Montag, 4. Juni 2007

Riesiger Meister der Herzen

HSV - Sympathieträger und wachsender Riese
DIRK HOFFMANN
Sie jammern nach Fouls nicht. Sie sind nie arrogant. Sie halten zusammen wie Pech und Schwefel: Die HSV Handballer sind nicht nur "Meister der Herzen", sondern, gemessen an sportlicher Qualität und Sympathie, Hamburgs Mannschaft Nummer eins. Und sie sind eben ganz anders als die Fußball-Millionäre vom HSV. Respekt, was Boss und Mäzen Andreas Rudolph und Trainer Martin Schwalb innerhalb kürzester Zeit aufgebaut haben. In der zweitbeliebtesten Teamsportart wächst ein neuer Riese heran.

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Yoon Gewinner, aber wo sind die Sponsoren?Tops & Flops
DIRK HOFFMANN
TOPS
- Kyung-Shin Yoon: Wurde zum siebten Mal Torschützenkönig der Bundesliga (236 Tore). Spielte nach zurückhaltender Anfangsphase eine sensationelle Saison.
- ZUSCHAUER: 8015 kamen im Schnitt zu den Heimspielen, im Vorjahr waren es nur 6458. Die Stimmung auf den Rängen wird immer besser, ist aber ausbaufähig.
- MEDIZINMÄNNER: Physio Albers, Doc Hock und Dierk sowie Fitnesscoach Voigt machten die Truppe frisch - so gabs keine ernsthaften Verletzungen.
FLOPS
- Iwan Ursic: Guter Start in die Saison, dann Knieschmerzen, Operation und viele Spiele ohne eine Sekunde Einsatz für den Kreisläufer, der im Angriff zu viel verballert.
- MARKETING: Trotz der Super-Saison sind keine nennenswerten Sponsoren im Anflug. Kleine Firmen sind vor dem Absprung. PR-Aktivitäten gabs quasi gar nicht.
- AUFSICHTSRATSBOSS: Rüdiger Hess lässt gern mal Sitzungen ausfallen, agiert hilflos, ist profillos. Ohne Einfluss - vielleicht auch gut so.

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Warm anziehen

36:32 IN GÖPPINGEN
Danke für diese tolle Saison!
Platz 2 nach Foto-Finish
DIRK HOFFMANN
Es war eine rauschende Party. Die HSV Handballer ließen es im Stuttgarter In-Laden Amici richtig krachen: Champagnerduschen, Gesangseinlagen, Tanz-Vorführungen - bis morgens um 4.30 Uhr. Frust? Keine Spur! Die Freude über eine überragende Saison war viel größer als die Enttäuschung über den verpassten Meistertitel.
Beim Herzschlag-Finale um den Titel zeigte das Schwalb-Team noch einmal eine Gala-Leistung. Das 36:32 (21:18) in Göppingen reichte aber nicht, weil Kiel nach anfänglichen Problemen gegen Nordhorn ebenso gewann (34:28) und sich mit der um 98 Treffer besseren Tordifferenz ins Ziel rettete.
Doch wer hätte das vor einem Jahr erwartet? Mit dem Supercup und dem Europacup der Pokalsieger wurden zwei Pokale gewonnen, in der Bundesliga hat man sich für die Königsklasse qualifiziert und war bis zur letzten Minute auf Augenhöhe mit der besten Mannschaft der Welt.
Sogar Bürgermeister Ole von Beust gratulierte: "Das war eine großartige Spielzeit einer sympathischen Mannschaft, die uns viele aufregende Stunden geschenkt hat." Und nahezu alle HSV-Spieler schickten schon mal für die neue Saison Grüße an die Kieler Zebras. Goran Stojanovic, der in seinem letzten Spiel 30 Minuten klasse hielt: "Der THW muss sich warm anziehen." Kyung-Shin Yoon: "Das Ziel für 2008 ist die Meisterschaft." Kapitän Guillaume Gille: "Natürlich wollen wir 2008 den Titel holen." Die Party danach dürfte noch etwas wilder werden - wenn das überhaupt geht.

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Samstag, 2. Juni 2007

Party Time

Kleine Hoffnung auf den großen Wurf
Showdown um die Meisterschaft: Der HSV muss in Göppingen gewinnen. Nordhorn soll gegen Titelverteidiger Kiel Schützenhilfe leisten. Große Hoffnungen setzt das Team auf Pascal Hens. Er soll die Hamburger auf die Siegerstraße führen.


Der Konjunktiv wird doch recht stark strapaziert. Sollte die Mannschaft des HSV Handball am Sonntag um 8.20 Uhr mit der Meisterschale im Gepäck auf dem Flughafen Fuhlsbüttel landen, würde ein festgelegtes Programm seinen Anfang nehmen. Im Erfolgsfall würde der Rathausmarkt zum Treffpunkt für alle HSV-Fans werden. Arena-Sprecher Dirk Hartkopf vom HSV-Radiopartner Oldie 95 könnte von 10.30 Uhr an auf einer Showbühne die Handballfans auf dem Rathausmarkt begrüßen. Eine Stunde später hätten Lotto King Karl&Pape ihren Auftritt auf der Bühne. Um 12 Uhr würde die Mannschaft offiziell von der Stadt Hamburg im Rathaus empfangen werden.
Das alles klingt nach Jubel, Trubel und Heiterkeit im Überfluss. Nur leider ist die Wahrscheinlichkeit, dass morgen Vormittag eine Touristengruppe über den weitgehend leeren Rathausmarkt schlendern kann oder einige Senioren die Tauben mit Brotkrumen versorgen werden, um einiges größer als eine Party mit 10.000 Menschen.

Chancen liegen bei maximal zehn Prozent

Realistisch betrachtet stehen die Chancen auf den Titelgewinn des HSV bei maximal zehn Prozent. Zwei Ereignisse müssten eintreten. Zunächst einmal steht der HSV heute um 15 Uhr in der Pflicht, sein Spiel bei Frisch Auf Göppingen zu gewinnen. Das sollte zu schaffen sein, schließlich will der HSV mit aller Macht Meister werden. Und für den Traditionsklub aus Baden-Württemberg ist die Saison de facto schon abgeschlossen. Frisch Auf wird die Saison mit Rang zehn abschließen. Das ist schon vor dem Spiel sicher.Die zweite Prämisse ist dagegen von einem ganz anderen Kaliber. Der Tabellenführer THW Kiel darf am Sonnabend (15 Uhr) in der heimischen Ostseehalle gegen den Tabellenfünften HSG Nordhorn auf keinen Fall gewinnen, da die „Zebras“ gegenüber dem HSV über das um 96 Treffer bessere Torverhältnis verfügen. Für den Fall, dass Kiel verliert, reicht dem HSV ein Remis. Der Fernsehsender N3 überträgt beide Spiele in einer Konferenzschaltung live. Beginn ist um 14.45 Uhr.

Wenn Kiel verliert, reicht ein Unentschieden

"Wir sind Realisten. Es ist erst einmal schwer genug, selbst die Aufgabe zu erfüllen und in Göppingen zu gewinnen. Alles andere haben wir nicht in der Hand. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass Kiel zu Hause gegen Nordhorn verliert, aber auf der anderen Seite kann so etwas auch immer mal passieren“, sagt HSV-Trainer Martin Schwalb. Über die Zwischenstände in Kiel wird er sich ständig informieren lassen. „Es könnte theoretisch sein, dass wir taktisch spielen müssen. Wenn Kiel verliert, würde uns ein Unentschieden reichen. Da kann ich, wenn es so stehen sollte, ja nicht den Torwart gegen einen siebten Feldspieler auswechseln und auf Sieg spielen lassen“, sagt Schwalb.Für das letzte Spiel in der bisher schon erfolgreichsten Saison der Vereingeschichte stehen ihm aller Voraussicht nach alle Spieler zur Verfügung. Nur das Mitwirken von Yoon Kyung-shin ist noch etwas fraglich. Der beste Torschütze der Bundesliga (236 Treffer, davon 90 Siebenmeter) litt bis gestern an den Nachwirkungen eines Magen-Darm-Infekts. „Ich hoffe, dass er spielen kann“, sagt Schwalb.

Souza brennt vor Ungeduld

Bruno Souza brennt auf das Spiel in der Hohenstaufenhalle – aus zwei Gründen. Zum einen hat auch er noch die leise Hoffnung, dass nach der Schlusssirene vor Freude getanzt werden darf. Zum anderen freut er sich auf sein erstes Spiel bei seinem ehemaligen Verein. Souza spielte sieben Jahre für Göppingen. „Meine Aufregung ist sehr, sehr groß. Ich glaube, das wird für mich sehr emotional werden. Da gibt es doch noch viele Menschen, die mich mögen“, sagt Souza, der zuletzt bessere Leistungen gezeigt hat als noch zum Beginn der Saison.Die Rückkehr in die alte Heimat wird eine von kurzer Dauer sein. Souza wird am Sonntagmorgen zusammen mit seinen Mitspielern schon wieder im Flugzeug nach Hamburg sitzen. Souza: „Vielleicht fliegen wir dann ja zu einer Party. Die Hoffnung stirbt zuletzt."

WELT ONLINE - Kleine Hoffnung auf den großen Wurf - Nachrichten Hamburg

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Zugabe!

Und als Zugabe die Schale
Der Ex-Wallauer Dominik Klein strebt den vierten Titel dieser Saison an
Vom 02.06.2007
KIEL/HAMBURG
Die Handball-Bundesliga erlebt ein Herzschlagfinale um den Titel: THW Kiel und HSV Hamburg gehen punktgleich in die finalen 60 Minuten. Danach wird sich ein Ex-Wallauer freuen dürfen. Dominik Klein über das Kieler Triple. Oder Pascal Hens über das Double.
Von Henning Kunz
Puls: normal. Laune: prächtig. Lampenfieber: "Och nö, sonderlich aufgeregt bin ich nicht", sagt Dominik Klein, "ich bin gelassen und guter Dinge." Das Zweifeln, Rechnen, Theoretisieren überlässt der Weltmeister den Kieler und Hamburger Handballfreunden, die sowieso seit Tagen vor Aufregung nachts kein Auge zukriegen und im Eisschrank ihr Mütchen abkühlen, um vor dem spannenden Bundesliga-Saisonfinale (Samstag, ab 14.55 Uhr live im NDR) nicht gänzlich auszuflippen. Punktgleich gehen der THW Kiel mit dem Ex-Wallauer Klein und der HSV Hamburg mit den Ex-Wallauern Pascal Hens, Igor Lawrow (allerdings an der Schulter verletzt) und Trainer Martin Schwalb die 34. und letzte Aufgabe in dieser Spielzeit an - und doch würde es an ein Wunder grenzen, wenn nicht der THW zum 13. Mal Deutscher Meister wird, sondern der HSV zum ersten Mal.
Kiel hat das bessere Torverhältnis, Heimrecht gegen die HSG Nordhorn, im Rücken wie immer 10250 Fans, die seit 21 Pflichtspielen keine THW-Pleite in der Ostseehalle erlebt haben, seit sieben Jahren keinen Nordhorner Sieg in Kiel. Klein sagt: "Wir haben es selbst in der Hand und das wollen wir uns nicht nehmen lassen." Außerdem sei die Tatsache, dass anschließend auf dem Rathausplatz 15000 das Triple aus Meisterschaft, DHB-Pokal und Champions-League-Sieg feiern wollen, unheimlich motivierend. Vor 24 Jahren gelang zuletzt dem VfL Gummersbach das Dreier-Kunststück. "Wir brauchen keinen zusätzlichen Motiviationskick."
In Hamburg klammern sie sich am Prinzip Hoffnung fest, was sich auch in einer Umfrage auf der HSV-Homepage ausdrückt. 59 Prozent von 2600 trauen dem HSV den Titelgewinn zu - demnach den Nordhornern mindestens ein Remis und den Hamburgern einen Sieg in Göppingen. HSV-Boss Andreas Rudolph hat für den Fall der Fälle eine Prämie ausgerufen: "Wenn die HSG in Kiel was erreicht, werden wir eine Bier-Leitung nach Nordhorn legen." Klein sagt: "Wenn ich jemandem den Titel gönne, dann Pascal Hens und Toto Jansen. Nicht nur, weil es gute Freunde sind, sondern weil sie es verdient hätten, wenn sie am Ende oben stehen." Aber nicht am heutigen Samstag um 16.45 Uhr. Verläuft alles normal, hat Dominik Klein, der in seiner Jugendzeit nicht mal Kreis- oder Bezirksmeister war, in einem Jahr alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Der Reihe nach: Weltmeister, DHB-Pokalsieger, Champions-League-Sieger und Deutscher Meister. "Ging ganz schön schnell, oder?" Traumhaft schnell. Ein Platz im deutschen Handball-Olymp dürfte für den flinken Linksaußen reserviert sein.
So oder so, in Kiel wird gefeiert. Egal, was passiert. Es gibt auch so genügend Trophäen den Anhängern entgegenzustrecken, und so lernt Klein endlich mal den Rathausbalkon seiner Handball-Heimat kennen. Vorsorglich haben auch die Hamburger bei der Stadt den Balkon "reserviert". Nur mal so. Man weiß ja nie.
Nach dem Saisonfinale gehen die Protagonisten Hens und Klein getrennte Wege. Der eine in den lang ersehnten Urlaub, letzterer auf Länderspielreise. Die beginnt am Montag mit einem Besuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel, am Dienstag steht in Berlin das Allstar-Spiel an, danach geht´s nach Spanien, wo am Freitag und Samstag gespielt wird. Abschließend bittet Bundestrainer Heiner Brand zum einwöchigen Sommerlehrgang nach Österreich. Und dann? "Tja", sagt Klein, "Strand gibt´s dieses Mal nicht." Dafür ein ausgiebiger Heimaturlaub. Und die Lieben daheim können sich auf spektakuläre Mitbringsel freuen. Wenn alles gut geht, sind es vier. Vier Mal Gold. "Die lasse ich lieber nicht in Kiel liegen", sagt Klein. Die darf die Mama polieren.

Wiesbadener Kurier · Und als Zugabe die Schale - Der Ex-Wallauer Dominik Klein strebt den vierten Titel dieser Saison an

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Freitag, 1. Juni 2007

Spontis!

"Wir hoffen auf ein kleines Wunder"
München - Noch vor zwei Wochen glaubten nur wenige beim HSV Handball, dass der große Coup doch noch gelingen könnte.
28:30 verloren die Hanseaten in Kronau, der Meistertitel schien verspielt.
Doch Konkurrent Kiel vergab eine Woche drauf in Flensburg den ersten Matchball, vor dem letzten Spieltag hat der HSV damit noch eine Minimalchance, erstmals Deutscher Meister zu werden.
Dazu müsste Hamburg in Göppingen gewinnen und gleichzeitig der THW zuhause gegen Nordhorn den Kürzeren ziehen (Sa., ab 15 Uhr in den LIVESCORES)."Wir hoffen auf ein kleines Wunder", sagt Hamburgs Urgestein Thomas Knorr zu Sport1.de.
Der ehemalige Kieler, zwischen 1992 und 1998 im Trikot der "Zebras", spricht im Interview zudem über den stärksten THW aller Zeiten und spontane Meisterfeiern.
Sport1: Der HSV kann am Samstag Meister werden. Wie groß ist die Anspannung im Team?
Thomas Knorr: Uns allen ist natürlich bewusst, worum es geht. Ich mache mir aber nicht zu große Hoffnungen, da ich davon ausgehe, dass die Kieler ihr Spiel gewinnen werden. Nichtsdestotrotz kribbelt es im Bauch, denn es gibt ja eine kleine Chance für uns. Wir hoffen auf ein kleines Wunder.
Sport1: Wie hoch ist die Chance, dass der HSV Kiel doch noch abfängt?
Knorr: In den entscheidenden Spielen ist Kiel meist sehr gut und sehr konzentriert. Und ich glaube nicht, dass sich Kiel gegen Nordhorn noch die Butter vom Brot nehmen lässt. Ich würde unsere Chance auf unter fünf Prozent beziffern.
Sport1: Letzte Woche hat der THW in Flensburg den ersten Matchball vergeben. Zerrt das nicht am Nervenkostüm?
Knorr: Klar wollte der THW auch gerne in Flensburg gewinnen, aber dort zu verlieren ist keine Schande. Durch die Pleite wird er sich umso mehr auf das letzte Spiel konzentrieren. Ich denke, Kiel fühlt sich vor dem Heimspiel gegen Nordhorn sicher.
Sport1: Sie befinden sich in der Außenseiterrolle und können befreit in Göppingen aufspielen. Liegt der Druck bei Kiel?
Knorr: Das schon. Aber wir müssen erstmal unsere Hausaufgaben machen und das Spiel in Göppingen gewinnen. Das wird schwer genug, Göppingen verfügt über eine kampf- und heimstarke Truppe.
Sport1: Welche Bedeutung hat es für Sie, dass es im Fernduell gegen Ihren Ex-Klub geht?
Knorr: Ach, das ist schon so lange her, dass ich in Kiel gespielt habe. Es wäre natürlich sehr schön, wenn wir am Ende vor dem THW stünden. Aber für mich persönlich ist es keine zusätzliche Motivation.
Sport1: Wie sehr schmerzt noch die Niederlage in Kronau?
Knorr: Wir wollen unbedingt Meister werden und hatten es selber in der Hand, aber wir haben es in Kronau leider verdaddelt. Aber abwarten, vielleicht haben wir ja doch noch Glück.
Sport1: Stehen Sie in Kontakt mit ehemaligen Spieler-Kollegen aus Ihrer Kieler Zeit?
Knorr: Von damals spielt keiner mehr. Die haben mittlerweile alle aufgehört. Mit den Ex-Spielern habe ich noch Kontakt, aber mit der aktuellen Mannschaft eigentlich nicht.
Sport1: Kiel hat diese Saison schon die Champions League und den Pokal gewonnen. Wäre es dann nicht gerecht, wenn die Meisterschaft nach Hamburg geht?
Knorr: Was heißt gerecht? Es wäre schon verdient, wenn Kiel auch noch die Meisterschaft gewinnt. Wir hätten es aber natürlich genauso verdient.
Sport1: Erleben wir diese Saison die stärkste Kieler Mannschaft aller Zeiten?
Knorr: Das weiß ich nicht. Sie hat schon sehr stark gespielt, aber die anderen Mannschaften haben etwas geschwächelt. Flensburg ist diese Saison ein bisschen aus dem Tritt geraten. Das gleiche gilt für Magdeburg und Gummersbach. Wenn der THW nicht soviel Verletzungspech gehabt hätte, wäre das vielleicht die stärkste Kieler Mannschaft aller Zeiten.
Sport1: Schauen Sie am Samstag auch mal mit einem Auge auf den Kieler Zwischenstand?
Knorr: Wenn wir hoch führen sollten, kann man ja schon mal gucken.
Sport1: Sollte es am Ende klappen: Gibt es ein großes Fest in Hamburg?
Knorr: Das hoffe ich doch. Aber aufgrund dieser Konstellation wurde nichts Großes geplant. Und spontane Feiern sind eh immer die besten.
Das Gespräch führte Robert Freiberg

"Wir hoffen auf ein kleines Wunder" - Handball | Bundesliga | Sport1.de

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Sterne lügen nie?

Wir wollen euch heute jubeln sehen- HSV heiß auf die Schale / Kampfansage von Sportchef Fitzek in Richtung Kiel - So laufen die letzten Stunden vor dem Wahnsinns-Spiel in Göppingen
DIRK HOFFMANN
Es ist so weit: Heute steigt das packende Herzschlag-Finale um den Deutschen Meister-Titel. Hamburg muss in Göppingen ran, der punktgleiche Tabellenführer Kiel zu Hause gegen Nordhorn (beide Spiele live im NDR ab 14.45 Uhr). Schafft der HSV die Sensation und kann ab 16.40 Uhr jubeln wie schon so oft in dieser Saison? Thriller-Time - lesen Sie die letzten heißen News aus dem Team von Trainer Martin Schwalb!
- OPTIMISMUS: HSV-Sportchef Christian Fitzek glaubt fest an den Titel: "Wir werden Meister, weil unser super Team im Göppinger Hexenkessel gewinnen wird und Kiel das Nervenflattern bekommt, wenn sie in der Pause unseren Halbzeitstand hören."
- SCHALE: DHB-Präsident Ulrich Strombach reist mit der Original-Schüssel nach Kiel, Liga-Geschäftsführer Frank Bohmann mit einer Kopie nach Göppingen. Auch damit lässt es sich gut feiern!
- VERSICHERUNG: Tor-Roboter Kyung-Shin Yoon, dem die Torjägerkrone nicht mehr zu nehmen ist (schon jetzt 236 Treffer), hat seine Magen-Darm-Grippe überstanden, will sein Team heute zum Sieg werfen.
- PROGRAMM: So laufen die letzten Stunden vor dem Hit in Göppingen ab:9 Uhr: Wecken. 10.30 Uhr: Brunch mit Brötchen, Nutella, Nudeln, Geschnetzeltem. 11.30 Uhr: Videobesprechung. 12.30 Uhr: Abfahrt zur Hohenstaufenhalle (mit 4000 Zuschauern ausverkauft). 13.15 Uhr: Ankunft. Umziehen. Bisschen warmdaddeln. 14.15 Uhr: letzte Besprechung in der Kabine. 14.20 Uhr: Warmmachen. 15 Uhr: Anpfiff.
- PARTY: Für den Fall, dass es nicht mit dem Titel klappt, geht die Mannschaft - ohne Fans und Sponsoren - an einem noch geheimen Ort essen. Klappt es mit dem Titel, steigt mit dem ganzen HSV-Tross inklusive Anhängern eine spontane Riesen-Sause. Wo, ist unklar. Am Sonntag würde es ab 10.30 Uhr auf dem Rathausmarkt in Hamburg rundgehen, um 12 Uhr wäre die Ehrung im Rathaus bei Bürgermeister Ole von Beust.
- STERNE: HSV-Kapitän Guillaume Gille sagt: "Unser Horoskop sagt, dass es mit dem Titel klappt." Dagegen hält allerdings Star-Astrologe Rei Souli der schon vor Monaten vorhersagte, dass Schalke noch einbrechen wird und Stuttgart Fußball-Meister wird: "Obwohl Kiel so viele verletzte Spieler hat und auf dem Zahnfleisch kriecht, wird es das Spiel gegen Nordhorn gewinnen und somit Meister. Tut mir leid für den HSV." Doch auch Astrologen irren sich mal. Auch beim Herzschlag-Finale?
Zitat:"Kiel wird gewinnen und Meister. Tut mir leid für den HSV"Star-Astrologe Rei Souli

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Spekulationsobjekt

HSV Hamburg spekuliert in Göppingen auf Kieler Patzer und die Meisterchance
Am letzten Spieltag blickt - neben den Partien um den extrem spannenden Klassenerhalt - ganz Handballdeutschland nach Kiel und Göppingen. Während die Schwaben seit einigen Spielen wieder eine Aufwärtstendenz zeigen, aber nichts mehr gewinnen können, kann sich Nordhorn beim THW mit einem Sieg noch für die Championsleague qualifizieren. Der HSV spekuliert darauf und wird daher in Göppingen einen Sieg anstreben. Sicher ist auch, dass Göppingen noch einmal versuchen wird, dagegen zu halten. Die beiden Entscheidungsspiele um die Meisterschaft werden ab 15 Uhr in Konferenz live im NDR-Fernsehen und im Radio auf Welle Nord übertragen.
Die Hohenstaufenhalle steht also zum Saisonabschluss in einem ganz besonderen Fokus und das ausverkaufte Haus wird dem Spiel gewiss einen guten Rahmen geben. Bei den doch etwas überraschend im Meisterkampf verbliebenen Hamburgern gibt es ein Wiedersehen mit dem Ex-Göppinger Bruno Souza. Bei Göppingen sind ebenfalls alle Stammspieler fit, auch der Christian Schöne wird trotz einer Fußverletzung noch einmal auf die Zähne beißen. Wie auch die Gäste, die nach einer langen und erfolgreichen Saison den Ligatitel holen wollen. Dabei will sich das Team von Martin Schwalb vom Auswärtsnachteil nicht beirren lassen. "Das Heimrecht ist immer ein großer Vorteil. Das beginnt mit den vertrauten Kleiderhaken, geht über die vertrauten Parkplätze und natürlich die eigenen Fans", fasst HSV-Manager Piet Krebs den vielleicht entscheidenden Nachteil gegenüber dem nördlichen Rivalen in einem HBL-Interview in Worte.
Doch die Hamburger Fans sind aktiv, immerhin etwa 100 HSV-Anhänger werden am Samstag in Göppingen erwartet, um ihre Mannschaft zum Titel zu schreien. Auch wenn dies nur ein Prozent der Heimfans ist, die zeitgleich die Ostseehalle bevölkern werden. Geplant hat die HSV-Führung indes im Falle des Meistertitels noch nichts. Zwar steht die Einladung der Freien und Hansestadt, eine Feier auf dem Rathausmarkt zu veranstalten, aber Krebs schätzt die Titelchance aufgrund der Tatsache, dass ein Kieler Punktverlust Voraussetzung wäre, als "nicht so groß" ein.
Die Mannschaft wird jedenfalls nach dem Spiel erst einmal in Schwaben verweilen, der Flieger zurück wird erst am Sonntagmorgen abheben. Gegen 8:20 wird das Team dann in Fuhlsbüttel erwartet, von wo aus es im Erfolgsfall zum Senatsempfang im Rathaus geht. Eines kann man bereits feststellen, auch wenn es nicht zur Meisterschaft reichen sollte: Der HSV Hamburg ist im Konzert der Großen angekommen. "Dass wir am letzten Spieltag noch die Möglichkeit haben, Deutscher Meister zu werden, hätte vor der Saison auch niemand geglaubt", verriet HSV-Coach Martin Schwalb.
Natürlich hoffen Hamburgs Handballfans am Sonnabend auf eine Glücksgöttin Fortuna, die ihr Herz in Rautenform trägt. Erledigt der HSV seine Hausaufgaben bei Frisch Auf Göppingen mit einem Sieg, so hoffen über 150 mitgereiste HSV-Fans in der ausverkauften Göppinger Hohenstaufenhalle sowie die daheim gebliebenen Anhänger auf die Sensationsnachricht aus Kiel, wo die HSG Nordhorn dem Titelverteidiger mindestens einen Punkt abknöpfen müsste, damit das Meisterlachen am Ende in den Hamburger Gesichtern leuchtet. Für Nordhorn geht es immerhin noch um die Qualifikation zur Champions League.Doch erst einmal soll das Spiel am Samstag im Vordergrund stehen. Wie schon im Spiel gegen Nordhorn wird Göppingens Coach Velimir Petkovic alles versuchen, noch einmal das Feuer bei seiner Mannschaft zu entfachen. Auch wenn es zuletzt in Nordhorn - trotz einer der besten Auswärtsleistungen der Runde - nicht ganz zu einem Punkt reichte und man mit Rang zehn in der Tabelle unter "ferner liefen" steht. Zumal das Spiel auch einen Aspekt der sportlichen Fairness hat, möchte man sich gewiss nicht unter Wert verkaufen. In den letzten Wochen ist auch die in den vergangenen Jahren viel zitierte "Hölle Süd" wieder ein wenig erwacht und möchte zum Saisonabschluss noch einmal eine versöhnliche Leistung sehen. Gegen Kiel und Gummersbach hat sich das Team um Regisseur Michael Kraus, der wohl in der kommenden Saison Göppingen treu bleiben wird, wacker geschlagen und möchte das Potenzial noch einmal zeigen. Daher könnte der finale Erfolg für die Stars um Pascal Hens, die Gille-Brüder, Torsten Jansen, Torhüter Goran Stojanovic und Top-Shooter Kyun-Shin Yoon noch einmal ein hartes Stück Arbeit bedeuten.

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Das wird in Göppingen ein ganz schön hartes Stück Arbeit, die Jungs schauen hoffentlich zu nicht sehr nach Kiel. Wäre ja peinlich bei einer Kieler Niederlage trotzdem nicht Meister zu werden.

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Rollenspieler

Handball Bruno Souzas erste Rückkehr in die zweite Heimat
Angekommen in der neuen Rolle
Der Brasilianer und der Traum, in Göppingen mit dem HSV Meister zu werden.
Von Achim Leon
iHamburg -Man kann Bruno Souza nicht nachsagen, dass er sich für den HSV Hamburg nicht verausgaben würde. Im Training, sagt sein Trainer Martin Schwalb, müsse er den Brasilianer manchmal regelrecht bremsen, damit er seine Kraft nicht verpulvert. Bei den Spielen zeigt Souza seine Emotionen, er ballt die Faust, schreit die Anspannung heraus. Meistens sitzt er dabei auf der Bank. Er sagt, das sei okay so: "Hier geht es nur um die Mannschaft."
Bei Frisch Auf Göppingen, wo er sieben Jahre gespielt hat, bevor er im vergangenen Sommer zum HSV wechselte, war seine Rolle eine andere. "Ich war der Publikumsliebling", erinnert sich der 29-Jährige. Und er war als linker Rückraummann zuständig fürs Torewerfen. 168 waren es in der Spielzeit 2002/03, der ersten nach dem Aufstieg. Souza war damals der zweitbeste Feldtorschütze der Bundesliga, ein Alleinunterhalter.
Nun kehrt er zum ersten Mal wieder in seine zweite Heimat zurück, an die er so viele gute Erinnerungen habe. In letzter Zeit hätten vermehrt Freunde aus jener Zeit angerufen, nicht nur die früheren Teamkollegen Michael Kraus und Michael Schweikardt, mit denen Souza ohnehin regelmäßig telefoniert. Das morgige Spiel aber könnte Souzas schönstes Göppinger Erinnerungsstück werden: wenn der HSV mit einem Sieg tatsächlich deutscher Meister werden sollte, was einen Kieler Punktverlust gegen Nordhorn voraussetzt (der NDR berichtet live ab 14.45 Uhr in einer Konferenzschaltung).
"Das wäre ein Traum", sagt Souza, "aber Kiel hat das Ding eigentlich in der Hand." Schwalb will ihn spielen lassen, sofern es die leicht lädierte Schulter zulässt: "Bruno hat uns zuletzt in wichtigen Spielen geholfen." Gemeint sind die Siege in Lübbecke und gegen Gummersbach, als Pascal Hens schwächelte und der Mann aus Rio in die Bresche sprang. Souza hat hinterher viel Lob eingeheimst, dabei fand er sich selbst gar nicht so toll. Er habe auch Fehler gemacht. Aber, und das sei der Unterschied: Er durfte sie machen, ohne gleich ausgewechselt zu werden.
Meistens muss Souza lange auf seine Chance warten. Wenn er endlich aufs Feld darf, ist ihm das Bemühen anzumerken, es besonders gut zu machen, weil er ahnt, dass ihm wenig Zeit bleibt. Nicht selten geht im Übereifer der Wurf nach hinten los, und, schwupp, sitzt Souza wieder auf der Bank.
Nun scheint es, als würde Souza sein neues Handball-Ich finden. "Bruno ist auf dem richtigen Weg", glaubt Schwalb, "er muss nur etwas stabiler werden." An Toren allein, 40 sind es bislang in dieser Bundesligasaison, will sich Souza nicht mehr messen lassen.
Künftig könnte er verstärkt auf der zentralen Position zum Einsatz kommen. Bruno Souza ist bereit dazu, es sei ihm immer wichtig gewesen, sich weiterzuentwickeln. Deshalb sei es auch keine verlorene Handballsaison für ihn gewesen: "Ich habe bewiesen, dass ich ein Mannschaftsspieler sein kann."

Angekommen in der neuen Rolle

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Donnerstag, 31. Mai 2007

Männerfreundschaften

HSV-HANDBALL
Rivalen im Finale, Freunde im Leben

Das nervenaufreibende Fernduell ihrer Vereine ist bei Torsten Jansen und Dominik Klein kein Thema
NILS WEBER
Beide wollen mit aller Macht den Meistertitel. Aber nur einer wird morgen die silberne Schale in den Händen halten. Einer von ihnen wird nach dem Fernduell jubeln, feiern, der andere enttäuscht sein. Aber beide würden sich auch freuen - für den anderen. Torsten "Toto" Jansen vom HSV und Dominik "Mini" Klein vom THW Kiel: Rivalen im Finale um die deutsche Handballmeisterschaft, Freunde im Leben.
Gleich nach dem letzten Saisonspiel gegen Nordhorn, kündigt Klein an, werde er Jansen anrufen, der dann gerade mit dem HSV in Göppingen gespielt hat. "Einer wird dem anderen gratulieren. Von Herzen. Er gönnt mir den Titel, ich gönne ihm den Titel", sagt der 23-Jährige, der im Nationalteam hinter dem sieben Jahre älteren Jansen die Nummer zwei auf Linksaußen ist. Frei nach dem WM-Song der Höhner: Wenn nicht ich, dann er!
Sticheleien, Sprücheklopferei oder gar Wetten zwischen den beiden gibt es in der sportlich brisanten Situation nicht. Und auch keine bewusste Funkstille. Obwohl sich HSV und THW seit Wochen einen Zweikampf um den Titel liefern, ist der Kontakt zwischen Toto und Mini eng. Anrufe, SMS oder kürzlich ein Besuch von Klein in Hamburg. "Das ist gar kein Problem, denn wir reden überhaupt nicht über den Titelkampf", erzählt Jansen. Nicht etwa, weil das in dieser entscheidenden Phase tabu sei. "Wir reden meist über Privates", erklärt Klein, und Jansen ergänzt: "Unsere Freundschaft ist durch den Handball entstanden, aber getragen wird sie von privaten Interessen."
Vor zwei Jahren haben sich beide bei der Nationalmannschaft kennen gelernt und sind trotz der Konkurrenzsituation dicke Freunde geworden, ein "perfektes Paar" wie Klein befindet. "Der Altersunterschied macht nichts aus", so Jansen.Der Routinier ist für Klein "in vielen Dingen ein absolutes Vorbild". Toto wiederum, der als sehr ruhig gilt, hat sich auf seine "alten Tage" vom Heißsporn die emotionale Spielweise abgeschaut.
Ganz egal wie der Titel-Showdown ausgeht, werden sich die Rivalen zwei Tage später als Teamkollegen treffen. Am Montag empfängt Kanzlerin Angela Merkel das deutsche Weltmeisterteam in Berlin. Eine Woche später macht das DHB-Team samt Partnerinnen Urlaub in Österreich. Toto und Mini werden sich viel zu erzählen haben. Handball wird nur ein Randthema sein.

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Noch nen Interview

Piet Krebs und Uwe Schwenker im Doppel-Interview (handball-world.com)
31.05.07 -Am Samstag kommt es zum Showdown um den Titel zwischen den beiden Nordvereinen aus Kiel und Hamburg. Uwe Schwenker und Piet Krebs, der eine Manager des THW, der andere Geschäftsführer des HSV, geben sich vor dem entscheidenden letzten Spieltag dennoch gelassen. Sowohl Schwenker als auch Krebs freuen sich über eine schon jetzt aus ihrer Sicht äußerst erfolgreiche Saison – die Kieler, weil sie die Champions League gewannen, die Hamburger, weil sie mit dem Gewinn des Europacups der Pokalsieger ihren ersten internationalen Titel einfuhren. Arnulf Beckmann sprach mit den beiden Machern.
Am kommenden Samstag entscheidet sich die Meisterschaft in einem Fernduell zwischen Hamburg und Kiel. Wer hat die bessere Ausgangsposition?
Krebs: Natürlich Kiel. Der THW hat das bessere Torverhältnis und kennt sich damit aus, was es heißt, unter erhöhtem Druck zu stehen. Doch auch der HSV ist mittlerweile gereift genug, um sich in einem schweren Auswärtsspiel die mathematische Chance zu erhalten. Aber die Kieler haben ein Heimspiel. Das ist ein weiterer klarer Vorteil.
Schwenker: Stimmt. Wir spielen daheim, deshalb glaube auch ich, dass wir die bessere Ausgangsposition haben. Aber wir spielen gegen einen starken Gegner vor dem wir großen Respekt haben.
Wie wichtig ist der Umstand, dass der THW sein Spiel daheim austragen darf?
Krebs: Egal, ob im ersten oder im 34. Saisonspiel: Das Heimrecht ist immer ein großer Vorteil. Das beginnt mit den vertrauten Kleiderhaken, geht über die vertrauten Parkplätze und natürlich die eigenen Fans. Kiel wird am Samstag von 10.000 fanatischen Fans nach vorne gepeitscht werden. Das ist ein Riesenvorteil.
Schwenker: Dem ist nichts hinzuzufügen. Das sehe ich genau so.
Unabhängig vom Ausgang: Ist der HSV Hamburg die neue Kraft in Handball-Deutschland?
Schwenker: Für mich gehörte der HSV Hamburg schon vor der Saison zu den ganz großen Titelfavoriten. Die Hamburger selbst haben ein wenig auf Understatement gemacht. Aber das ist künftig vorbei. Sie gehören jetzt automatisch zu den Großen der Liga.
Krebs: Alles was wir bisher gemacht haben, war ein zaghaftes Anklopfen an der Tür der Großen. Aber in dieser Saison haben wir das gezeigt, was der eine oder andere schon lange von uns erwartete. Mit dem Europacupgewinn, mit dem erneuten Erreichen des Final Four und mit einem solchen Saisonfinale haben wir eine wirklich erfolgreiche Spielzeit hinter uns gebracht, die wir uns einrahmen sollten.
Was passiert, wenn Ihr Team Deutscher Meister wird? Ist schon was geplant?
Krebs: Die Chance ist ja nicht so groß, Meister zu werden, deshalb haben wir gar nichts geplant. Außerdem fliegen wir nach unserem Spiel in Göppingen erst am Sonntagmorgen zurück. Insofern hätten wir im Erfolgsfalle noch immer hinreichend Zeit, etwas Großes zu organisieren.
Schwenker: Unabhängig vom Titel wird bei uns am Samstag gefeiert, weil die bislang wohl erfolgreichste Saison dann hinter uns liegt. Schon am Nachmittag werden 15.000 bis 20.000 Fans auf dem Kieler Rathausplatz das Spiel gegen Nordhorn auf der Großleinwand sehen. Gemeinsam mit der Mannschaft können die Fans dann später nach Spielschluss gemeinsam feiern.
Stellen Sie sich vor, Sie dürften beim Gegner wildern, wen würden Sie in Ihr Team holen?
Krebs: Sicher kämen viele in Frage, weil das Team des THW eine extrem hohe Qualität hat. Aber der beste Spieler des THW – da sind sich alle Experten einig – ist Nikola Karabatic. Doch den würde ich erst nach einem kritischen Blick in unsere Festgeldabteilung holen.
Schwenker: Darauf bleibe ich die Antwort schuldig, da ich niemandem zu nahe treten möchte. Außerdem sind wir selbst stark genug besetzt.
Herr Schwenker, sollte der THW Meister werden, hat Ihr Team in dieser Saison alle drei Titel gewonnen und die perfekte Saison gespielt. Was kann man noch verbessern?
Schwenker: Ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft noch mehr Potenzial besitzt. Wir werden das Team weiter ergänzen und verstärken. Wer mich kennt und wer vor allem unseren Trainer Noka Serdarusic kennt, weiß, dass die Motivation groß ist, die Erfolge dieser Saison zu bestätigen. Wir haben uns noch nie auf unseren Lorbeeren ausgeruht.
Herr Krebs, wenn der HSV Hamburg Meister wird, könnte es der Beginn einer neuen Ära sein, oder?
Krebs: Das ist viel zu früh, so etwas zu sagen. Ich kann mir vorstellen, dass wir uns langfristig unter den ersten Drei etablieren werden. Aber die Unterschiede in der Spitze sind so gering, dass es eine Ära eines einzelnen Vereins auf absehbare Zeit nicht mehr geben wird.

HSV Handball: Piet Krebs und Uwe Schwenker im Doppel-Interview (handball-world.com)

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Erster Platz

THW oder HSV? - Das Doppel-Interview
Im spannendsten Saisonfinale seit sieben Jahren wird geklärt, wer deutscher Handball-Meister wird. Chancen haben Titelverteidiger THW Kiel als auch der punktgleiche HSV Hamburg.THW-Geschäftsführer Uwe Schwenker und HSV-Präsident Andreas Rudolph rechnen mit einem erneuten Kieler Triumph. Rudolph stört jedoch, dass der THW so viele Titel holt. Der Champions-League-Sieger aus Schleswig-Holstein ist bereits zwölf Mal deutscher Meister und hat in dieser Saison auch noch den DHB-Pokal erobert.
dpa: Wer wird deutscher Meister?
Uwe Schwenker: 'Da kann ich mich immer nur wiederholen: Ich würde nie gegen unsere Mannschaft wetten.'
Andreas Rudolph: 'Der THW Kiel. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch.'
dpa: Warum hätte Ihr Rivale die Meisterschaft verdient?
Schwenker: 'Das sehen wir ganz sportlich: Wer am Ende Erster ist, hat es auch verdient. Aber wir haben es ja selbst in der Hand, und außerdem war für uns die Saison auch so schon sensationell.'
Rudolph: 'Weil der THW rund 100 Tore mehr hat als wir. Aber wir hätten es genauso verdient. Wir hatten ebenfalls eine grandiose Saison.'
dpa: Was schätzen Sie an Ihrem härtesten Titelrivalen?
Schwenker: 'Das ist einfach eine super Mannschaft, die eine tolle Rückrunde gespielt hat.'
Rudolph: 'Die große Kontinuität und Zuverlässigkeit der Arbeit in Kiel in den vergangenen 15 Jahren. Damit ist Kiel ein Vorbild für alle.'
dpa: Was stört Sie am anderen Verein?
Schwenker: 'Natürlich ist da Rivalität, das gehört auch dazu. Emotionen sind doch im Sport das Salz in der Suppe. Deswegen kann man aber trotzdem respektvoll miteinander umgehen. Ich habe nur die Sorge, dass der HSV total in Abhängigkeit von einer einzelnen Person ist. Die Frage ist: Was passiert, wenn so ein Mäzen sich einmal zurückzieht?'
Rudolph: 'Wir sind Konkurrenten. Da gibt es auch mal einen Tiefschlag. Es stört mich, dass der THW so viele Titel holt. Aber in der Dichte, also in dem kurzem Zeitraum unserer Existenz, sind wir besser.'
dpa: Es heißt, persönlich hätten Sie einige Probleme miteinander.
Schwenker: 'Wir kommen so weit ganz gut zurecht.'
Rudolph: 'Wir haben uns erst kürzlich in meinem Haus auf Mallorca getroffen. Da haben sich die Manager der Top-Clubs über einige Probleme ausgetauscht. Das war ein sehr harmonisches Gespräch. Uwe Schwenker wird unsere Überlegungen der HBL und dem DHB mitteilen.'
dpa: Ihre Teams waren so erfolgreich wie nie. Ist diese Saison noch zu übertreffen?
Schwenker: 'Wie soll man drei Titel noch übertreffen? Mehr kann es nicht geben. Wir haben zwar 1998 schon mal ein Triple gewonnen, aber damals war es 'nur' mit dem EHF-Pokal.'
Rudolph: 'Wir wollen schon noch deutscher Meister werden und auch um den Champions-League-Titel mitspielen. Kiel hat dafür elf, zwölf Jahre gebraucht. Wir wollen nicht so vermessen sein und ankündigen, nächsten Jahr holen wir den Cup. Aber in den nächsten fünf Jahren wollen wir im Finale stehen.'
dpa: Zeichnet sich in der Bundesliga ein Umbruch ab? Werden die Platzhirsche von heute auch morgen noch die dominanten Teams sein?
Schwenker: 'Ja, die werden weiter vorne dabei sein. Kronau wird dazukommen, und wir müssen sehen, was in Magdeburg passiert. Für den Handball ist es eine unheimlich interessante Situation, weil der Sport immer mehr zum Event wird, und der Trend in die großen Städte und Hallen geht.'
Rudolph: 'Kronau wird oben dabei sein. Ansonsten ist die Teilung der Bundesliga weiter vorangeschritten. Wir haben in dieser Saison nicht einmal gegen einen Verein verloren, der in der Bundesliga tiefer als Platz zehn steht.'
dpa: Müssen sich die Mannschaften künftig einen größeren Kader zulegen, um eine Saison zu überstehen?
Schwenker: 'Unser Kader wird nicht größer sein, das ist wirtschaftlich nicht zu stemmen. Die Belastung wird aber immer größer. Nach der kurzen Pause im Sommer werden die Spieler zwei Jahre nahezu ohne Pause durchspielen. Im nächsten Jahr müssen wir unsere Nationalspieler insgesamt vier Monate abstellen. Darüber muss man auch reden. Die Vereine stellen die Spieler ab und tragen zu hundert Prozent das Risiko. Wenn ich mir Ihr Auto ausleihe und eine Beule reinfahre, kann ich auch nicht einfach sagen: Das ist Ihr Auto. Die Verbände haben sich mittlerweile zu Konkurrenten der Vereine entwickelt.'
Rudolph: 'Ein größerer Kader ist nicht zu bezahlen.'
dpa: Bundestrainer Heiner Brand kritisierte unlängst, die Vereine stellen ihre Interessen immer mehr zu Lasten der Nationalmannschaft in den Vordergrund. Hat er Recht?
Schwenker: 'Das ist eine Frage der Perspektive, und er sieht eben auch nur seine Interessen. Ich könnte die ganze Geschichte umdrehen, aber ich bin nicht so populär wie er. Da ist es schwierig, gegen jemand wie Heiner Brand zu argumentieren. Außerdem wäre das nicht der richtige Weg. Wir müssen endlich mal alle an einen Tisch kommen.'
Rudolph: 'Wir können nicht jedes Jahr ein großes Turnier spielen. Die Spieler sind mehr als 150 Tage bei der Nationalmannschaft. Das ist oberhalb der Schmerzgrenze. Wir müssen darauf drängen, dass wir durch den DHB finanziell entschädigt werden, wenn wir Nationalspieler abstellen. Zudem sollte es WM und EM nur alle vier Jahre gegen.'
dpa: Hat die Liga den Handball-Boom durch die WM gut genutzt?Schwenker: 'Der THW ist das absolut schlechteste Beispiel dafür. Hier in Kiel ist der Handball zu Hause, und hier war er vorher schon zu Hause. Woanders ist aber schon eine gewisse Nachhaltigkeit entstanden.'
Rudolph: 'Wir haben im Schnitt 1800 Zuschauer mehr. Wie schwer dabei die WM und wie viel die Erfolge des HSV wiegen, können wir nicht sagen.'dpa: Welche Spieler des Titelrivalen hätten Sie gern in ihren Reihen?
Schwenker: 'Der HSV hat eine Vielzahl guter Spieler, im Moment brauchen wir aber keinen davon. Was soll ich mit einem Pascal Hens, wenn ich einen Nikola Karabatic habe?'
Rudolph: 'Wir sind mit unseren Spielern zufrieden. Aber für Kiels herausragende Saison waren Nikola Karabatic und Thierry Omeyer die Garanten.'
dpa: Wo stehen Sie am Ende der nächsten Saison?
Schwenker: 'Wir werden auch in Zukunft eine gute Rolle spielen.'
Rudolph: 'Hoffentlich einen Platz vor Kiel.'

Sport.de

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Bärenfell

HSV-Handballer planen Meisterfeier

31.05.2007 Die HSV-Handballer (imago) In der Handball-Bundesliga ist einen Spieltag vor Ultimo nur wenig entschieden. Das gab es schon einmal in der Spielzeit 2001/2002, als der THW Kiel und die HSG Nordhorn im Fernduell am 34. Spieltag um den Titel kämpften. Eben jene beiden Mannschaften gehören auch zu zwei von vier Protagonisten am Sonnabend, wenn es zum absoluten Showdown in Sachen Meisterfrage kommt.
Ca. 770 Kilometer liegen dann zwischen Glück und Unglück, wobei die längeren Gesichter wohl in Kiel zu sehen sein wären, wenn der HSV Handball die Zebras auf der Zielgeraden noch abfinge. Der HSV hat mit dem Europapokalsieg und der sicheren Vizemeisterschaft zum jetzigen Zeitpunkt bereits mehr erreicht, als vor Saisonbeginn zu träumen gewagt. „Dass wir am letzten Spieltag noch die Möglichkeit haben, Deutscher Meister zu werden, hätte vor der Saison auch niemand geglaubt“, verriet HSV-Coach Martin Schwalb auf der Pressekonferenz nach dem Lemgo-Sieg am vergangenen Sonnabend.

Schafft Nordhorn die Sensation in Kiel?

Natürlich hoffen Hamburgs Handballfans am Sonnabend auf eine Glücksgöttin Fortuna, die ihr Herz in Rautenform trägt. Erledigt der HSV seine Hausaufgaben bei Frisch Auf Göppingen mit einem Sieg, so hoffen über 150 mitgereiste HSV-Fans in der ausverkauften Göppinger Hohenstaufenhalle sowie die daheim gebliebenen Anhänger auf die Sensationsnachricht aus Kiel, wo die HSG Nordhorn dem Titelverteidiger mindestens einen Punkt abknöpfen müsste, damit das Meisterlachen am Ende in den Hamburger Gesichtern leuchtet. Für Nordhorn geht es immerhin noch um die Qualifikation zur Champions League.


Wiedersehensfreude bei Bruno Souza

Für die Mannschaft des Traditionsvereins Frisch Auf ist die Saison gelaufen, da es am letzten Spieltag in der Tabelle weder auf- noch abwärts gehen wird. Der zehnte Platz ist fest eingemeißelt. Im Hinspiel besiegte der HSV die Schwaben in der Color Line Arena mit 35:29.Für Bruno Souza wird es eine Reise in die Vergangenheit. Von 1999 bis 2006 spielte der Brasilianer bei Frisch Auf Göppingen. Souzas Traum ist es, in seiner alten Heimat die Meisterschale entgegenzunehmen.

Im Erfolgsfall lädt die Stadt Hamburg auf den Rathausmarkt

Die Entscheidung um die Deutsche Meisterschaft fällt erst am allerletzten Spieltag. In der Lostrommel für den Titelgewinn 2007 befinden sich lediglich noch der HSV Handball und der THW Kiel.

Gibt Spitzenreiter THW Kiel am Sonnabend auf heimischen Terrain einen Punkt gegen die HSG Nordhorn ab und bringt der HSV zwei Punkte aus Göppingen mit nach Hamburg, dann wird Sonntagmittag der Hamburger Rathausmarkt zum Treffpunkt für alle Hamburger Sportfans.

Um 8.20 Uhr landet das Team des HSV auf dem Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel. Die Stadt Hamburg lädt im Erfolgsfall zu einem Senatsempfang im Rathaus. Und ganz Hamburg möchte im Falle der Sensation mit ihren Handball-Helden feiern: so haben sich spontan auch Hamburgs Ikonen Lotto King Karl & Carsten Pape mit ihrem Musikprogramm angesagt. Daneben halten Vince Bahrdt (Orange Blue) und Lotto im Falle der Meisterschaft ein paar ganz besondere Überraschungen für Fans und Mannschaft bereit.HSV-Radiopartner Oldie 95 würde auf einer Show-Bühne in Person von HSV-Arena Sprecher Dirk Hartkopf ab 10.30 Uhr die Menge begrüßen. Lotto & Pape haben sich für 11.30 Uhr zum ersten Auftritt angekündigt. Gegen 12 Uhr würde die Mannschaft dann im Rathaus empfangen werden. Die Stadt Hamburg und der HSV rechnen für den Fall, dass der HSV Handball Deutscher Meister wird, mit über 10.000 Zuschauern und Fans auf dem Rathausmarkt.

Hamburg 1 - DER FERNSEHSENDER FÜR HAMBURG - HSV-Handballer planen Meisterfeier

Eigentlich soll man ja Bärenfelle nicht vorher zerlegen, aber bei Zebrasfellen kann man ja mal ne Ausnahme machen.

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Endschnell

Handball: HSV Hamburg - Meister der zweiten Halbzeit
HAMBURG -Das Gerede von den überlasteten Kielern ist Martin Schwalb leid. "Meine Mannschaft war doch in dieser Saison noch stärker beansprucht als der THW", sagt der Trainer der HSV-Handballer und macht diese überraschende Erkenntnis an der WM fest: "Kiels Schweden haben ja gar nicht mitgespielt."

Ja, die Belastung. "Es wird Zeit, dass die Saison vorbei ist", findet Schwalb. Ein Spiel ist es noch, und es könnte ein denkwürdiges werden. Mit einem Sieg am Sonnabend, 15 Uhr bei Frisch Auf Göppingen wäre der HSV deutscher Meister, wenn zeitgleich die HSG Nordhorn mitspielt und mindestens einen Punkt aus der Kieler Ostseehalle entführt (der NDR berichtet live ab 14.45 Uhr in einer Konferenzschaltung).Im Endspurt zum nicht mehr für möglich gehaltenen Triumph - es wäre typisch für den HSV der Saison 2006/07. In sämtlichen sieben Spielen nach dem Europacupsieg vor einem Monat hatte die Mannschaft teilweise deutliche Rückstände zu verkraften - und ging, mit Ausnahme der Niederlage bei Kronau/Östringen, am Ende doch stets als Sieger von der Platte. In der Bundesliga-Tabelle für die zweite Halbzeit ist man mit 57:9 Punkten schon jetzt nicht mehr von der Spitze zu verdrängen.Je später die Stunde, desto besser der HSV - ein Meister der zweiten Halbzeit. "Die Jungs haben eben einen unglaublichen Siegeswillen", sagt Schwalb, "sie sind körperlich topfit und in der Lage, Fehler des Gegners, die sich in jedem Spiel irgendwann einmal einstellen, gnadenlos auszunutzen."Solche Comebacks allerdings kosten Kraft. Womit wir wieder bei der Belastung wären. Sie konnten die Kieler, obwohl personell arg dezimiert, ebendadurch in Grenzen halten, dass sie ihre Spiele früh entschieden. Bei 30 seiner 33 Spiele lag der Champions-League- und DHB-Pokal-Sieger zur Halbzeit vorn, der HSV dagegen nur 22-mal.Einen deutlichen Vorsprung herauszuwerfen und sich auf dessen Verwaltung zu beschränken, das ist eine der wenigen Qualitäten, die man bei diesem HSV vermissen kann. "Wir müssen noch zu hart für unsere Punkte arbeiten", räumt Schwalb ein, "es fehlt uns ein Stück Souveränität, um Spiele über die gesamte Spielzeit zu dominieren."Des Trainers Forderung für die nächste Saison: "Unsere Siege müssen noch selbstverständlicher werden."# Der HSV hat den 2008 auslaufenden Vertrag mit Weltmeister Torsten Jansen bis 2012 verlängert. "Ich freue mich, dass der Verein langfristig mit mir plant. Die Perspektiven mit unserem Team sind fantastisch", sagte der 30 Jahre alte Linksaußen, der seit 2003 in Hamburg spielt. Auch Sportchef Christian Fitzek zeigte sich zufrieden: "Damit haben wir einen weiteren Mosaikstein für ein tolles Team hinzugefügt." Jansen ist nach Pascal Hens und Krzysztof Lijewski (jeweils bis 2011) der dritte Leistungsträger, der langfristig gebunden wurde.

Handball: HSV Hamburg - Meister der zweiten Halbzeit

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Bekennerschreiben gefordert

INTERVIEW UWE SCHWENKER
"Der HSV hätte den Titel genauso verdient"
THW-Manager über Nervenflattern, den Rivalen und die Macht der Tore

NILS WEBERSein THW hat vor dem Titel-Showdown leicht die Nase vorn. Zwei Tage vor Kiels Endspiel gegen Nordhorn sprach die MOPO mit Manager Uwe Schwenker.
MOPO: Spürt der THW den heißen Atem des HSV im Nacken?
Schwenker: Ach was! Wir sind ganz entspannt und gucken nur auf uns. Wir sind Tabellenführer und haben ein Heimspiel. Was der HSV in Göppingen macht, ist für uns unwichtig.
MOPO: Beim HSV hofft man, dass der THW nach dem 36:41 in Flensburg einen "Knacks" gekriegt hat. Flattern die Nerven?
Schwenker: Nee, nee, da braucht sich der HSV keine Hoffnung zu machen. In Flensburg kann man immer verlieren. Es ist doch nichts passiert. Wir haben es nach wie vor in der Hand. Ich glaube an meine Jungs. Die werden alles geben. Die sind noch hungrig und wollen nochmal richtig feiern. Wenn wir das jetzt nicht schaffen, dann haben wir den Titel auch nicht verdient.
MOPO: Hätte der HSV Ihrer Meinung nach den Titel verdient?
Schwenker: Der HSV hat eine Super-Rückrunde gespielt und hätte den Titel genauso verdient wie wir. Die sind eine Topmannschaft. Ich würde mir wünschen, dass sie sich künftig auch dazu bekennen.
MOPO: Wie meinen Sie das?
Schwenker: Schon vor dieser Saison hat Noka (Serdarusic, THW-Trainer, d. Red.) gesagt, dass der HSV ein großer Konkurrent im Kampf um den Meistertitel ist. Die HSV-Verantwortlichen haben das heruntergespielt. Bei solch einem Kader sollte man den Mut haben, zu sagen: Ja, wir wollen den Titel. Alles andere ist unglaubwürdig. In den nächsten Jahren wird der HSV immer um den Meistertitel mitspielen.
MOPO: Es gilt als besonders bitter, aufgrund des Torverhältnisses einen Titel zu verpassen.
Schwenker: Natürlich ist das auf der einen Seite enttäuschend, weil es so knapp aussieht. Auf der anderen Seite kann man mal sehen, wie entscheidend das Torverhältnis sein kann. Das darf man nicht kleinreden. Es hat nichts mit Glück zu tun, sondern resultiert aus unserer Spielweise. Wir haben uns diesen Vorteil über die ganze Saison erarbeitet.

Hamburger Morgenpost - www.mopo.de - Sport HSV-Handball

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Mittwoch, 30. Mai 2007

Entspannungsübungen

Handball Kiels Manager Uwe Schwenker über den Titelkampf
"Wir sind völlig relaxt"

ABENDBLATT: Herr Schwenker, nach dem Champions-League-Sieg haben es Ihre Spieler abgelehnt, dem HSV die Meisterschaft zu überlassen. Haben sie es sich anders überlegt?-Anzeige-Click here to find out more!
UWE SCHWENKER: Warum sollten sie? Flensburg ist die heimstärkste Mannschaft der Liga, dort kann man immer verlieren, auch wenn man nicht wie wir nur acht Spieler zur Verfügung hat. Wir sind völlig relaxt.
ABENDBLATT: Sie gehen punktgleich mit dem HSV ins letzte Saisonspiel. Spüren Sie Druck?
SCHWENKER: Wir können doch nur gewinnen! Schon der Champions-League-Sieg war bei der Personallage eine Sensation. Danach hatten wir zwar zwei Punkte mehr als Hamburg, aber das schwerere Restprogramm und der HSV einen kompletten Kader. Jetzt sind wir optimistisch. Das letzte Spiel gegen Nordhorn ist zwar eine schwere Aufgabe, aber man muss uns zu Hause auch erst mal schlagen. Die nötige Souveränität müsste die Mannschaft nach den Erfolgen im DHB-Pokal und in der Champions League haben.
ABENDBLATT: Sie sind mit einem verhältnismäßig kleinen Kader in die Saison gegangen . . .
SCHWENKER: . . . ich begreife gar nicht, warum das immer so dargestellt wird! Wir waren, bis auf eine Linkshänderposition, durchgehend doppelt gut besetzt. Welche andere Mannschaft hat schon fünf Langzeitverletzte zu beklagen? Stellen Sie sich nur vor, beim HSV würden die Gilles, Yoon und Hens monatelang ausfallen: Was könnte man von so einer Mannschaft denn noch erwarten? Dieses Pech war einzigartig. Die Verletzungen sind auch nicht auf Überlastung zurückzuführen, es waren ausnahmslos Unfälle.
ABENDBLATT: Wären die Erfolge auch ohne sie möglich gewesen?
SCHWENKER: Die Nackenschläge haben die Mannschaft auf jeden Fall zusammengeschweißt. Einige spielen zwar nicht auf ihrer angestammten Position. Aber allen ist bewusst, wie wichtig es ist, eine gute Leistung zu zeigen.
ABENDBLATT: Bisher war Flensburg Ihr großer Rivale. Müssen Sie sich künftig mehr Richtung Süden orientieren?
SCHWENKER: Grundsätzlich: Ich finde es gut, wenn der Handball im Norden hochgehalten wird. Flensburg ist zwar im Umbruch, man sollte sie aber auf keinen Fall abschreiben. Und mit dem HSV Hamburg haben wir von Anfang an gerechnet. Er wird auch im nächsten Jahr eine herausragende Rolle spielen.
ABENDBLATT: Der Trend scheint in die Großstädte zu gehen. Der HSV ist schon Bundesligaspitze, Berlin aufgestiegen, Gummersbach trägt vorerst alle Heimspiele in Köln aus, Stuttgart ist im Kommen. Wie kann sich eine Stadt wie Kiel im Konzert dieser Großen dauerhaft behaupten?
SCHWENKER: Einige Mitbewerber haben im Moment sicher größere wirtschaftliche Möglichkeiten, wenn ich etwa an Mannheim denke mit der SAP im Hintergrund. Aber man darf Kiel nicht unterschätzen: Da fiebert und leidet eine ganze Region mit dem THW. Handball ist in Kiel ein bisschen zu Hause. In Hamburg ist der Fußball dominant mit dem HSV und dem FC St. Pauli, dann gibt es noch die Sea Devils und die Freezers. Bei uns wird Handball gelebt.
ABENDBLATT: Ist das ein Pfund, mit dem Sie bei Vertragsverhandlungen wuchern können?
SCHWENKER: Absolut. Deswegen sagt sich doch ein Spieler wie Nikola Karabatic: Warum soll ich weggehen? Volles Haus, keine starken Konkurrenzsportarten - das ist die geilste Stadt der Welt, um Handball zu spielen.
ABENDBLATT: Er könnte woanders mehr verdienen . . .
SCHWENKER: Sicher. Aber keine Sorge, er verdient auch in Kiel ganz gut. Nur wegen der jodhaltigen Luft kommt keiner zum THW.

"Wir sind völlig relaxt"

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Dienstag, 29. Mai 2007

Geschenke?

NORDHORN VERSPRICHT Wir werden Hamburg helfen-
Spannung vor dem irren Meister-Finale am Sonnabend
HSV braucht Schützenhilfe - Boss Rudolph lockt mit Geschenk für Kiels Gegner / Wird Glandorf der Held?

DIRK HOFFMANN
Die Spannung steigt. Noch drei Tage bis zum letzten Spieltag. Wer macht das Meister-Rennen? Top-Favorit Kiel oder doch der punktgleiche HSV? Die Hamburger brauchen Schützenhilfe - und die wird ihnen auch versprochen!
Einen eigenen Sieg in Göppingen vorausgesetzt, muss der Tabellenzweite hoffen, dass dem HSG Nordhorn eine Überraschung in der Ostseehalle (beide Spiele live ab 15 Uhr im NDR) gelingt. Der Tabellenfünfte hat noch vage Chancen, Platz vier und damit die Qualifikation für die Champions League zu erreichen. Manager Bernd Rigterink: "Wir fahren dahin, um zu gewinnen. Ich hätte nichts dagegen, wenn der HSV Meister wird. Hochachtung vor dem, was in Hamburg geleistet wird."
Auch Nationalspieler Holger Glandorf bläst zur Attacke gegen die Zebras: "Wir werden alles versuchen, um in Kiel zu gewinnen. Wenn die Siegchance da ist, wollen wir sie nutzen." Der Linkshänder ist mit 212 Toren hinter HSV-Torroboter Kyung-Shin Yoon (236 Treffer) Zweiter der Bundesliga-Torschützenliste und könnte zum entscheidenden Mann werden. HSV-Linksaußen Toto Jansen glaubt ohnehin an Nordhorn: "Selbst wenn die mit sieben oder acht Toren hinten liegen, sind die noch nicht besiegt. Das ist eine ganz gefährliche Mannschaft."
Glandorf stimmt zu: "Ja, in der Rückrunde lagen wir häufiger zur Pause deutlich zurück und haben das Spiel dann noch umgebogen. Das spricht für unsere Moral und den guten Fitnesszustand." Der 23-Jährige, der sich im November mit HSV-Sportchef Christian Fitzek zu ersten Sondierungsgesprächen getroffen hatte, sagt über seine Zukunft: "Ich entscheide am Ende des Jahres, was ich 2008 mache. Der HSV bleibt definitiv eine Option."
Doch auch vorher könnte er den Hamburgern schon einen Gefallen tun. Am Sonntag ab 15 Uhr in der Ostseehalle. HSV-Boss Andreas Rudolph: "Wenn Nordhorn uns zum Meister macht, werden wir uns ein schönes Geschenk für die HSG ausdenken."

Hamburger Morgenpost - www.mopo.de - Sport HSV-Handball

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Bring das nicht Unglück?

Die "Zebras" haben schon die Meisterfeier vor 20000 Fans geplant
NILS WEBER
Alles ist gerichtet, damit der THW Kiel am Sonnabend das angestrebte historische "Triple" gebührend feiern kann. "Es wird eine große Fete geben", kündigt THW-Manager Uwe Schwenker drei Tage vor dem letzten Saisonspiel gegen die HSG Nordhorn an.
Mit 20000 Zuschauern beim Public Viewing auf dem Rathausplatz der Landeshauptstadt, wo im Anschluss an das Spiel auf der NDR-Bühne und dem Rathausbalkon wie üblich die Meisterfeier steigen soll, rechnen die Kieler. Die 13. in der Vereinsgeschichte.
Gefeiert wird in jedem Fall - selbst wenn der THW auf der Zielgeraden den Titel verspielen sollte. "Es ist so oder so durch den Pokalsieg und den Champions-League-Sieg die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte", so Schwenker. "Aber wir wollen natürlich unbedingt mit unseren Fans das historische Triple feiern."

Hamburger Morgenpost - www.mopo.de - Sport HSV-Handball

Naja, uns solls recht sein wenn die ganzen Kieler heulend auf dem Rathausmarkt sitzten.

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Montag, 28. Mai 2007

Temposünder

Der Traum vom Titel geht weiter
"Danke für eine tolle Saison!" hieß es auf einem Spruchband, das die Fans des HSV Handball ihren Lieblingen nach dem 33:28-Heimsieg gegen den TBV Lemgo präsentierten.
Es lag schon sehr viel Endgültiges in dieser Aussage – gerade vor dem Hintergrund, dass erst 33 von 34 Spieltagen absolviert waren. Vielleicht kam die Danksagung der HSV-Fans ein bisschen zu früh.
Danke für eine tolle Saison!“ hieß es auf einem Spruchband, das die Fans des HSV Handball ihren Lieblingen nach dem 33:28-Heimsieg gegen den TBV Lemgo präsentierten. Es lag schon sehr viel Endgültiges in dieser Aussage – gerade vor dem Hintergrund, dass erst 33 von 34 Spieltagen absolviert waren und die Mannschaft von HSV-Trainer Martin Schwalb zum Tabellenführer THW Kiel (36:41 bei der SG Flensburg-Handewitt) nach Punkten (56:10) aufgeschlossen hatte.
Rudolph: „Dieses Team macht mächtig stolz"
Vielleicht kam die Danksagung der HSV-Fans ein bisschen zu früh. Nach den Ergebnissen vom Sonnabend ist die Hoffnung darauf, dass aus einer tollen Saison doch noch eine sensationelle werden könnte, ein klein wenig größer geworden. „Der Traum vom Gewinn der Meisterschaft geht weiter“, sagte Nationalspieler Pascal Hens. Sechs seiner Mitspieler wurden am Sonnabend verabschiedet. Für den 41 Jahre alten Torhüter Goran Stojanovic (ab nächster Saison Assistenz- und Torwarttrainer beim HSV), Thomas Knorr (Spielertrainer VfL Bad Schwartau), Roman Pungartnik (VfL Gummersbach), Igor Lavrov (nach Russland) sowie Hanno Holzhüter und Tobias Mahncke (beide VfL Bad Schwartau) war es das letzte Heimspiel.Im letzten Saisonspiel am nächsten Sonnabend sind die Hamburger auf fremde Hilfe angewiesen, damit der Traum vom erstmaligen Gewinn der Meisterschaft auch Wirklichkeit wird. Dank des um 96 Treffer besseren Torverhältnisses hält der THW Kiel alle Trümpfe in der Hand. Siegen die „Zebras“ in der Ostseehalle gegen die HSG Nordhorn, sind sie erneut Meister. Der HSV steht zeitgleich in der Pflicht, sein Spiel bei Frisch Auf Göppingen zu gewinnen, damit er seinen Teil zum Zustandekommen der Sensation beiträgt. N3 überträgt am Sonnabend ab 15 Uhr beide Spiele in einer Konferenz.„Die Chancen stehen nicht ganz so gut für uns. Ich glaube nicht, dass sich der THW diese Chance in eigener Halle nehmen lässt“, sagte Torsten Jansen. Im nächsten Atemzug folgte eine Mut machende Einschränkung. „Allerdings ist Nordhorn auch immer mal für eine Überraschung gut. Die HSG will ja auch noch in die Champions League. Und warum sollten die auch nicht mal in Kiel gewinnen“, fügte Jansen hinzu. Überzeugt klang er dabei allerdings nicht.
Kiel hat nur ein Heimspiel verloren, am 6.September mit 37:39 gegen Gummersbach. Beim THW ist die Zuversicht groß, dass das Triple aus DHB-Pokalsieg, Champions League und Meisterschaft gelingen wird. Henning Fritz: „Wir spielen zu Hause und haben es selbst in der Hand. Es wird eine Kopfsache, aber mit Sicherheit nicht zum Negativen für uns.“Martin Schwalb wünschte sich etwas Demut. „Dass wir am letzten Spieltag noch die Möglichkeit haben, Meister zu werden, hätte vor der Saison niemand geglaubt. Wir wollen Schritt für Schritt nach vorne“, sagte er. Mit einem Augenzwinkern fügte er an: „Aber es würde uns natürlich freuen, wenn es ein bisschen schneller geht.“

WELT ONLINE - Der Traum vom Titel geht weiter - Nachrichten Hamburg

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Das kotzende Zebra

"Jetzt ist das Rennen offen"
Sieg gegen Lemgo und Flensburger Schützenhilfe nährt die Titelhoffnungen / »Kiel kriegt Flattern«
DIRK HOFFMANN, NILS WEBER
Der HSV hat Witterung aufgenommen, die Jäger haben die Beute wieder in Sichtweite: die Meisterschale. Im spannendsten Titelrennen seit sieben Jahren haben die Hamburger durch einen verdienten 33:28-Sieg gegen den TBV Lemgo nach Punkten zum Spitzenreiter THW Kiel aufgeschlossen, der in Flensburgs "Hölle Nord" mit 36:41 verglühte.
Das letzte Heimspiel der Saison vor 12568 Zuschauern in der ausverkauften Color Line Arena stand eigentlich im Zeichen des Abschieds - doch beim HSV herrschte nach dem umjubelten Sieg Aufbruchsstimmung."Jetzt ist das Rennen offen", lautete die Kampfansage von Pascal Hens in Richtung Kiel. Der Champions-League-Sieger empfängt zum Saisonfinale am Sonnabend die HSG Nordhorn, der HSV tritt beim Tabellenzehnten Göppingen an.Die Hamburger haben neue Hoffnung geschöpft, die sich aus der klaren Niederlage der "Zebras" nährt. So viele Gegentore hat der THW noch nie kassiert. "Vielleicht haben die einen Knacks gekriegt", hofft Präsident Andreas Rudolph.
Youngster Krzysztof Lijewski, der sich bei seinem für Flensburg spielenden Bruder Marcin für die Schützenhilfe bedankte, taxiert die Chancen des HSV selbstbewusst auf 50:50. "Ich bin optimistisch. Der Druck lastet auf Kiel."THW-Manager Uwe Schwenker nimmt ihn an. "Damit gehen wir ganz locker um", behauptet er. Anders Trainer Noka Serdarusic, der ungewohnt scharf seine Stars Karabatic und Zeitz attackierte: "So wie die beiden geworfen haben, hätte das jeder gehalten." Lockerheit klingt anders.Auch deshalb glaubt Toto Jansen: "Kiel kriegt das Flattern." Er hält einen Ausrutscher des THW für möglich. "Man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen." Warum also nicht Zebras vor der Ostseehalle?

Hamburger Morgenpost - www.mopo.de - Sport HSV-Handball

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Kein Bier auf ...

Ohne Bestechung ins Herzschlagfinale
Hamburg/München - Herzschlagfinale in der Bundesliga: Tabellenführer THW Kiel und Hamburg können am letzten Spieltag noch Meister werden.
Der HSV muss aufgrund der schlechteren Tordifferenz auf einen Ausrutscher des amtierenden Meisters hoffen."Die spannende Konstellation ist für die Bundesliga natürlich klasse", sagte Hamburgs Trainer Martin Schwalb gegenüber Sport1.de.
Während der HSV beim Tabellen-Zehnten Frisch Auf Göppingen gastiert, empfängt Kiel die fünftplatzierte HSG Nordhorn, die noch Champions-League-Ambitionen hegt."Wir wünschen Nordhorn viel Glück auf ihrem Weg in die Champions League", flachste Schwalb.
Kein Bier für Nordhorn
Anrufe nach Nordhorn, um eine Bier-Prämie auszuhandeln, werde es aber nicht geben.Die Chancen, dass Kiel nach der Niederlage am vorletzten Spieltag gegen Flensburg-Handewitt nun erneut stolpert, schätzt der ehemalige Nationalspieler aber gering ein."Nordhorn hat zwar eine gute Mannschaft, doch ich denke, Kiel hat die Meisterschaft mit einem Heimspiel am letzten Spieltag relativ sicher." Optimistischer sind dagegen seine Schützlinge: "Theoretisch ist der Titel für uns noch möglich", meinte Torsten Jansen. "Der Traum geht weiter", freute sich auch Pascal Hens.
Gelassenheit in Kiel
Beim amtierenden Meister gibt man sich trotz des Ausrutschers in Flensburg gelassen."Jetzt haben wir zwar den Druck, aber damit gehen wir ganz locker um", erklärte THW-Manager Uwe Schwenker.
Weniger entspannt zeigte sich hingegen Coach Noka Serdarusic. Er kritisierte nach der Partie gegen Flensburg öffentlich seine Rückraumspieler Nikola Karabatic und Christian Zeitz."So wie die beiden geworfen haben, hätte das jeder gehalten."
Konzentration auf GöppingenIn Hamburg will man sich derweil ganz auf das eigene Spiel gegen Göppingen konzentrieren."Das wird schwer genug", warnt Schwalb.
Bereits vor dem entscheidenden Spieltag zieht er aber eine positive Bilanz."Wir haben mit einer sensationellen Serie von 22 Ligaspielen ohne Niederlage, dem Europa-Pokal-Sieg und der Teilnahme am Final-Four eine tolle Saison gespielt. Aber das Schönste an der ganzen Sache ist, dass wir nächstes Jahr in der Champions-League dabei sind."
Hamburg feiert in jedem FallEine gebührende Saison-Abschluss-Party wird nach dem letzten Spiel auch stattfinden, falls es mit dem Double nicht klappen sollte."Wir werden nach dem Spiel zusammenzusitzen und ein bisschen feiern, egal wie es am Samstag ausgeht", sagt Schwalb.Und: "Wenn es denn eine Meisterfeier werden sollte, kann man sicher sein, dass Hamburg damit nicht überfordert wäre."

Ohne Bestechung ins Herzschlagfinale - Handball | Bundesliga | Sport1.de

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