursic. Etwas umständlich vielleicht die Anreise über Wien und Dnipropetrowsk. Aber eigentlich ist es so, dass Iwan Ursic gern ein bisschen mehr Stress hätte. Meistens wenn die HSV-Handballer in dieser Saison spielen, beschränkt sich seine Aufgabe darauf, die Mannschaftskollegen anzufeuern. Auf dem Feld darf sich der 30 Jahre alte Kreisläufer nur selten einmal beweisen.

Beim Champions-League-Spiel am Sonntag in der Ukraine war es endlich wieder so weit. Ursic stand sogar in der Anfangsformation, er warf drei Tore und hat "bis auf ein paar Hacker und blöde Abspiele seine Sache ganz ordentlich gemacht", wie ihm Hamburgs Trainer Martin Schwalb nach dem Sieg bescheinigte. Das ist zwar keine Garantie dafür, dass Ursic heute Abend im Bundesligaspiel bei HBW Balingen-Weilstetten wieder zum Einsatz kommt. Aber es ist eben auch keine Absage.

Von den bisherigen acht Ligaspielen hat der Schweizer nur eins auf der Platte erleben dürfen, wie die Handballer ihr Spielfeld nennen. Ein Tor, eine Zweiminutenstrafe, zu mehr Einträgen in die Saisonstatistik hat es nicht gereicht. Wenig für einen, der 140-mal international für sein Land aufgelaufen ist, dabei 405 Tore erzielte und bei seinem letzten Arbeitgeber, der HSG Nordhorn, zu den Stützen zählte.

"Ich bin sicher nicht gekommen, um Ergänzungsspieler zu sein", sagt Ursic. Als solcher war er auch gar nicht vorgesehen. Zu einer Säule der neuen 6-0-Abwehr sollte der 1,92-m-Mann aus Aarau beim HSV heranwachsen, deshalb haben sie ihn im vergangenen Jahr nach Hamburg geholt. Doch seinen Platz in der Mannschaft hat der dreimalige Schweizer Meister nie richtig gefunden, auch weil ihn bald eine alte Knieverletzung wieder einholte. Als sie auskuriert war, hatte längst Allrounder Thomas Knorr seine Position eingenommen. Wenn Ursic doch einmal spielen durfte, ging es nicht selten daneben. "Dass ich damals viel verworfen habe, spukt bei einigen vielleicht noch im Hinterkopf herum", vermutet Ursic.

Knorr (36) wurde inzwischen vom HSV in Vorruhestand geschickt, der Routinier kehrte als Spielertrainer zu seinem Heimatklub Bad Schwartau zurück. Doch dafür setzte man Ursic den Russen Dimitri Torgowanow (35) vor die Nase. Und an Welthandballer Bertrand Gille (29) ist am Kreis beim Europacupsieger ohnehin kein Vorbeikommen. "Wir haben drei Topleute auf dieser Position", sagt Schwalb zu Ursics Situation, "wobei die anderen beiden im Moment vor Iwan liegen."

Viel Zeit, sich aufzudrängen, bleibt nicht. Im kommenden Sommer läuft Ursics Vertrag ab, über eine Weiterbeschäftigung soll noch nicht gesprochen worden sein. "Iwan muss den Kampf annehmen", fordert Schwalb. Das zumindest sollte einem Kreisläufer nicht schwerfallen.
Wenn Fehlwürfe im Hinterkopf spuken

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Dienstag, 16. Oktober 2007

Quotenmann

Yoon im Duell mit seinem besten Kumpel
Südkoreaner heute gegen Landsmann Cho

LARS ALBRECHT

Kyung-Shin Yoon ist auf Abschiedstournee. Der Rekordtorjäger der Bundesliga und siebenmalige Torschützenkönig kehrt nach dieser Saison in seine Heimat Südkorea zurück. Bis dahin will der 34-Jährige noch viele Freunde und Kollegen treffen. Beim Auswärtsspiel heute (20.15 Uhr) in Balingen geht es gegen seinen Landsmann und besten Kumpel Chi-Hyo Cho (36).

"Wir kennen uns seit 17 Jahren, haben vor ein paar Tagen telefoniert", erzählt Yoon. "Wir müssen gut auf ihn aufpassen, er ist sehr beweglich und brandgefährlich." Wegen einer Oberschenkelzerrung hat Cho, der genau wie sein Nationalmannschaftskollege im rechten Rückraum zu Hause ist, diese Saison erst vier Spiele absolviert, traf dabei aber schon 21 Mal. Eine bessere Quote als Yoon, der in sieben Partien "nur" 32 Tore erzielt hat. "Nick": "Bei mir läuft es noch nicht so rund. Es wird Zeit, dass ich meine Form finde." Zwar würde er gern noch einmal die Torjägerkanone holen, "aber ein Titel mit dem HSV ist viel wichtiger. Dann fiele mir der Abschied nicht so schwer."
Yoon im Duell mit seinem besten Kumpe

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Freitag, 12. Oktober 2007

Tandem Spieler

Handball: HSV Hamburg macht sich auf den weiten Weg nach oben

HAMBURG -

Ausschlafen, regenerieren, reisen, akklimatisieren, (leicht) trainieren - und gewinnen: Auf diese Formel könnten die HSV-Handballer ihre Dreifach-Belastung mit Bundesliga, DHB-Pokal und Champions League bringen. Matthias Flohr dachte am Mittwochabend nach dem 33:29-Sieg im Ligaspiel gegen den VfL Gummersbach zunächst ans Erstgenannte - und danach weiter. "Die Konstanz ist entscheidend", sagte der 25-Jährige. "Und die Kunst, sich alle drei Tage wieder neu zu motivieren."

Das muss man dem Linksaußen nicht extra sagen, nicht immer jedoch zahlt sich das Engagement für den kräftigen Mathematikstudenten (1,88 m/94 kg) so aus wie beim Erfolg des deutschen Vizemeisters gegen den Traditionsklub: Als Weltmeister Torsten Jansen (31) wegen einer Platzwunde über dem rechten Auge in der elften Minute vom Feld musste, dankte es Flohr (6 Tore) in den restlichen 49 mit hundertprozentiger Treffsicherheit. "So muss das sein, dass auch mal neue Helden heranwachsen", freute sich HSV-Trainer Martin Schwalb mit und für Flohr. HSV-Kapitän Guillaume Gille weiß, was sein Team am Ersatzmann hat: ",Matti' ist immer mit vollem Körper und voller Seele dabei. Das hat er heute bewiesen", lobte der Franzose.

Dass er in die Bresche, sprich auf die "Platte" springen muss, wenn Linksaußen Jansen verletzt oder wie zurzeit nicht in Top-Form ist, weiß der kämpferisch starke Flohr: ",Toto' ist ganz klar die Nummer eins. Wir ergänzen uns sehr gut. So was braucht man unbedingt", sagte der Ex-Kreisläufer, in der Abwehr laut Selbsterkenntnis gegen Gummersbach "nicht aggressiv genug".

Funktionierende Tandems stehen Schwalb auch mit dem stets zupackenden, diesmal auch torgefährlichen Russen Dimitri Torgowanow und dem angriffslustigeren Bertrand Gille (je 4 Treffer) am Kreis sowie den Torhütern Johannes Bitter und Per Sandström zur Verfügung. Während Weltmeister Bitter gegen Gummersbach eine Stunde lang ernst machte - er hielt vier Siebenmeter -, hatte der Schwede Sandström als Starting Keeper die Basis zum 29:26 beim russischen Meister Tschechow gelegt. "Heute haben wir nach 40 Minuten zu früh abgebrochen und nach vorn ein paar leichte Bälle verworfen", ärgerte sich Bitter. "Solche Sachen dürfen nicht passieren, wenn wir ganz nach oben wollen." Heißt am Saisonende zur Meisterschaft und zunächst mal in die zweite Gruppenphase der Champions League.

Heute Nachmittag hebt der HSV, Spitzenreiter der Vorrundengruppe E, Richtung Wien ab. Nach einer Übernachtung folgt morgen der Weiterflug nach Dnjeprpropetrowsk, ehe es per Bus zum dritten Königsklassen-Treffen beim ukrainischen Meister Saporischschja geht (Sonntag 16 Uhr MESZ, Eurosport 2). "Überall in der Handballwelt lauern Gefahren", ahnt der polyglotte Guillaume Gille. Auf dem Weg zum Europacup-Triumph der Pokalsieger hatte der HSV in der vergangenen Saison in der dritten Runde nach einem 31:16 im Hinspiel dort 24:27 verloren.

Student Flohr: "Ein Handballspiel ist so komplex." Heißt in diesem Fall: zweimal vorher richtig aussschlafen.
Handball: HSV Hamburg macht sich auf den weiten Weg nach oben

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Donnerstag, 11. Oktober 2007

Zeit für Helden

Schwalb begrüßt die „neuen Helden"
Bitter und Flohr ragen beim 33:29 des HSV gegen Gummersbach heraus. Der Sieg sichert den dritten Tabellenplatz. Ein Sieg im Spiel der Champions League gegen den ukrainischen Meister Saporoschje am Sonntag würde zudem das internationale Geschäft sichern.

Bei der Antwort war sich Matthias Flohr derart sicher, dass er sie nicht nur ganz bedächtig in das Mikrofon des Rundfunkjournalisten sprach, sondern sie durch die Katakomben der Color Line Arena brüllte. „Na klar ist ,Jogi' der richtige Mann!“, rief er laut aus, während er an seinem verdutzten Gesprächspartner vorbeischielte, hinüber zur anderen Ecke des Raumes. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht wartete Flohr auf die Reaktion. Und die kam prompt.
Torwart Johannes Bitter, der von allen nur „Jogi“ gerufen wird, riss seine Arme hoch und streckte ihm die emporgehobenen Daumen entgegen. Jetzt strahlte auch Bitter, der große Rückhalt des HSV Handball beim ungefährdeten 33:29 (16:11)-Heimsieg gegen den VfL Gummersbach vor 6428 Zuschauern in der Color Line Arena. Im Heimspiel zuvor gegen die SG Flensburg-Handewitt (32:33) hatte der deutsche Nationaltorhüter ob seiner dürftigen Leistung noch erheblich in der Kritik gestanden.
Am Mittwochabend vor den Augen von Bundestrainer Heiner Brand, Innensenator Udo Nagel und Wolfgang Bosbach, dem stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, war alles anders. Der frühere Magdeburger, der zu Beginn dieser Saison zum HSV Handball gekommen war, bot seine bislang stärkste Leistung im neuen Dress. 15 Würfe (darunter vier Siebenmeter) wehrte der 25 Jahre alte, 2,04 Meter große Hüne im Hamburger Tor ab.
Bitter und Flohr, der eine starke Leistung in der Abwehr mit einer 100-prozentigen Trefferquote im Angriff (sechs Tore) krönte, waren die Garanten dafür, dass der wichtige Sieg gegen den direkten Verfolger nie in Gefahr geriet. Sie ragten aus einem sehr guten HSV-Kollektiv, welches vor allem durch eine exzellente Defensivarbeit imponierte, noch etwas heraus.
„,Jogi' Bitter, Matthias Flohr und auch Dimitri Torgowanow haben sehr starke Leistungen geboten. Aber es muss auch so sein, dass eine Mannschaft nicht immer nur aus denselben Helden besteht, sondern andere nachwachsen“, sagte HSV-Trainer Martin Schwalb. Lob erntete Bitter auch vom ehemaligen HSV-Spieler Roman Pungartnik, der seit dieser Saison beim VfL spielt und gegen seinen früheren Klub sieben Tore erzielte. „Der HSV war einfach besser, und ,Jogi' war richtig stark. Wir haben unser Topspiel von der Siebenmeterlinie verloren“, sagte Pungartnik. Bitter behauptete, dass er von der Kritik, die HSV-Präsident Andreas Rudolph nach dem Flensburg-Spiel an ihm geäußert hatte („Ich wünschte mir, dass auch unsere Torhüter mal die Besten im Team sind“), nichts mitbekommen hätte.
Nicht zuletzt auch Bitters Leistung hat es der HSV Handball zu verdanken, dass die Lage in der Liga wieder recht gut aussieht. Der HSV belegt mit 13:3 Punkten hinter Flensburg-Handewitt (15:1) und Kiel (14:2) den dritten Platz. Sonntag geht es erst einmal in der Champions League weiter. Mit einem Sieg gegen den ukrainischen Meister ZTR Saporoschje (Europort 2, 16 Uhr, live) und dann 6:0 Punkten wäre das Erreichen der zweiten Runde fast perfekt.
Schwalb begrüßt die „neuen Helden"

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Und jetzt weiter so

Bitter macht ernst
Der Weltmeister hält vier Siebenmeter und den sechsten Saisonerfolg fest.

Von Rainer Grünberg, Stefan Reckziegel

Hamburg -

"Das war ein eine hervorragende kämpferische Leistung über die gesamte Spieldauer. Wir haben uns den Erfolg hart erarbeitet." Andreas Rudolph, der Präsident der HSV-Handballer, lächelte, als er den 33:29-(16:11)-Sieg der Hamburger über den VfL Gummersbach bilanzierte. Nur bei der Zuschauerzahl schaute er finster drein. Lediglich 6428 Besucher wollten in der Color-Line-Arena zwei der besten Handballmannschaften der Welt sehen.

HSV-Fans, die erschienen waren, hatten früh erkannt, worauf es im Duell der beiden Champions-League-Teilnehmer ankommen sollte: "Defense, Defense!" Die intensive Arbeit der Abwehrreihen ließ die Angreifer dann auch nur mühsam aussichtsreiche Wurfpositionen finden. Und hinter den 6:0-Formationen, alle Mann am Kreis, standen mit dem Gummersbacher Goran Stojanovic und Hamburgs Weltmeister Johannes Bitter zudem Meister ihres Fachs, auf HSV-Seite sogar ein Weltmeister.

Der ließ sich nach 2:34 Minuten vom derzeit besten Torschützen der Bundesliga, dem Serben Momir Ilic, nicht einmal von der Siebenmeterlinie überwinden. Das gab der Hamburger Nummer eins Selbstvertrauen. Kurz vor der Halbzeit wiederholte Bitter gegen Ilic diese Glanztat. Da führte der deutsche Vizemeister bereits mit 15:11. "Ich bin froh, dass ich dem Team helfen konnte", meinte der Torhüter später über seinen bisher besten Auftritt im HSV-Trikot (15 Paraden, davon vier gehaltene Siebenmeter).

Dass sich Torsten Jansen zu diesem Zeitpunkt wieder über die Aktionen seiner Kollegen freuen durfte, verdankte der HSV-Linksaußen Mannschaftsarzt Oliver Dierk. Der hatte seine Platzwunde über dem rechten Auge mit zwei Stichen genäht. Jansen hatte sich die Verletzung in der zwölften Minute bei einem Zusammenprall mit einem Mitspieler zugezogen. Nach zehn Minuten kehrte er unter Beifall in die Halle zurück.

Verpasst hatte Jansen die spektakulären Torerfolge Kyung-Shin Yoons. Der Koreaner zeigte sich gegen seinen ehemaligen Klub ungewohnt wendig, trickste auf engstem Raum Gegenspieler aus und warf innerhalb von 15 Minuten vier Tore. Am Ende waren es sechs (davon drei Siebenmeter).

Warum die Gummersbacher nach zehn Minuten (4:4) allmählich in Rückstand gerieten, hatte für Bundestrainer Heiner Brand vor allem einen Grund: "die aggressive HSV-Deckung". Die blockte nicht nur den Rückraum des zwölfmaligen Meisters; Stefan Schröder, Guillaume Gille und Matthias Flohr gelang es immer wieder, ihre Hände eher als die Gummersbacher ans Spielobjekt zu bringen. Die resultierenden Gegenstöße schlossen Schröder und Flohr mit fast hundertprozentiger Treffsicherheit ab.

Folge der Dominanz: Die Hamburger führten in der 43. Minute 24:17 und ließen sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. "Insgesamt haben wir es verstanden, unser Konzentrationsniveau hoch zu halten", sagte HSV-Trainer Martin Schwalb, "das war der Schlüssel zu diesem Erfolg."
Bitter macht ernst

Ich gehe davon aus, dass die Jungs jetzt zuhause eine ähnliche Serie hinlegen wie in der letzten Saison. Auswärts müssen wir uns die Punkte die wir gegen Flensburg und Kronau haben liegen lassen, dann in Kiel wiederholen.

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Mittwoch, 10. Oktober 2007

Macht das Licht an

Halb voll oder halb leer?

HAMBURG -

Es war schon ein überschaubarer Zirkel, der sich am Montagabend im Restaurant "On Stage" versammelte. Nur 57 der 170 Mitglieder des HSV Hamburg waren dem Ruf zur Vereinsversammlung in der Color-Line-Arena gefolgt - die Handballprofis eingerechnet. "Da hätte es ja auch gereicht, eine Loge anzumieten", wunderte sich Präsident Andreas Rudolph.

Die Szenerie spiegelt das Dilemma beim Europacupsieger wider: Es fehlt die Strahlkraft. Zum heutigen Spiel des Tabellenvierten gegen den -fünften VfL Gummersbach (20.15 Uhr, Color-Line-Arena/live im Internet bei HBL.TV) werden bestenfalls 6500 Zuschauer erwartet, worüber sich Rudolph am Montag "maßlos enttäuscht" zeigte. Und auch ein wenig ratlos: "Ich weiß nicht, was wir noch tun sollen? Wir waren in den vergangenen 24 Monaten der erfolgreichste Verein in dieser Stadt, wir sind ihr sportliche Aushängeschild! Was will Hamburg denn noch?"

Ja, was denn? Die Zuschauerzahlen konnten mit der sportlichen Aufwärtsentwicklung nicht Schritt halten. Aber ist die Halle nun halb voll oder halb leer? Fest steht: Der Vizemeister hat so viele Dauerkarten verkauft wie noch nie (3300). Der Durchschnittsbesuch der Heimspiele liegt sogar erstmals knapp über dem von Arena-Mitbewohner Hamburg Freezers. Aber damit mag sich Rudolph nicht zufriedengeben: "Es kann nicht sein, dass gegen einen anderen Champions-League-Teilnehmer nur der Unterrang gefüllt ist."

Dass der Präsident auf eine größere Publikumsresonanz dringt, kann man sich gewissermaßen leicht ausrechnen, unterstützt er doch das Team privat noch immer mit einem Millionenbetrag. An der Abhängigkeit konnten auch die sportlichen Erfolge wenig ändern. Am Wohlwollen der Politik fehlt es nicht, heute werden CDU/CSU-Fraktionsvize Wolfgang Bosbach und Innensenator Udo Nagel erwartet. Doch die vielen Kontakte schlagen sich kaum in Kontobewegungen nieder. "Es ist enttäuschend, dass uns die so florierende Hamburger Wirtschaft nicht mehr unterstützt", sagt Rudolph. Für Aufsichtsratschef Rüdiger Heß bleibt der Medizinunternehmer daher "der Motor dieses Vereins". Allerdings müsse "das Projekt unbedingt weiterentwickelt werden".

Fragt sich nur, wie. Versucht wurde einiges. Erstmals wurde im Sommer ein groß angelegter Werbefeldzug gestartet. In Funk und Fernsehen ist man präsent wie nie. Der deutsche WM-Sieg hat Handball zur massentauglichen Sportart gemacht. Doch die Zahlen lassen - nicht nur beim HSV - zu wünschen übrig. Ehrenrat Claus Runge regte am Montag an eine Mitgliederkampagne an. Der Präsident setzt auf Werbung auf dem Spielfeld: "Wir müssen sportlich noch mehr vorlegen."
Halb voll oder halb leer?
Vielleicht wurde die Strahlkraft der WM auch überschätzt, auch Gummersbach kämpft in der Arena des WM Triumphes mit geringen Zuschauerzahlen.

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Dienstag, 9. Oktober 2007

Star-Wars

HSV-Profi ist Fan von Darth Vader
Mattis dunkle Seite der Macht

DIRK HOFFMANN

Als er zehn Jahre alt war, guckte er das erste Mal heimlich spätabends auf einer Treppe kauernd im Haus seiner Eltern "Krieg der Sterne". Von da an war HSV-Profi Matti Flohr infiziert mit dem Star-Wars-Virus. Seine Lieblingsperson: Darth Vader, die Kultfigur mit der schwarzen Rüstung und der Maske, die beim Atmen dieses unverwechselbare Geräusch erzeugt. Für die MOPO schlüpfte er in das Kostüm des Lords.

"Darth Vaders Charakter ist das, was den Film ausmacht, erst gut, dann böse, dann wieder gut", leuchten Mattis Augen. Wann ist der Linksaußen gut und wann böse? Freundin Andrea (25), seit sechseinhalb Jahren mit Matti ein Paar, überlegt kurz: "Privat ist er nie böse, wirklich nie." Freundlich, sympathisch, stets zu Scherzen aufgelegt. "Aber auf dem Feld", ergänzt der 23-fache Junioren-Nationalspieler, da fühlt er sich angezogen von der dunklen Seite der Macht, "da muss ich böse sein. Das gehört bei unserem Sport dazu." Den Gegner mit allen Mitteln stoppen, ihn vermöbeln, "das macht gerade als Team, wenn der eine dem anderen hilft, tierisch Spaß. Wenn man dann ein Gegentor zusammen verhindert hat, ist das ein geiles Gefühl".

So wie eben die DVDs mit den Star-Wars-Filmen zu gucken. "Einige habe ich schon zehn Mal gesehen", grinst das Kraftpaket, das Andrea mit dem Fieber angesteckt hat. "Einige Passagen kann ich schon mitsprechen. Auf Europacup-Reisen habe ich auch immer Videos mit. Und in meiner alten Wohnung hing ein riesiges düsteres Plakat von Darth Vader."

Heute Abend will Flohr wieder die dunkle Seite der Macht voll ausreizen. "Da kriegt Pungi auf die Fresse", kündigt Flohr lachend an und meint den Ex-HSVer, der heute mit Gummersbach in die Color Line Arena kommt (20.15 Uhr). Denn nur wenn Flohr und Co. heute böse gegen den VfL sind, ist das für das Punktekonto gut. Nicht ausgeschlossen, dass Flohr am Ende nach hartem Fight so atmet wie Darth Vader ...
HSV-Profi ist Fan von Darth Vader

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Montag, 8. Oktober 2007

Party Time

"Wir sind eine Klasse besser"
Boss verspricht Party vs. Gummersbach

DIRK HOFFMANN

Morgen, sagt HSV-Präsident Andreas Rudolph, gibt es um 20.15 Uhr in der Color Line Arena "einen richtigen Kracher": Die Partie gegen den VfL Gummersbach ist ein Duell zweier Champions-League-Teilnehmer. Und der Boss verspricht einen großartigen Abend.

"Ich bin davon überzeugt, dass wir gewinnen. Wir wollen und werden beweisen, dass wir eine Klasse besser sind als Gummersbach", sagt Rudolph. Das 29:26 in Moskau hat nicht nur den Spielern, sondern auch der Führungsetage neuen Optimismus gegeben.

Trainer Martin Schwalb fordert ebenso einen Sieg: "Wir sind in der Pflicht. Wir haben zu Hause schon drei Punkte abgegeben, da wollen wir nicht noch zwei Zähler liegen lassen." Trotz des Abgangs von Superstar Daniel Narcisse habe der VfL aber noch "eine Top-Mannschaft". In der auch Roman Pungartnik gut eingeschlagen ist. "Pungi ist ein prima Typ, wir freuen uns alle auf ihn", sagt Schwalb.

Enttäuschend ist einmal mehr das Zuschauer-Interesse. Nur 5200 Tickets sind bisher verkauft (Karten-Hotline: 01805 - 969 00 06 66). In den letzten drei Spielzeiten kamen gegen Gummersbach 10479, 8323 und 7478 Fans. Boss Andreas Rudolph dazu: "Die Siege in der Champions League finden offenbar zu wenig Anerkennung in der Öffentlichkeit. Vielleicht tun wir aber auch zu wenig, um die Halle zu füllen."
"Wir sind eine Klasse besser"

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