Samstag, 29. September 2007

Härtetest

Die zwei Gesichter der Unbesiegten

HAMBURG -

Den Handball nahmen sie am Freitag nicht in die Hand, die Spieler des HSV Hamburg und der SG Flensburg-Handewitt. Sie mussten erstmal ihren Einstand in der ersten Gruppenphase der Champions League verkraften.

Und das fiel den Hamburgern nach ihrer Königsklassen-Premiere beim 35:26 in Alsterdorf gegen die Dänen aus Viborg leichter als den Flensburgern nach deren 26:34 (14:13) in der Campushalle gegen Spaniens Meister Ciudad Real. Frust an der Förde. Freude in Hamburg?

"Die Flensburger haben einen schlechten Tag erwischt", sagte HSV-Kapitän Guillaume Gille (31), der die Wiederholung der Partie am Freitagmorgen auf Eurosport gesehen hatte. Der Franzose: "Die Niederlage macht sie noch gefährlicher, weil sie eine Reaktion zeigen wollen."

Und die muss aus - Förde(raler)-Sicht - ausgerechnet in Hamburg folgen: am Sonntag (15 Uhr) beim Bundesligaspitzenspiel in der Color-Line-Arena. In der ist der Vizemeister gegen Flensburg seit 2002 ungeschlagen. In dieser Saison ist dies das Team von HSV-Coach Martin Schwalb ebenso wie das des schwedischen SG-Trainers Kent-Harry Andersson. Und nur ein Grund, weshalb erstmals seit dem 17. März die Schwelle von 10 000 Besuchern durchbrochen ist - das 33:31 gegen Flensburg erlebten damals 12 807 Handball-Fans mit.

Was sie am HSV-Ensemble haben, war beim Champions-League-Einstand teilweise zu sehen: druckvolles Spiel, individuelle Klasse (Bundesliga-Torschützenkönig Kyung-Shin Yoon) und zwei Torhüter - im Fall Viborg der Schwede Per Sandström mit 40 Prozent parierter Bälle -, die hohen internationalen Ansprüchen genügen. "Die Vorwärtsbewegung hat mir nicht so gefallen", hatte Schwalb nach der Partie schon mit dem Flensburg-Spiel im Hinterkopf moniert.

Jedoch konnte der HSV-Trainer seine erste Garnitur um die Weltmeister Johannes Bitter (Tor), Torsten Jansen und Pascal Hens schonen, während Flensburgs Coach nach der Pleite gegen den "Königsklassen"-Sieger von 2006 sein Erinnerungsvermögen kaum bemühen mochte: "Die zweite Hälfte wollen wir so schnell wie möglich vergessen."

Dabei hatte der Vorjahresdritte beim 37:32-Bundesligasieg gegen Meister THW Kiel sein zweites, teils neues Gesicht gezeigt. Mit einem Etat von fünf Millionen Euro reicht die SG nicht an Kiel und Hamburg (je 6,5 Mio.) heran, jedoch hat das dänischste aller deutschen Teams - in Andersson Mannschaft stehen sechs Akteure des WM-Dritten - intern Rekordniveau erreicht. Indes: Geld vermeidet keine Verletzungen: Der isländische Rückraumspieler Einar Holmgeirsson, einer von vier Neuzugängen, fällt mit Muskelabriss im linken Oberschenkel wie Rechtsaußen Sören Stryger (Gelenk-Operation) länger aus.

Trotz der Ungewissheit um Strygers dänisches Pendant Hans Lindberg (Bänder- und Kapseldehnung) ist der HSV gut aufgestellt: Weltmeister Stefan Schröder brennt nach seiner Rot-Sperre im Europacup. Sogar ein Comeback Guillaume Gilles im Spielaufbau und Mittelblock ist zwei Wochen nach seiner schweren Oberschenkelzerrung nicht ausgeschlossen: "Wenn ich in der Lage bin, etwas für die Mannschaft zu bringen", sagte Gille. An diesem Sonnabendvormittag will er deshalb beim Training in Ochsenzoll wie die Mitspieler wieder den Ball in die Hand nehmen - als Test für den Härtetest.
Die zwei Gesichter der Unbesiegten

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Fahrt aufnehmen

Wir bügeln Flensburg weg!
Morgen steigt der Nord-Knaller / Beide Teams ungeschlagen / Torjäger Yoon: "Wir sind Favorit"

DIRK HOFFMANN, LARS ALBRECHT

Der Optimismus kennt bei den HSV Handballern vor dem morgigen Bundesliga-Hit gegen die SG Flensburg-Handewitt (15 Uhr, Color Line Arena) keine Grenzen. Einhelliger Tenor: Die bügeln wir weg!

Plopp! So einfach wie die Flens-Flasche mit dem Bügelverschluss zu öffnen ist, so einfach ist die Argumentation der Hamburger. Superstar Pascal Hens (morgen Gast im Sportclub des NDR Fernsehen, 22.45 Uhr) erklärt: "Wir haben gegen die Rhein-Neckar Löwen schon einen Punkt abgegeben. Das reicht." Auch Bertrand Gille ist voller Selbstvertrauen: "Zu Hause müssen wir alle Teams schlagen. Wenn die Deckung steht und wir schnell nach vorne spielen, haben wir sehr gute Chancen." Und Kyung-Shin Yoon, der langsam wieder in Fahrt kommt und beim 35:26 in der Champions League gegen Viborg bester Torschütze war (acht Treffer), sagt klipp und klar: "Wir sind Favorit. Wir haben 11000 Fans im Rücken. Wir müssen das Spiel gewinnen."

Zu Hause hat der HSV noch nie gegen Flensburg verloren. Und die SG ist beim 26:34 gegen Ciudad Real alles andere als gut in die Königsklasse gestartet. "Die zweite Halbzeit war einfach nur peinlich", gibt Linksaußen Lars Christiansen zu. Auch wenn HSV-Coach Martin Schwalb glaubt, dass die Niederlage keine Auswirkungen aufs Nervenkostüm der Gäste haben wird - bessere Vorzeichen kann es für den Vizemeister im Duell der beiden einzigen ungeschlagenen Teams der Liga nicht geben.

Also ran, Jungs, bügelt die Flensburger weg!
Wir bügeln Flensburg weg!

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Bruderkampf

"Wir siegen und werden Meister"
HSV gegen Flensburg, das heißt auch Lijewski gegen Lijewski

DIRK HOFFMANN

"Es ist immer etwas Besonderes, gegen meinen großen Bruder zu spielen", sagt der Hamburger Krzysztof (24) vor dem Duell mit Marcin (30).

Ab 2009 gehen die Polen zusammen für den HSV auf Torjagd (MOPO berichtete exklusiv). "Zloty", wie der Hamburger gerufen wird: "Damit wird ein Traum von uns beiden und unseren Eltern wahr. Jetzt müssen sie nicht ständig überlegen, ob sie nach Hamburg oder Flensburg zu einem Spiel fahren."

Papa Eugeniusz und Mama Lucja sind seit gestern in Hamburg, sitzen morgen auf der Tribüne. Krzysztof: "Wenn der HSV gewinnt, ist mein Vater zu 50 Prozent glücklich und zu 50 Prozent unglücklich - wegen Marcin. Wenn wir Remis spielen, ist er unglücklich, weil das Kiel hilft ..."

Und wer siegt nun in dem Spiel (wird in Polen gezeigt)? "Wir. Und wir werden Meister." Sagt der "kleine" Lijewski.
"Wir siegen und werden Meister"

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Freitag, 28. September 2007

Schick gemacht

Eine Premiere ohne Nervenkitzel
HSV Handball setzt sich in der Champions League souverän gegen Viborg durch. Rudolph fordert von seiner HSV-Mannschaft am Sonntag, beim Bundesliga-Topspiel gegen Flensburg-Handewitt, nicht weniger als einen Sieg.
Christian Fitzek hatte es sich in der Alsterdorfer Sporthalle längst gemütlich gemacht, so ganz allein in der ersten Reihe. Die Beine hatte der Sportchef des HSV Handball weit ausgestreckt, sein linker Arm umfasste lässig die Rückenlehne des freien Sitzplatzes neben ihm, und seinen Körper hatte er leicht auf die Seite gedreht. Fitzek lag mehr auf seinem Schalensitz, als dass er saß. Er sah fast aus wie ein Urlauber an der Cote d'Azur, der sich auf seiner Sonnenliege etwas aufgerichtet hatte und das Treiben um ihn herum verfolgte.
Bemerkenswert souverän
Von Anspannung war bei Christian Fitzek, genauso wie bei den 2353 Zuschauern in der nur halb gefüllten Sporthalle, nichts zu erkennen gewesen. Und das aus gutem Grund. Der HSV Handball absolvierte das erste Champions-League-Spiel seiner Vereinshistorie gegen den dänischen Vizemeister Viborg HK in bemerkenswert souveräner Manier. Am Ende stand ein 35:26 (20:14) zu Buche. Die Überlegenheit der Hamburger war ähnlich erdrückend gewesen wie in der vergangenen Saison in den ersten Spielen des Europapokals der Pokalsieger, dem sportlich niedriger gestellten Wettbewerb. Der Inhalt war gleich, nur die Verpackung hatte sich geändert. „EHF Champions League“ stand drauf – verziert mit einem Sternchen.
Wie dominant der HSV auftrat, lässt sich am besten anhand der Mannschaftsaufstellung in der Schlussphase der Partie beschreiben. Der nominelle Linksaußen Matthias Flohr spielte als Ersatz für Hans Lindberg auf der rechten Außenbahn. Lindberg hatte wieder die Knöchelverletzung gespürt und früh auf der Ersatzbank Platz genommen. Zunächst vertrat ihn Krzysztof Lijewski. Der zweite etatmäßige Rechtsaußen, Stefan Schröder, war wegen seiner Roten Karte im Europapokal-Finalrückspiel bei Ademar Leon gegen Viborg HK gar nicht erst spielberechtigt gewesen.
Nicht nur Flohr nahm auf Geheiß von HSV-Trainer Martin Schwalb eine ungewohnte Position ein, auch Bertrand Gille erlebte die letzte Viertelstunde aus einer für ihn neuen Perspektive. Der Kreisläufer versuchte auf Linksaußen sein Glück. Die Partie war zu dem Zeitpunkt längst entschieden. Hamburg führte mit 28:20. „Experimente“ seien das gewesen, sagte Bertrand Gille nach dem Spiel. Das erste Champions-League-Tor der Vereinsgeschichte erzielte Kyung-Shin Yoon nach 2:31 Minuten.
Glücklich über den deutlichen Sieg
Ein einziges Mal nur führten die Gäste – mit 1:0 nach zwei Minuten. Danach hatten die Hamburger, aufbauend auf der starken Leistung ihres Torhüters Per Sandström (17 Paraden), alles im Griff. Nur Martin Schwalb, der Perfektionist, der als solcher auch wahrgenommen werden möchte, konterkarierte mit seiner Aufgeregtheit am Seitenrand den Zustand größter Gelassenheit. „Die Vorwärtsbewegung hat mir nicht gut gefallen, und in der zweiten Halbzeit haben wir ein paar leichte Bälle verloren. Im Großen und Ganzen aber bin ich mit der Premiere zufrieden“, sagte Schwalb. Dem Anlass angemessen war er nicht in einer Trainingsjacke gekleidet. Er trug, genau wie Assistenztrainer Goran Stojanovic, ein hellblaues Hemd mit HSV-Stickerei auf der Brust und eine beige Hose.
Präsident Andreas Rudolph blickte nach dem Spiel – glücklich über den deutlichen Sieg, aber entsetzt über die geringe Zuschauerzahl („eine ausgesprochen dürftige Resonanz“) – schon auf den Sonntag voraus, wenn der HSV zum Spitzenspiel der Bundesliga die SG Flensburg-Handewitt (15 Uhr, Color Line Arena) empfängt. Flensburg ging in seinem Champions-League-Spiel gegen den spanischen Topklub Ciudad Real zu Hause mit 26:34 unter.
Rudolph fordert von seiner HSV-Mannschaft am Sonntag nicht weniger als einen Sieg. „Wir wollen das gewinnen, ganz klar. Wir haben jetzt gegen die Rhein-Neckar-Löwen zu Hause einen Punkt gelassen. Das war es damit für diese Saison. Mehr darf es nicht sein“, sagte Rudolph. So einfach wie gegen Viborg wird es gegen Flensburg allerdings nicht werden.

Eine Premiere ohne Nervenkitzel

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Stimmungsmacher im Einsatz

Handball HSV Hamburg startet mit 35:26-Sieg gegen Viborg in die Champions League
Erster Schritt zum großen Wurf
Das Team von Martin Schwalb hatte vor nur 2353 Fans gegen den dänischen Vizemeister wenig Mühe.

Von Britta Watterodt, Stefan Reckziegel

Hamburg -

Ein neuer blauer Boden, zwei Fahnen, hereingetragen von den Cheerleadern Sea Pearls, und eine bis dato in Hamburg nie gehörte Hymne der Europäischen Handball-Föderation (EHF) waren die sichtbaren Zeichen: Für den HSV Hamburg hat gestern gegen Viborg HK eine neue Ära begonnen, der Eintritt in die Champions League. Festlich-forsch war es. Und mit dem 35:26 (20:14)-Sieg in der Gruppe E auch erfolgreich.

Die Vorfreude auf die neue Liga war bei den 2353 Besuchern trotz einer nur halb gefüllten Sporthalle Hamburg vollauf zu spüren. HSV-Coach Martin Schwalb und Kotrainer Goran Stojanovic dirigierten das Team um Pascal Hens zur Feier des Abends statt im Trainingsanzug jeweils in beiger Hose und hellblauem Hemd. "Ich freue mich, dass wir unsere Premiere erfolgreich abgeschlossen haben", sagte Schwalb. "In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut in der Abwehr gestanden und einen guten Mittelblock gestellt, zusammen mit Per Sandström." Der schwedische Torwart (17 Paraden bei 43 Würfen/davon zwei Siebenmeter) spielte 60 Minuten lang durch.

Die gute Stimmung wurde untermalt von Trommelschlägen der Hardcore-Anhänger um den Fanklub Störtebeker an der einen Stirnseite und Fans des ewigen Football-World-Bowl-Champions Sea Devils in der anderen Ecke der Alsterdorfer Arena. Und der deutsche Vizemeister geriet gegen sein dänisches Pendant auch nur einmal in Rückstand - zum 0:1 durch den Schweden Karlsson. Der Südkoreaner Kyung-Shin Yoon sorgte mit dem Hamburger Königsklassen-Premierentor postwendend für den Ausgleich (3.). Danach kam die Angriffsmaschinerie erst langsam, dann immer schneller auf und zu To(u)ren - die Hamburger Absetzbewegung: Über 5:2 (8.) und 8:3 (mit einem Rückraumtreffer des französischen Kreisläufers Bertrand Gille) schraubten Schwalbs Schützlinge den Vorsprung mehrmals auf sechs Tore (10:4/13. Minute und 16:10/24.) bis zur Pausenführung.

HSV-Rechtsaußen Hans Lindberg, mit 33 Treffern in fünf Bundesligaspielen bisher der Top-Torjäger, konnte dazu gegen sein Exteam nichts beitragen: Nach zehn Minuten setzte sich der angeschlagene Däne (Knöchelverletzung) wieder auf die Bank. "Ich hatte noch Schmerzen bei schnellen Bewegungen", sagte Lindberg, der auf Sonntag hofft: Der Erstliga-Hit gegen Flensburg (15 Uhr, Color-Line-Arena) wird eine härtere Nuss als der erste Schritt zum großen Wurf in der Champions League. Zwecks Schonung fürs Flensburg-Spiel hatte Schwalb schon vor dem Wechsel Hens im rechten Rückraum durch den polnischen Neuzugang Michal Jurecki ersetzt, Bertrand Gille machte am Kreis Platz für den Schweizer Iwan Ursic. Die zweite Hälfte war die Zeit für (ungewohnte) Experimente: Gille durfte sich auf Linksaußen versuchen, Kreisläufer Matthias Flohr auf Rechtsaußen. "Da haben wir uns zu viele leichte Ballverluste geleistet", monierte Schwalb. Und das, obwohl Yoon, mit acht Treffern bester HSV-Werfer, beim 35:25 (59.) den größten Vorsprung herausgeworfen hatte. Enttäuschend war für Andreas Rudolph nur die Zuschauerzahl: "Sie wird der Leistung des Teams nicht gerecht", meinte der HSV-Präsident.
Erster Schritt zum großen Wurf

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Gelungene Premiere

HSV mit starker Champions-League-Premiere

Für ihr Premierenspiel in der Champions League gegen Viborg HK hatten sich die Handballer des Hamburger SV einiges einfallen lassen. Unter den Klängen einer neuen Hymne und mit neuen Trikots samt goldenen Nummern auf dem Rücken lief die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb am Donnerstagabend in der Alsterdorfer Sporthalle ein. Dem Anlass entsprechend trat der Neuling in der Könisgklasse des Handballs dann auch wie ein Champion auf und schlug den dänischen Vizemeister deutlich mit 35:27 (20:14). Von Beginn an wirkte der deutsche Vizemeister der Vorsaison hochkonzentriert, ging schnell mit 5:2 in Führung und baute den Vorsprung sogar auf 9:3 (10.) aus. In dieser Phase stand die 6:0-Deckung der Hamburger sehr sicher und sorgte mit Ballgewinnen immer wieder für schnelle erfolgreiche Gegenstöße. Danach konnten die Gäste die Partie zunächst offen gestalten, ohne aber den Rückstand entscheidend verkürzen zu können. Nach 20 Minuten lag der HSV mit 14:9 vorne. Bis zur Halbzeit ließen die Hamburger - auch dank einiger toller Paraden von Torhüter Per Sandström - weiterhin nichts anbrennen und gingen mit einem 20:14 in die Pause.
Lindberg kommt nicht zum Einsatz
Auch nach dem Seitenwechsel spulten die Champions-League-Novizen von der Elbe ihr Programm routiniert ab. Die Abwehr um Sandström ließ weiterhin kaum etwas zu. Im Angriff spielte der Bundesligist sehr variabel und hatte in Kyung-Shin Yoon mit acht Treffern und Thorsten Jansen mit sechs erfolgreichen Würfen seine besten Akteure. Nach 45 Minuten betrug die HSV-Führung 28:20. Aufgrund der souveränen Spielweise konnte es sich Trainer Schwalb sogar leisten, Hans Lindberg gegen seinen Ex-Club zu schonen. Der bislang beste Hamburger Werfer (33 Tore in fünf Bundesligapartien) laborierte an einer Bänderdehnung, stand aber auf dem Spielberichtsbogen und hätte bei einer engeren Partie wohl auch zum Einsatz kommen können. Auch ohne den Dänen reichte es letztlich aber zu einem lockeren Sieg für die Hanseaten in ihrem ersten Champions-League-Spiel überhaupt. Am Sonntag (15.00 Uhr) steht bereits der Bundesliga-Hit gegen den Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt für die Hamburger auf dem Programm.
HSV mit starker Champions-League-Premiere

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Donnerstag, 27. September 2007

Souveräner Start

Das war doch ein guter Start in die Königsklasse des Handballs.
Mit 35: 26 schlägt der HSV Handball Viborg HK. Die Stimmung in der leider nicht ausverkauften Alsterdorfer Sporthalle war auch gut. Martin hat viel durchgewechselt, da leider Hans nach 5 Minuten, aufgrund seiner Verletzung, das Handtuch geworfen hat. So kam sogar Matti auf RA zum Einsatz. Ein echter Prüfstein war das sicher nicht, da werden die Jungs nächste Woche in Moskau sicher mehr gefordert werden. Davor geht aber noch 2 mal um wichtige Punkte in der Bundesliga. Am Sonntag kommt Flensburg in die ColinA, die sicher die heutige Scharte gegen die Übermannschaft aus Ciudad Real auswetzen wollen.

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Schritt für Schritt ins Paradies

HSV jagt Ruhm und höhere Siegprämien
Hamburger rechnen bei der Premiere gegen Viborg (heute, 18.30 Uhr) mit wenigen Fans.


Von Britta Watterodt

Hamburg -

Die 15. Saison der Handball-Champions-League, die heute (18.30 Uhr, Sporthalle Hamburg, Eurosport live) mit dem Auftaktspiel des HSV Hamburg gegen den dänischen Vizemeister Viborg HK beginnt, steckt voller Neuheiten.

Nicht nur, dass der HSV in brandneuen Trikots und auf frisch verlegtem Hallenboden ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte aufschlägt; es erwartet den deutschen Vizemeister bei seiner Premiere in der Königsklasse auch ein reformiertes Spielsystem. Wurde vergangene Saison nach einer Gruppenphase im K. o-System weitergespielt, gibt es in diesem Jahr erstmals eine zweite Gruppenphase. Michael Wiederer, Generalsekretär des Europäischen Handball-Verbandes (EHF), liefert den Grund: "Dieser Modus ist attraktiver, denn er garantiert mehr Begegnungen der Top-Mannschaften."

Zum ersten Mal stellt die EHF zudem einen Rekordgewinn von maximal 615 000 Euro zur Verfügung. Dies ist fast doppelt so viel wie im Vorjahr (320 000 Euro). Analog zur Königsklasse im Fußball ist die Gewinnsumme durch ein Prämiensystem für gewonnene Punkte zu kassieren. 15 000 Euro streicht jede der 32 teilnehmenden Mannschaften allein für ihren Start in der ersten Gruppenphase ein. In der zweiten Gruppenphase wird die Antrittsprämie auf 30 000 Euro aufgestockt, zudem gibt es 10 000 Euro pro Punkt. Im Halbfinale erhöht sich die Auszahlung für die Teilnahme auf 50 000 Euro plus 20 000 Euro pro Sieg. Die Finalteilnehmer erwartet neben 80 000 Euro Antrittsprämie eine Siegprämie von 80 000 Euro.

Auch wenn der europäische Handball damit in die Fußstapfen des Fußballs tritt, "ist die Handball-Königsklasse von der Größe her einfach nicht mit der Fußball-Champions-League zu vergleichen", begründet HSV-Pressesprecher Thomas Bothstede die Tatsache, dass die HSV-Spiele der ersten Gruppenphase in der Sporthalle Hamburg und nicht in der Color-Line-Arena stattfinden.

Rund 2500 Zuschauer werden heute in der mit 6200 Plätzen ausgestatteten Halle erwartet. Bislang wurden 1800 Tickets verkauft. Das geringe Interesse ist zwar ernüchternd, überrascht die Verantwortlichen jedoch nicht. Die frühe Anwurfzeit, dazu die TV-Liveübertragung und das Spitzenspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt am Sonntag würden viele Fans vom Besuch des Viborg-Spiels abhalten. "Wir hätten im Leben nicht damit gerechnet, die Color-Line-Arena vollzukriegen. Wenn wir dort spielten, würde das für uns nur Verluste zur Folge haben", betont HSV-Geschäftsführer Peter Krebs. "Sollten wir die zweite Gruppenphase erreichen, warten wir die Auslosung ab, und dann ist absolut nicht ausgeschlossen, dass wir in die große Arena umziehen." Den ersten Schritt kann das Team heute gehen.
HSV jagt Ruhm und höhere Siegprämien
Da muss aber wenigstens Barcelona oder Ciudad hier spielen und die Werbemaschine ordentlich angeschmissen werden.


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Mittwoch, 26. September 2007

Heiss auf die Pølser

Knallstart in die Super-Liga
HSV megaheiß vor dem Spiel gegen Viborg

DIRK HOFFMANN

Königsklasse! Endlich ist der HSV dabei. Heute soll es in der Champions League einen Knallstart gegen Viborg geben (18.30 Uhr, Sporthalle Alsterdorf, live auf Eurosport). Superstar Pascal Hens verspricht: "Wir sind alle richtig heiß und hoffen auf einen Sieg."

Die Dänen sind Außenseiter. Der Etat beträgt 1,5 Millionen Euro (HSV: 6,5), in der Liga ist man derzeit auf Platz zehn (2:4 Punkte). Morten Bjerre, mit seinem Team nach 5:23 Stunden Busfahrt gestern um 13.23 Uhr im nh-Hotel angekommen, zur MOPO: "Zuletzt haben wir nicht so überragend gespielt. Aber wir wollen uns hier teuer verkaufen und zumindest Dritter in der Gruppe werden."

Bjerre spielte in der Saison 2003/2004 beim HSV und schwärmt: "Die Mannschaft war damals super." Weil er mit Trainer Bob Hanning nicht klarkam, wechselte er nach Viborg, spielt da jetzt im vierten Jahr. "Mein Vertrag läuft bis 2010, danach werde ich Sportchef", verrät der 35-Jährige. Aus der jetzigen HSV-Mannschaft spielte er mit den Gille-Brüdern, Pascal Hens ("Auf Mallorca hatten wir bei der Abschlussfahrt ein Zimmer") und Toto Jansen zusammen. Der sagt: "Ich freue mich auf Morten, er ist ein lustiger Vogel. Nach dem Spiel trinken wir ein halbes Bier zusammen. Mehr nicht, schließlich müssen wir Sonntag wieder ran."

Bjerre wurde von Kumpel Hans Lindberg im Hotel begrüßt. Zwei Jahre spielten sie zusammen. "Er wird ein richtig Guter. Beim HSV bekommt er noch zu wenig Bälle. Ich habe ihm geraten, zum HSV zu gehen. Ein super Klub." Ob Lindberg (Bänderdehnung im Knöchel) spielen kann, ist ungewiss. Der Rechtsaußen: "Das wird sich beim Warmmachen entscheiden." Für einen Knallstart in die Champions League braucht der HSV ihn!
Knallstart in die Super-Liga

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Schritt für Schritt

Schwalb: 'Mit etwas Glück ist vielleicht das Halbfinale drin'
26.09.2007

Der HSV Handball schlägt morgen ein neues Kapitel in seiner Vereinsgeschichte auf. Erstmals treten die Hamburger zu einer Partie in der EHF Champions League an. Gegner ist am Donnerstag um 18.30 Uhr das dänische Pendant zum deutschen Vize-Meister, Viborg HK. Die Dänen sind am heutigen Mittag in der Hansestadt eingetroffen.

Für den Viborg Håndbold Klub ist es ebenfalls der erste Anlauf in der europäischen Königsklasse - zumindest was die Herren-Mannschaft betrifft. Das Viborger Damen-Team hat neben zehn Dänischen Meistertiteln auch den Champions League-Sieg 2006 vorzuweisen. Davon sind die Herren noch ein Stück weit entfernt. Erst durch eine „Wild-Card" der EHF durfte Viborg HK an der Qualifikation für die EHF Champions League teilnehmen. Durch zwei Siege über den türkischen Meister Besiktas Istanbul sicherte sich das Team von Trainer Søren Hildebrand schließlich das Ticket. Im Heimspiel siegten die Dänen mit 35:23 (19:10), das Spiel in der Türkei ging sogar 45:22 (22:12) für Viborg aus. Bester Werfer war in beiden Partien Gábor Császár mit 7 bzw. 9 Treffern. Der Spielmacher von Viborg HK ist einer von zehn Neuzgängen, mit denen Viborg HK morgen in Hamburg antritt.

Nach der letzten Saison wurde in Mitteljütland ein großer Schnitt gemacht. Nur fünf Akteure, die morgen auflaufen werden, waren bereits in der vergangenen Spielzeit für Viborg HK aktiv. Von den zehn Neuen kamen fünf mit der Erfahrung einer internationalen Karriere zum dänischen Vize-Meister. Darunter ist mit Mikkel Aagard allerdings nur ein dänischer Nationalspieler. Neben dem ungarischen Nationalspieler Gabor Császár verpflichtete Viborg mit dem serbischen Internationalen Milan Grubanov einen weiteren Spieler für den mittleren Rückraum. Die gleiche Position bekleidet auch Lukas Karlsson, der in der schwedischen Auswahl auf Torejagd geht. Thomas Forsberg schließlich, die Nummer 1 des VHK, teilt sich mit HSV-Keeper Per Sandström den Posten im Tor des Drei-Kronen-Teams.

Ebenfalls mit viel Länderspiel-Erfahrung (185/432 für Dänemark) reist ein in Hamburg Altbekannter aus Viborg an. Morten Bjerre hat in der Saison 2003/2004 selbst für den HSV Handball gespielt. Im Trikot des HSV traf der Däne, der auch für die SG Flensburg-Handewitt (1997-2000) und den THW Kiel (2000-2003) aktiv war, 74 mal in 26 Spielen. Das Gegenstück zu dem 35-jährigen ist dessen Landsmann Hans Lindberg auf Seiten des HSV. Im letzten Jahr war der 26-jährige noch für Viborg HK aktiv. In den zwei Jahren seines Engagements hat Lindberg in 52 Liga-Spielen 332 Treffer erzielt. Im EHF-Pokal 2005/2006 war Lindberg zudem in 6 Partien 53 mal erfolgreich.

Ohne Lindberg hat Viborg bisher einen durchwachsenen Start in der dänischen Liga hingelegt. Nach zwei Niederlagen bei nur einem Sieg liegt das Hildebrand-Team bisher auf dem zehnten Rang (von 14 Teams). Ganz anders präsentiert sich der HSV vor der Premiere in der EHF Champions League. Noch ungeschlagen gehen die Hamburger zwar mit sehr viel Selbstvertrauen, gleichzeitig aber mit realistischen Erwartungen in den ersten Auftritt in der Königsklasse. Martin Schwalb sagte zu der Zielstellung des HSV Handball: „Wir wollen zunächst einmal die erste Gruppenphase überstehen. Das wird schwer genug. Sollten wir sie überstehen, kommt es natürlich auf die Auslosung an. Mit etwas Glück ist dann vielleicht sogar das Halbfinale drin. Das wäre ein Traum. Realistisches Ziel bleibt aber das Erreichen der zweiten Phase."

Im ersten Spiel auf dem Weg zum Erreichen dieses Ziels muss der HSV neben seinem verletzten Kapitän Guillaume Gille auch auf Stefan Schröder verzichten. Der Rechtsaußen war im Final-Rückspiel des Europapokals der Pokalsieger gegen Ademar Leon disqualifiziert worden, was eine Sperre für die Partie gegen Viborg nach sich zog. Auch der Einsatz des zweiten HSV-Akteurs auf dieser Position ist derzeit noch offen. Hans Lindberg laboriert an den Folgen einer Bänder- und Kapseldehnung im rechten Knöchel. Der Däne will von sich aus aber alles tun, um gegen seinen Ex-Klub mit von der Partie zu sein: „Ich würde meine Mannschaft nur all zu gern wieder zum Sieg werfen", so Lindberg.
Schwalb: 'Mit etwas Glück ist vielleicht das Halbfinale drin'

Im ersten Jahr der Champions League Teilnahme bin ins Halbfinale vorzustossen wäre eine Super Sache, aber lasst uns erst mal die erste Runde klar machen. Und dann in der zweiten Runde schöne Auswärtsfahrten nach Spanien und Schweden.

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Zurück aufs Parkett

Lindberg bangt um Einsatz gegen Viborg
Ausgerechnet jetzt verbringt Hans Lindberg, Rechtsaußen des HSV Handball, mehr Zeit in Therapieräumen und Arztpraxen als auf dem Hallenparkett. Seit dem Auswärtserfolg am vergangenen Wochenende in Minden laboriert der Däne an einer Fußverletzung.


Nach einem Foul seines Gegenspielers, Moritz Schäpsmeier verletzte sich der Zugang am rechten Fuß. Bei der Untersuchung am Montag eine Kapsel- und Bänderverletzung diagnostiziert.
Vor der ersten Partie in der Champions League gegen den dänischen Vertreter aus Viborg, die am Donnerstag um 18.30 Uhr in der Alsterdorfer Sporthalle angepfiffen wird, ist diese Nachricht gleich doppelt bitter.

Fällt Lindberg tatsächlich aus, wäre HSV-Trainer Martin Schwalb zu Umstellungen gezwungen, da Ersatzmann Stefan Schröder aufgrund einer Rotsperre aus dem Europapokalfinale gegen Leon nicht teilnehmen darf. Zudem würde für Lindberg selbst das Duell mit seinen ehemaligen Kollegen entfallen. „Es ist klar. Ich werde alles tun, um auflaufen zu können“, sagt Lindberg, dem es gestern schon besser ging.
Vor dem Engagement in Hamburg stand der dänische Nationalspieler für zwei Jahre beim skandinavischen Topklub unter Vertrag und wurde in der zweiten Saison Vizemeister. „Es war eine gute Zeit. Ich erinnere mich gern daran zurück“, sagt Lindberg, der es sich nicht nehmen ließ, am Mittwoch seine ehemaligen Mitspieler bei ihrer Ankunft in der Hansestadt persönlich zu begrüßen.
In Hamburg ist der 26-Jährige angekommen
Beim Punktgewinn gegen die Rhein-Neckar-Löwen war er Triebfeder der HSV-Aufholjagd, gegen Minden zusammen mit Matthias Flohr gar Matchwinner.
Lindberg fühlt sich wohl in der neuen sportlichen Heimat, er ist überzeugt von der Qualität seiner neuen Mannschaft und glaubt, dass der HSV auch in der europäischen Königsklasse einiges erreichen kann.
Das geringe Zuschauerinteresse an der ersten Champions-League-Partie der Vereinsgeschichte führt er auf die unbekannten Namen aus dem Ausland zurück. „Trotzdem brauchen wir unsere Fans. Ohne sie werden wir es gegen starke Gegner schwer haben“, prophezeit Lindberg, dessen Einsatz sich erst kurz vor Spielbeginn entscheiden wird. Bis Mittwoch konnten für die Partie lediglich 2000 Karten abgesetzt werden.
Lindberg bangt um Einsatz gegen Viborg

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Danish Dynamite

Hans Lindberg: Vorsicht vor den schnellen Dänen!

HAMBURG -

Zurzeit ist er gehandicapt und kann den rechten Knöchel nicht voll belasten. Das soll und wird Hans Lindberg, der an einer Bänder- und Kapseldehung aus dem Bundesligaspiel in Minden laboriert, nicht hindern, mit seinen Landsleuten in Kontakt zu treten. Wenn das Team des dänischen Handball-Vizemeisters Viborg HK heute Mittag im NH-Hotel in Altona-Nord ankommt, wird der Rechtsaußen des HSV Hamburg mit Präsidiumsmitglied Dierk Schmäschke seine ehemaligen Mitspieler in Empfang nehmen. Zumindest einen Teil davon.

Morgen (18.30 Uhr, Eurosport live) betreten beide Teams mit dem ersten Gruppenspiel der Champions League auf dem frisch verlegten Taraflex-Boden in der Sporthalle Hamburg Neuland. Mit fünf Akteuren aus der 45 000-Einwohner-Stadt hat Lindberg in der vergangenen Saison noch zusammengespielt

"Sie haben noch immer ein gefährliches Team", meint Lindberg, der zwei Jahre für den Handbold Klub (HK) in Nordwestjütland gespielt hat. Zwar habe das Team keine Riesen im Rückraum, es hat aber andere Vorzüge: "Die Jungs spielen sehr schnell und haben einen guten Tempogegenstoß", sagt Top-Torjäger Lindberg. Insbesondere deshalb siegte Viborg in der Champions-League-Qualifikation gegen Besiktas Istanbul mit 35:23, im Rückspiel auswärts sogar 45:22.

Für das laut Lindberg "gute Flügelspiel" sorgen auf Linksaußen gleich vier Männer, auf Rechtsaußen Jesper Meinby. Aus dem Rückraum verbreiten drei Werfer Gefahr: der Ungar Gabor Császár (Mitte und Links), der schwedische Spielmacher Lukas Karlsson, und auf Rückraum-Rechts zwei Bekannte: der frühere HSV-Profi Morten Bjerre (35) sowie Per Leegard. Mit dem 25-Jährigen gewann Lindberg im Februar bei der WM die Bronzemedaille.

"Wir müssen vorsichtig sein", warnt Lindberg mangels aktueller Informationen. "Ich konnte ja nicht einfach meinen ehemaligen Coach nach Videos fragen", bemerkt er schmunzelnd.

Vom Team des Trainers Sören Hildebrand hat der HSV inzwischen aber auf anderen Wegen Material bekommen: HSV-Videowart Michael Bollhöfer wird ein Spiel gegen Istanbul und die erste Ligapartie des Vizemeisters rechtzeitig auswerten, damit HSV-Coach Martin Schwalb sich selbst und seinen Männern ein Bild vom dänischen Vizemeister machen kann. Der konnte sich übrigens nur qualifizieren, weil die Europäische Handball-Federation EHF dem dänischen Verband eine Wildcard für die "Königsklasse" gab.

Lindberg ist's egal, der Neu-Hamburger hofft auch auf dem Spielfeld auf ein Wiedersehen und bei seiner Verletzung auf "Progress in work" (Fortschritt mit Arbeit), sprich Physiotherapie. Falls es nicht reicht, müsste Schwalb auf Rechtsaußen umstellen: HSV-Weltmeister Stefan Schröder sitzt noch eine Rotsperre aus dem Europacupfinale der Pokalsieger ab.
Hans Lindberg: Vorsicht vor den schnellen Dänen!

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Prioritäten setzten

Doppelstunde mit den Gilles

HAMBURG -

Bonjour, je m'appelle Guillaume Gille." (Guten Tag, ich heiße Guillaume Gille). So stellt sich der 31 Jahre alte Kapitän der HSV-Handballer mit seinem Bruder Bertrand im Gymnasium Marienthal vor. Dienstagmorgen, 10 Uhr: Doppelstunde des Französischkurses der Jahrgangsstufe zehn.

"Auf der Suche nach französischem Leben in Hamburg" heißt das Schulprojekt der Zehntklässler von Französischlehrerin Katrin Brandenburg, bei dem die Schüler in verschiedenen Exkursionen die Kultur Frankreichs in der Hansestadt entdecken. Krönender Abschluss ist die Einlösung des Hauptgewinns einer U-18-Abendblatt-Aktion - ein Unterrichtsbesuch der zwei Franzosen vom HSV Handball.

Den Klassenraum haben die Schüler für ihre Gäste herausgeputzt. An den Wänden ist die "Tricolore" zu sehen, auf dem Tisch steht selbst gebackene Tarte au chocolat - Schokokuchen à la français. Nach der Präsentation der Projektergebnisse sind Guillaume und sein Bruder schwer beeindruckt: "Die Schüler haben sich so viel Mühe für uns gemacht. So was ist super", sagt Guillaume.

In einer offenen Gesprächsrunde stellen sich beide den Fragen der 15- und 16-Jährigen. "Am Anfang war ich echt aufgeregt. Hab' dann aber gemerkt, wie locker die drauf sind", schwärmt die 16-jährige Yasmin Hussein. Als die in Valence geborenen Brüder vor fünf Jahren nach Hamburg kamen, taten sie sich recht schwer mit der fremden Sprache. "Wir waren früher im Deutschunterricht nicht besonders fleißig. Das hat uns in der Anfangszeit hier ganz schön Kopfschmerzen bereitet", offenbart Guillaume mit seinem charmanten Akzent.

Am Ende des Unterrichts sind alle begeistert. "Es war toll. Wären die beiden nicht so humorvoll rübergekommen, hätten meine Schüler wohl keinen Ton herausgebracht", freut sich Katrin Brandenburg.
Doppelstunde mit den Gilles
Gut das die beiden mehr Handball gespielt haben als Deutsch gelernt haben, sonst würde uns was fehlen.

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Dienstag, 25. September 2007

Den Rittberger muss man stehen

Wir wollen Viborg aufs Glatteis führen
Morgen erstes Spiel in der Champions League / Iwan Ursic: »Das wird kein Spaziergang«

DIRK HOFFMANN

Morgen feiern die HSV Handballer in der Alsterdorfer Sporthalle ihre lang ersehnte Premiere in der Champions League: Gegen Viborg (18.30 Uhr, live bei Eurosport) darf sich der Vizemeister keinen Ausrutscher erlauben!

Den hätte es fast in Minden gegeben (33:29 mit Mühe) - und den hat es für Iwan Ursic gestern bei einer ganz ungewöhnlichen Trainingseinheit gegeben. Anlässlich der HSV-Kooperation mit "Holiday on Ice" wagte sich der Kreisläufer zusammen mit Per Sandström für 75 Minuten aufs (Glatt-)Eis. "Nach zehn Minuten hatte ich meine Unsicherheit abgelegt, wir hatten viel Spaß", grinst der "Schweizer Bulle". "Früher stand ich viel auf dem Eis und habe Eishockey gespielt. Aber das ist schon zehn Jahre her."

Gegen den dänischen Meister Viborg erwartet keiner eine Kür - aber die Pflicht! "Ein Spaziergang wird das nicht, aber zu Hause müssen wir gewinnen", sagt Ursic, der derzeit meist zwischen Bank und Tribüne pendelt, weil Bertrand Gille und Pino Torgovanov am Kreis gesetzt sind.

Martin Schwalb ("Iwan wird noch ganz wichtig für uns in dieser Saison") hofft auf einen eiskalten Sieg seiner Mannen: "Klar, Viborg hat gute Leute und wir eine gewisse Start-Nervosität vor unserem ersten Auftritt in der Königsklasse. Aber wenn wir die nicht schlagen, kannst du am Ende auch Dritter in der Gruppe werden", warnt der Coach, der auch Gegner Moskau für gefährlich hält, vor allzu vielen Pirouetten.

Die haben Iwan Ursic und Per Sandström ja auch bereits hinter sich ...
Wir wollen Viborg aufs Glatteis führen


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Teufel austreiben

HSV Handballer - Schön feierlich, bitte!
Das Licht bleibt angeschaltet. Andernfalls könnte sich am Donnerstag in der Alsterdorfer Sporthalle bei der Champions-League-Premiere des HSV Handball gegen den dänischen Vizemeister Viborg HK (18.30 Uhr, Eurosport live) ja auch irgendetwas ereignen, was die Europäische Handball-Föderation so ganz und gar nicht möchte. Und davon gibt es viel.

Auf Geheiß der EHF wird am Donnerstag Abend alles ein wenig anders sein. Feuerfontänen wird es nicht zu sehen geben; HSV-Fans, die vor dem Anpfiff auf dem Spielfeld riesige Fahnen ihres Vereins schwenken, ebenso wenig. Und die Spieler werden auch nicht unter dem Jubel der Zuschauer durch einen Lichtkanal in die verdunkelte Halle stürmen. Das alles ist der EHF viel zu individuell, man könnte fast schon sagen, zu anarchisch.
So etwas geht doch auch anders, hatten sich die Delegierten in der Wiener EHF-Zentrale vor der vergangenen Saison gesagt. Und, in der Tat, sie fanden in ihrer Reglementierungswut Bestimmungen, natürlich. So werden die Spieler aus Hamburg und Viborg nicht mehr einer nach dem anderen in die Halle einlaufen, sondern gemeinsam zu den feierlichen Klängen der EHF-Champions-League-Hymne.
Das Verbandsbanner wird präsentiert, und danach werden die Spieler an der Mittellinie Aufstellung nehmen. Jeder HSV-Profi wird einem Gästespieler gegenüberstehen. Diese Zeremonie hatte vor einem Jahr beim ersten Spiel des THW Kiel gegen den tschechischen Verein Banik Karvina in der Ostseehalle noch für Missstimmung bei den Kielern gesorgt. „Das sah aus wie bei einer standesrechtlichen Erschießung“, sagte THW-Spieler Christian Zeitz über die gegenseitige Begrüßung der Teams vor dem Spiel.
20.000 Euro kostet der französische Weichboden
HSV-Manager Peter Krebs greift zu einer weniger martialischen Beschreibung. „Die Zeremonie ist feierlich, klerikal“, merkt er süffisant an. Es sei eben alles ein bisschen anders in der Champions League. Das sei auch „der völlig richtige Weg“, schließlich handele es sich um eine Marke. Andererseits habe er über die Lust der EHF an genauen Bestimmungen „etwa 27 Mal“ ungläubig den Kopf geschüttelt. „Der Pflichtenkatalog, den jeder Verein erhält, ist wirklich sehr umfangreich. Den muss man fleißig abarbeiten. Und das machen wir. Zurzeit wird der standardisierte Hallenboden in der Sporthalle verlegt“, sagt Krebs. 20.000 Euro kostet der französische Weichboden. Nach sechs Spielen habe sich die Ausgabe amortisiert.

Dem feierlichen Anlass geschuldet, werden auch die HSV-Spieler im Vergleich zu den Bundesligaspielen leicht verändert auftreten. Auf dem Rücken ihrer Trikots prangen goldene Nummern. Allerdings werden nur wenige Menschen die neue Pracht aus der Nähe bestaunen. Gerade einmal 1600 Karten wurden bis Dienstagvormittag im Vorverkauf abgesetzt. „Das ist wirklich mager. Wir rechnen etwa mit 2000 Zuschauern“, sagt Krebs. Damit wäre die Halle, die über 4200 Sitzplätze verfügt, nicht einmal zur Hälfte gefüllt. Es ist schon paradox: Da absolviert eine mit Stars besetzte Mannschaft das erste Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte – und kaum einer in Hamburg will dabei sein.
„Es ist der gleiche Effekt wie in der Bundesliga. Wir haben den Beelzebub Fernsehen gerufen, und jetzt müssen wir mit den Auswirkungen leben“, sagt Krebs. Er geht damit vor allem auf die frühe Anwurfzeit von 18.30 Uhr ein, und auf die Live-Übertragung im Fernsehen. „Wir dürfen aber nicht klagen, sondern müssen weiter daran arbeiten, dass mehr Zuschauer zu uns kommen“, sagt Krebs. Die Vorfreude überwiege bei ihm. Er spüre schon ein „heftiges Kribbeln“. Die meisten sportbegeisterten Hamburger sind von diesem Gefühl allerdings nicht befallen.
HSV Handballer - Schön feierlich, bitte!

Wenn sich das am Ende rechnet soll es mir ja Recht sein, ich denke auch das die mediale Präsenz für den Handball existentiell ist, will man sich weiterentwickeln.

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Goldjungs

Handball: HSV lässt sich nicht lumpen

HAMBURG -

Der HSV Hamburg ist bereit für den großen Wurf. Von den in der Bundesliga zuletzt gezeigten Leistungen her (noch) nicht für den Angriff auf die Meisterschale, indes für die Premiere in der EHF Champions League. Zum Start in die Königsklasse am Donnerstag (18.30 Uhr) in der Sporthalle Hamburg gegen sein dänisches Pendant Viborg HK lässt sich der deutsche Vizemeister nicht lumpen: Gestern legten die HSV-Weltmeister Johannes Bitter und Torsten Jansen Atelier "Pralle Welt" selbst Hand an, damit die Trikots und Hosen fertig werden - mit goldenen Nummern und Namenszügen.

Auch die Spielfläche ist neu: Für 20 000 Euro hat der Europacupsieger der Pokalsieger einen französischen Standard-Weichboden angeschafft. "Der hat sich nach sechs Spielen amortisiert", meint HSV-Geschäftsführer Peter Krebs. Das Überstehen der ersten Gruppenphase - außer Viborg warten in Hin- und Rückspiel noch Medvedi Moskau und ZTR Saporoschje (Ukraine) in einer der acht Vierergruppen - hat der HSV einkalkuliert. In der zweiten Gruppenphase wären erneut drei Heimspiele garantiert.

"Die erste Gruppenphase wird uns nicht reich machen, sollte aber zumindest die Kosten decken", sagt Krebs, 1989 mit TUSEM Essen Europacupsieger der Pokalsieger. Von der zweiten Phase an geht es ans Geldverdienen - mit Punktprämien. Bis zum Titel spielte der THW Kiel in der Königsklasse so 800 000 Euro ein - für den HSV kaum greifbar: Aus den letzten vier Gruppen kommen nur die Sieger ins Halbfinale.

Gegenüber dem Pokalsieger-C(o)up von Leon kann der HSV aber mehr gewinnen. Im Frühjahr blieben nach dem Triumph knapp 50 000 Euro übrig. "Vorher mussten wir in fast jeder Runde 10 000 bis 15 000 Euro draufzahlen", sagt Krebs. Es oblag dem Klub und seiner Betriebsgesellschaft, die Partien kurzfristig selbst zu vermarkten und dem Fernsehen anzubieten - bis aufs Finale: Das Hin- und Rückspiel zeigte Eurosport live.

Der Spartensender ist auch der alleinige Live-Broadcaster für die Champions League, deren Zentralvermarktung Krebs, zuvor auch Vize-Chefredakteur des DSF, ob der Planungssicherheit "für sinnvoll" hält. Vorschriften des europäischen Verbandes EHF über die Platzierung der Werbebanden, Cover und Design eines 16-seitigen Hallenheftes bis hin zur Anzahl der warmen Speisen beim VIP-Büfett gilt es zu schlucken.

HSV-Rechtsaußen Hans Lindberg (26) musste es nach einer Kernspintomografie nur kurz: Trotz Bänder- und Kapseldehnung im rechten Knöchel will er es gegen sein Ex-Team Viborg versuchen.
Handball: HSV lässt sich nicht lumpen

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Montag, 24. September 2007

Daumen drücken

Lindberg zittert um »sein« Spiel
Fällt der Torjäger gegen seinen Ex-Klub Viborg aus?

LARS ALBRECHT

Worauf er sich am meisten freue, wurde Hans Lindberg bei seinem Dienstantritt in Hamburg gefragt. "Auf die Duelle mit Viborg", antwortete der Däne damals wie aus der Pistole geschossen. Doch nun droht das erste Duell mit seinem Ex-Klub zu platzen. Der 26-Jährige zog sich gegen Minden eine Bänder- und Kapseldehnung im rechten Knöchel zu und droht für die Champions-League-Premiere des HSV am Donnerstag (18.30 Uhr, Sporthalle Hamburg) auszufallen. Lindberg zittert um "sein" Spiel!

"Ich weiß noch nicht, ob ich dabei bin", sagt der beste HSV-Torjäger (33 Saisontreffer) nach der Kernspintomografie. "Der Fuß fühlt sich aber schon besser an. Ich hoffe, dass ich es rechtzeitig schaffe." Trainer Martin Schwalb sieht's skeptisch: "Ich halte die Wahrscheinlichkeit für eher gering, dass er spielt. Es kann zwar nichts kaputt gehen, aber es ist eine Sache der Schmerzen." Sollte Lindberg nicht fit werden, gibt es ein Problem. Denn sein Ersatz auf Rechtsaußen, Stefan Schröder, ist wegen seiner Roten Karte im Europapokal-Finale gegen Leon noch für ein Spiel gesperrt. Als Ersatz müssten Krzysztof Lijewski oder Kyung-Shin Yoon außen ran. Schwalb: "Wir werden im Training einige Varianten ausprobieren."

Über den Gegner hat Lindberg, der einige Freunde aus Dänemark eingeladen hat, seinen Coach informiert. "Da gab es einen totalen Umbruch, viele Abgänge, viele Zugänge", berichtet der Ex-Viborger, der vergangene Saison Torschützenkönig in Dänemark wurde. "Die sind nicht mehr so stark wie letztes Jahr." Trotzdem wäre Lindberg liebend gern dabei. Hoffentlich lässt der Knöchel es zu.
Lindberg zittert um »sein« Spiel

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Jungbrunnen benötigt

GWD lässt Titelkandidat HSV alt aussehen
Gäste-Coach Schwalb: Respekt vor dieser Leistung / Niemeyer und Schäpsmeier mit 17 Treffern / Flohr Matchwinner

Minden (mt). "Wenn wir uns so weiter entwickeln, dann bin ich für den Rest der Saison zuversichtlich", brachte es Mindens Trainer Richard Ratka auf den Punkt. Handball-Bundesligist GWD Minden durfte sich trotz einer 29:33 (15:18)-Niederlage gegen den HSV Hamburg am Samstag ein wenig als moralischer Sieger fühlen.

Von Jürgen Knicker


Die Mindener lieferten ihr bislang bestes Saisonspiel ab, spielten mit nur acht Feldspielern am oberen Leistungslimit und ließen die mit Stars gespickten Hamburger schlecht aussehen.

"Respekt. Minden hat ein hervorragendes Spiel gezeigt und uns das Leben unglaublich schwer gemacht", zeigte sich Hamburgs Trainer Martin Schwalb beeindruckt von den Gastgebern.

Über 60 Minuten lieferten die Grün-Weißen mit neuer taktischer Aufstellung ein spielerisches und kämpferisches Glanzstück ab. Arne Niemeyer (10 Tore), Moritz Schäpsmeier (7) und Torhüter Malik Besirevic ragten dabei heraus. Eine Führung (1:0) und acht Gleichstände trotzten die Ostwestfalen den Gästen ab. Pech, dass man in einigen Szenen von den Schiedsrichterinnen Ehrmann/Künzig benachteiligt wurde, sonst wäre sogar eine dicke Überraschung möglich gewesen.

So spielte Hamburgs späterer Matchwinner Mathias Flohr kurz vor der Pause den Ball zum Torwart zurück. Statt Ballbesitz Minden gab es Konter Hamburg, Tor Hens zum 14:18 und zwei Minuten gegen Just: "Sind das neue Regeln? Ich wusste gar nicht, dass man den Ball zum Torwart abspielen darf", fasste sich Mindens Fiete Buschmann angesichts dieser Szene noch nach Spielschluss an den Kopf.

Apropos Buschmann. Der Mindener Linkshänder erlebte am Samstag seine Wiedergeburt auf der Spielmacherposition. Die bisherige Nummer eins auf diesem Posten, Stephan Just, fand sich nach einer Denkpause zu Beginn des Spiels auf der Kreisläuferposition wieder.

"Das war wohl eine Reaktion auf das Pokalspiel in Rostock. Aber sowohl Fiete als auch Stephan haben ihre Sache glänzend gemacht", stellte Mindens siebenmaliger Torschütze Moritz Schäpsmeier hinterher fest.

In der Tat. Mindens Rückraum mit Arne Niemeyer und Moritz Schäpsmeier (zusammen 17 Tortreffer) stahl den HSV-Weltklasseleuten wie Hens, Yoon und Lijewski (zusammen 8) die Schau.

Doch dafür stachen bei den Hamburgern die Außenspieler. Rechtsaußen Lindberg (11/5) und Linksaußen Flohr (7) bewahrten die Gäste vor einer Blamage. "Wir hatten die bessere Bank. Mathias Flohr war der große Gewinner. Von seinen sieben Toren waren einige enorm wichtig", wusste Gäste-Coach Schwalb, bei wem er sich zu bedanken hatte.

"Aber wen willst du sonst werfen lassen, wenn nicht den Außen", räumte Mindens Fiete Buschmann später ein, dass bei erhöhter Aggressivität gegen Spieler wie Hens, Yoon, Souza oder Lijewski irgendwo Raum übrig blieb.

"Schade, wir waren fünf Mal an ihnen dran. Aber jedes Mal, wenn das Spiel zu kippen drohte, hatten wir Wurfpech oder bekamen zwei Minuten. Besser als heute können wir kaum noch spielen", zog Mindens Andreas Simon sein persönliches Fazit.
GWD lässt Titelkandidat HSV alt aussehen

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Noch mal gutgegangen

Schwalbs Brandrede rüttelt HSV wach
Die Hamburger legen gegen GWD Minden nach müdem Auftritt einen uninspirierten Pflichtsieg hin. Im Nordderby besieht Flensburg in einem packenden Duell THW Kiel und ist neuer Tabellenführer. Für Kiel war es die erste Niederlage der Saison


Elf Minuten lang hatte sich Martin Schwalb das Treiben seiner Spieler in der Mindener Kampa-Halle angesehen. Als der Tabellenvorletzte GWD Minden vor 2200 Zuschauern gegen seinen HSV Handball vier Tore in Folge erzielte und zum 8:8 ausglich, war es mit Schwalbs Geduld vorbei. Wütend knallte er die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Auszeit! Und in der durften sich die trägen HSV-Profis sehr deutliche Worte anhören.

Schwalb war außer sich vor Wut. „Ihr spielt wie eine Altherrentruppe, Sakrament! Das gibt's doch nicht! Es ist nicht selbstverständlich, dass wir hier gewinnen. Was glaubt ihr eigentlich, Mensch!“, zürnte der HSV-Trainer, der nach dem Wunsch des Präsidenten Andreas Rudolph die Mannschaft zum erstmaligen Gewinn der Meisterschaft führen soll. Schwalb trieb die Angst um, dass seine Profis schon am sechsten Spieltag der Bundesligasaison auf die Spitzenmannschaften entscheidenden Boden verlieren könnten.
Trainerschelte sorgt für leichte Besserung
Seine Ansprache sorgte zumindest für leichte Verbesserung auf dem Parkett. Der HSV setzte sich dank der Treffer von Yoon Kyung-shin (drei Tore) und von Hans Lindberg, der sechs seiner elf Tore in der ersten Hälfte erzielte, bis zur Pause auf 18:15 ab. Auch in der zweiten Halbzeit tat sich der HSV enorm schwer, quälte sich zu einem 33:29-Sieg und erfüllte damit glanzlos seine Pflichtaufgabe. Neben Hans Lindberg gefiel noch Matthias Flohr. Der Abwehrspezialist überzeugte auch im Angriff. Flohr erzielte sechs Tore. Nicht zuletzt dank seiner Treffsicherheit gelang es dem HSV, sich von 23:22 (43.) auf 30:27 (55.) abzusetzen.
„Meine Jungs wussten, was auf sie zukommen würde, aber es gelang ihnen nicht, die Vorgaben vollständig umzusetzen. Entscheidend waren die Spieler von der Bank“, sagte Schwalb. Er hob Flohr heraus. „Von seinen sieben Toren waren einige enorm wichtig. Er war mit Sicherheit einer der Gewinner des Spiels.“ Bruno Souza mühte sich redlich, den verletzten Guillaume Gille auf der Spielmacherposition zu ersetzen. Vollends gelang ihm das nicht. Torhüter Johannes Bitter erkannte richtig, dass der HSV in Minden keineswegs überzeugt hatte. „Wir haben nur 70 Prozent von dem gezeigt, was wir können. Heute hat es gelangt, aber in Zukunft müssen wir uns steigern. Der Titelkampf ist jetzt völlig offen“, sagte Bitter.
Packendes Nordderby
Er bezog sich damit auf den Ausgang des Nordklassikers zwischen der SG Flensburg-Handewitt und dem THW Kiel. In einem packenden Derby hatten die Gastgeber vor 6300 Zuschauern in der Flensburger Campushalle verdient mit 37:32 (20:13) gesiegt. Für Kiel war es die erste Niederlage der Saison. Sie hatte zur Folge, dass die Spitzenposition verloren ging. Neuer Tabellenführer ist Flensburg-Handewitt mit 11:1 Punkten vor dem THW (10:2) und dem HSV, der ein Spiel weniger ausgetragen hat und es auf 9:1 Zähler bringt. Am Sonntag kommt es in der Color Line Arena zum nächsten Spitzenspiel. Dann empfängt um 15 Uhr der HSV den neuen Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt.
Die Mannschaft von SG-Trainer Kent-Harry Andersson spielte sich gegen den THW in der ersten Halbzeit in einen Rausch. Angetrieben von ihren Fans und dem Spielwitz des überragenden Thomas Mogensen auf der Mittelposition, bauten die Gastgeber ihre Führung bis auf acht Tore (20:12/29.) aus. Die Kieler „Zebras“ versuchten, der Partie noch einmal eine Wende zu geben, doch an dem Tag fehlten ihnen gegen einen exzellenten Gegner die Mittel. „Das war das Schlechteste, was ich bisher von meiner Truppe gesehen habe“, klagte THW-Trainer Zvonimir Serdarusic. Damit habe sich gezeigt, dass sein Team mitnichten nur die Meisterschale abholen müsse. „Es hat noch nie eine Mannschaft gegeben, die unschlagbar ist, und das wird auch in Zukunft so sein“, fügte Serdarusic hinzu. Der lahme Auftritt der Kieler „Zebras“ weckt in Hamburg große Hoffnungen.
Schwalbs Brandrede rüttelt HSV wach

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Gute Reserven

Gesiegt - und Respekt gelernt
Coach Schwalb war sauer. Flensburg, am Sonntag nächster Gegner, gewinnt gegen den THW Kiel.

Minden/Hamburg -

Seit Martin Schwalb vor knapp zwei Jahren nach Hamburg kam , hat sich bei den HSV-Handballern Einiges zum Besseren gewendet. Der deutsche Pokalsieg 2006 und der Europacusieg im Frühjahr dieses Jahres sind sichtbares Zeugnis dessen.

Manchmal aber muss der Trainer noch richtig laut werden. Beispiel war das Bundesliga-Gastspiel in Minden: Als es der HSV in der Anfangsphase nach einer 8:4-Führung etwas zu locker angehen ließ (8:8 nach 14 Minuten), wurde Schwalb richtig sauer. Einer der Leidtragenden war - zu dessen Überraschung - Weltmeister Torsten Jansen (30), den Schwalb kurzerhand gegen Matthias Flohr (25) auswechselte.

Und der "L.i.R.", Linksaußen in Reserve, war einer der Garanten dafür, dass der HSV Hamburg auch ohne "Toto" (Jansen) mit dem 33:29 (18:15) beim Erstligavorletzten nicht das Glück in Anspruch nehmen musste. "Entscheidend waren heute die Spieler von der Bank. Vor allem Matthias Flohr muss ich hervorheben. Von seinen sieben Toren waren einige enorm wichtig", urteilte Schwalb. "Er war einer der Gewinner des Spiels."

Der zweite hieß Hans Lindberg (26). Der dänische Rechtsaußen, der (Reserve-)Weltmeister Stefan Schröder in wichtigen Spielen auf die Bank verdrängt hat, warf sechs Tore vor und fünf nach der Pause und war damit erfolgreichster Akteur. Mit einem Doppelpack hatte er die Führung auf 29:26 ausgebaut (53.), knickte um, kam aber fünf Minuten später noch mal aufs Feld, um einen von fünf Siebenmetern sicher zu verwandeln. Eine Kernspintomografie soll heute über seine Verletzung Aufschluss geben.

Insgesamt basierte der Sieg in Minden auf sehr vielen Einzelaktionen im Angriff, wobei Weltmeister Pascal Hens (nur 2 Tore) die Manndeckung des Gegners im Rückraum nicht schmeckte. Tempohandball sahen die 150 mitgereisten HSV-Fans (zu) selten, der deutsche Vizemeister spielte nicht aggressiv genug. "Wir sind einfach noch nicht konstant. Heute hat es gelangt, aber in Zukunft müssen wir uns steigern", sagte Torwart Johannes Bitter (zwölf abgewehrte Bälle), der in der 16. Minute den glücklosen Schweden Per Sandström (nur zwei Paraden) abgelöst hatte. "Wir haben heute Respekt gelernt", lautete Schwalbs Fazit. Man könne Spiele nicht mit 80 Prozent gewinnen.

Schwalbs Ärger war nach Spielschluss noch derart groß, dass er das Ergebnis des Bundesliga-Gipfels Flensburg - Kiel (37:32) nicht kommentieren wollte: "Das interessiert mich nicht sonderlich." Nach einmal guten 30 Minuten (eine Halbzeit beim 29:24 in Magdeburg) von Meisterschaft zu reden, sei unangemessen. "Wir müssen uns erst auf hohem Niveau stabilisieren."

Inwieweit das gelingt, wird sich Sonntag (15 Uhr, Color-Line-Arena) zeigen, wenn der HSV den neuen Tabellenführer Flensburg erwartet. Der hatte den Alleingang von Tripelsieger Kiel vor allem dank des starken schwedischen Torhüters Dan Beutler und des dänischen Regisseurs Thomas Mogensen (8 Tore) gestoppt. Zuvor feiert der HSV am Donnerstag (18.30 Uhr) in der Sporthalle Hamburg gegen Viborg Premiere in der Champions League - zumindest vom Namen her ein meisterlicher Wettbewerb.
Gesiegt - und Respekt gelernt

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Wertvoller Ersatz

Matti zog die Karre aus dem Dreck ...
Jansen-Ersatz beim 33:29 in Minden stark

LARS ALBRECHT

Die Freude über die Kieler Niederlage in Flensburg hielt sich in Grenzen. Für große Kampfansagen war die Leistung beim 33:29 (18:15) in Minden einfach zu dünn. Dass sich der HSV vor 2200 Fans dennoch den Sieg holte, war ganz wichtig. Denn jetzt ist es ganz oben richtig eng. Das Gastspiel des neuen Spitzenreiters Flensburg am kommenden Sonntag in Hamburg wird zum Showdown.

"Wir sollten nicht immer auf Kiel schauen. Wenn wir so spielen wie heute, haben wir mit denen eh nichts zu tun", sprach Matthias Flohr das aus, was Martin Schwalb dachte. Der Trainer hatte auch prompt ein Sonderlob für den starken Linksaußen (sieben Tore), der nach einer Viertelstunde den unglücklich spielenden Toto Jansen ersetzte, parat: "Matti war gemeinsam mit Hans Lindberg der große Gewinner dieser Partie. Ein tolles Spiel von ihm."

Tatsächlich retteten Flohr und der Däne, der elf Mal traf, den taumelnden Riesen HSV gegen tapfere Mindener Zwerge immer wieder vor dem Umfallen. "Ich bin froh, dass ich den Karren mit aus dem Dreck ziehen konnte", sagte Matti, der genau wie Schwalb zu mehr Demut gegenüber "kleinen" Gegnern aufrief: "Im Vorbeigehen gewinnt man nirgendwo." Bruno Souza, der die Spielmacher-Rolle zufriedenstellend ausfüllte, ergänzte: "Wenn wir nicht von Beginn an voll da sind, müssen wir das ganze Spiel hart fighten und verschwenden so unnötig Kraft."

Am Sonntag gegen Flensburg wird der HSV seine volle Power brauchen. "Gut, dass die Kiel geschlagen haben", meinte Keeper Jogi Bitter (elf Paraden). "Jetzt haben alle Teams schon Punkte abgegeben und Flensburg hat bei uns nicht den ganz großen Druck."
Matti zog die Karre aus dem Dreck ...

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Samstag, 22. September 2007

Nicht so hektisch

HSV heute bei GWD Minden
Mit einem Ohr in der Campushalle

LARS ALBRECHT

Die Pokalblamage von GWD Minden bei Zweitligist Rostock (26:30) kann Martin Schwalb nicht blenden. "Die wollen sich sicher ganz auf uns konzentrieren", mutmaßt der HSV-Coach vor dem heutigen Duell in der Kampa-Halle (15 Uhr). Parallel findet in der Campushalle der Kracher Flensburg gegen Kiel statt. Mit einem Ohr werden die Hamburger horchen, ob der Meister im Derby die ersten Punkte verliert.

"Flensburg ist eine Spitzenmannschaft. Natürlich haben die zu Hause gegen den THW eine Chance", schätzt Schwalb das 58. Schleswig-Holstein-Duell offen ein. Mit einem Sieg könnten die Flensburger den Dauerrivalen von der Spitze stoßen, der HSV (ein Spiel weniger) würde mit einem Erfolg in Minden ganz dicht an Kiel heranrutschen. Daumen drücken für den zukünftigen Hamburger Marcin Lijewski und sein Team ist also angesagt.

Davon, dass der HSV seine Pflicht erfüllt, ist auszugehen. Minden ist Vorletzter, hat vier von fünf Spielen verloren und die bisherigen fünf Gastspiele bei GWD hat Hamburg allesamt gewonnen. Für Bruno Souza, der den verletzten Spielmacher Guillaume Gille ersetzt, wird es dennoch ein echter Härtetest. Nach seinem guten Auftritt im Pokal darf der Brasilianer heute auch in der Liga Regie führen. Schwalb: "Bruno wird immer besser, ist aber manchmal noch zu hektisch."
HSV heute bei GWD Minden

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Freitag, 21. September 2007

Zur rechten Zeit

Souza spürt seinen Wert für die Mannschaft des HSV
Am Samstag (15 Uhr), im Spiel beim Tabellenvorletzten GWD Minden, wird es vor allem Souzas Aufgabe sein, den HSV zum Pflichtsieg zu führen. Er hat Zeit gebraucht, um sich im Norden zu akklimatisieren.

In seiner ganzen aufrechten Körperhaltung, in den zahlreichen Momenten größter Dynamik und dem dauerhaften Ausdruck tiefer Entschlossenheit wirkt Bruno Souza wie ein neuer Mensch. Vorbei sind die Zeiten, als dem Rückraumspieler des HSV Handball die Selbstzweifel an den Augen abzulesen waren, als er nach jeder halbwegs gelungenen Aktion auf dem Spielfeld den Blickkontakt mit Trainer Martin Schwalb suchte – in dem Wunsch nach Bestätigung.
Souza, dieser sensible Südamerikaner mit der enormen Sprungkraft, benötigt das nicht mehr. Der 30 Jahre alte Brasilianer spielt nach etwas mehr als einem Jahr beim HSV endlich so, wie es sich die Klubverantwortlichen von ihm erhofft hatten.
Souza ist sofort zur Stelle, wenn seine Dienste gefragt sind. So war es in den Heimspielen gegen Großwallstadt (42:27) und gegen die Rhein-Neckar-Löwen (28:28), und so war es auch am Mittwoch beim 35:18 im Zweitrundenspiel des DHB-Pokals in Cottbus. Dort vertrat er Kapitän Guillaume Gille (Oberschenkelzerrung) auf der Spielmacherposition glänzend.
Souza hat Zeit gebraucht
Auch am Samstag (15 Uhr), im Spiel beim Tabellenvorletzten GWD Minden, wird es vor allem seine Aufgabe sein, den HSV zum Pflichtsieg zu führen. „Ich bin gut drauf, körperlich fit, habe nach und nach meine Leistung gesteigert und zuletzt sehr ordentlich gespielt“, sagt Souza. Er fühle sich jetzt, in der zweiten Saison beim HSV, viel wohler als noch in der vergangenen Spielzeit. Da war alles neu für ihn. Souza hat Zeit gebraucht, um sich im Norden zu akklimatisieren.
„Bruno hat sein Selbstbewusstsein zurückgefunden. Er ist eben ein Kopfmensch, der sehr viel nachdenkt. In der vergangenen Saison hat er zu viel gegrübelt“, sagt HSV-Geschäftsführer Peter Krebs. Dadurch habe er dazu geneigt, in vielen Situationen zu verkrampfen. Die Ursache für Souzas neue Leichtigkeit des Seins liege in seiner Leistung im brasilianischen Nationaltrikot bei den Panamerikanischen Spielen in Rio de Janeiro im Juli, vermutet Krebs. Brasilien sicherte sich dank eines 30:22 im Finale gegen Argentinien zum zweiten Mal in Folge die Goldmedaille. Souza, zu Beginn der Spiele noch mit einer Bänderverletzung zum Pausieren gezwungen, erzielte im Finale neun Tore.
„Die Panamerikanischen Spiele haben ihn reanimiert. Im Kreise der Nationalmannschaft hat er sich richtig wohl gefühlt. Und jetzt besitzt er ein ganz starkes Selbstvertrauen“, sagt Krebs.
Lob freut ihn
Das Lob von verschiedenen Seiten freue ihn natürlich, betont Souza. „Anders als vor einem Jahr ist fast jede Entscheidung, die ich auf dem Spielfeld treffe, eine richtige. Ich bin für die Mannschaft da, so wie es auch alle anderen sind. Deshalb funktioniert der HSV.“ Angesichts der bisher gezeigten Leistungen ist davon auszugehen, dass auch in Minden ein Sieg gelingt. Dort gab es noch keine einzige Niederlage für die Hamburger.
Deutlich spannender wird es aller Voraussicht nach in Flensburg zugehen, wo sich in der Campushalle ab 15 Uhr die SG Flensburg-Handewitt und Tabellenführer THW Kiel im 58. Nordklassiker gegenüberstehen. Im Gegensatz zum THW (44:27 gegen den SC Magdeburg) tat sich Flensburg im DHB-Pokal sehr schwer. Nur mit Mühe gelang ein 35:32 beim Zweitligisten Stralsunder HV.
Gegen den alten Rivalen soll das anders laufen. „Wir wollen Kiel unbedingt besiegen. Ich erwarte ein großes Handballfest, eine Sehenswürdigkeit für Schleswig-Holstein“, sagt SG-Sportdirektor Anders Dahl-Nielsen. Flensburgs Trainer Kent-Harry Andersson gibt sich dagegen äußerst zurückhaltend: „Kiel ist die beste Mannschaft der Welt, in jeder Halle Favorit.“ Seine Mannschaft ist mit 9:1 Punkten erster Verfolger der Kieler (10:0). Der HSV (7:1) ist Vierter. Einen Wechsel an der Spitze will THW-Trainer Noka Serdarusic vermeiden: „Wir fahren nach Flensburg, um zu gewinnen.“
Souza spürt seinen Wert für die Mannschaft des HSV

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Alte Bekannte

Der HSV Handball trifft am 31.10 in der 3. Rundes des DHB Pokals auf den TUSEM aus Essen. Dort haben ja unser Trainer Martin, unser Manager Piet und Pino Torgovanov auch mal gespielt. Auf Essener Seite kennt sich natürlich Andrej Siniak besonders gut in den Hamburger Hallen aus. Die Mannschaft kann nach dem Pokalspiel übrigens gleich hier bleiben, da sie am Samstag den 3.11. ja auch gegen uns in der ColinA antreten darf.

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Mister 100%

Handball: Yoon kommt langsam, aber sicher in Torlaune

HAMBURG -

Wenn er sich lang macht, dann richtig - auf der Fahrt im Bus des HSV Hamburg und auf dem Spielfeld wie beim 35:18 in Cottbus. Kyung-Shin Yoon ist - Insider wissen es längst - der elftgrößte Koreaner der Welt. Zwar durfte auch für den 2,04-Meter-Mann der Erfolg des Europacupsiegers in der zweiten DHB-Pokalrunde beim Schlusslicht der 2. Liga Nord kein Maßstab sein. Eine traumhafte Trefferquote von 100 Prozent - drei Siebenmeter und sechs Würfe aus dem Feld - hat aber auch der siebenmalige Schützenkönig der Handball-Bundesliga nicht alle Tage. Yoon war in Torlaune.

"Ich bin erst bei 80 Prozent meiner Leistung, das war aber schon besser als bei den letzten beiden Bundesligaspielen", meinte der Angriffshüne. Beim 29:24 in Madgeburg und beim 28:28 gegen die Rhein-Neckar Löwen hatte er sich mit fünf respektive drei Toren fast asiatisch bescheiden zurückgehalten.

Während Yoon, der im Vorjahr vom VfL Gummersbach an die Elbe gewechselt war, nach dem Remis gegen die "Löwen" noch über "fehlende Spritzigkeit" geklagt hatte, wirkte er nach dem Sieg im Pokal zufrieden: "Vor allem meine Schnelligkeit und Wurfgenauigkeit sind schon fast wieder bei 100 Prozent", sagte der Koreaner. In der Bundesliga war der Welthandballer von 2001 zuvor zweimal nur Einwechselspieler gewesen. Eine ungewohnte Rolle für den Linkshänder, der aus dem rechten Rückraum, normalerweise aber nicht von der Bank kommt: "Das ist schwer für mich." Aufgrund der (vorerst verpassten) Olympia-Qualifikation mit Südkorea in Japan fehlen ihm 14 Tage Vorbereitung in Hamburg; erst am 7. September war der Global Player zurückgekehrt. Auch ein Weltklassemann ist halt keine "Tormaschine". "Ich hatte nicht einen Tag frei", merkte Yoon an, der in der vergangenen Saison alle HSV-Spiele absolviert hatte, den Trainer Martin Schwalb in Cottbus aber nach gut 35 Minuten vom Feld beorderte.

Nachdem die Männer des Bundesligavierten erst Donnnerstag früh gegen 4 Uhr in Norderstedt eingetroffen waren, standen sie gestern am frühen Abend wieder in der Sporthalle auf dem Parkett. Für Extra-Einheiten mit Yoon, das weiß auch Schwalb ("Ich vertraue ihm"), lässt die Dreifach-Belastung aus DHB-Pokal, Bundesliga und Champions Legue gar keine Zeit. Heute mittag noch eineinhalb Stunden Abschlusstraining, dann sitzen Yoon und Co. schon wieder im Bus gen Porta Westfalica, ehe morgen (15 Uhr) das Punktspiel in Minden folgt.

Der Bundesliga-17. blamierte sich mit der Pokal-Pleite beim Zweitligaklub Rostock (26:30). "Ich freue mich auf Minden und hoffe, dort einen weiteren Schritt Richtung 100 Prozent zu gehen", sagte Yoon. Auch der größte HSV-Feldspieler weiß, dass in den nächsten Wochen noch stärkere Gegner warten.
Handball: Yoon kommt langsam, aber sicher in Torlaune

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Donnerstag, 20. September 2007

Spass gehabt

HSV Hamburg siegt auch ohne Weltmeister klar in Cottbus

Es war das erwartete Handball-Fest – allerdings ohne Happy End für den LHC Cottbus. Die Lausitzer sind gestern Abend wie erwartet in der zweiten Runde um den DHB-Pokal gegen den deutschen Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer HSV Hamburg ausgeschieden. Vor 1800 Zuschauern in der erstmals restlos aus verkauften Lausitz-Arena setzten sich die Gäste mit 35:18 (20:8) durch.

«Viel Spaß.» Mit diesen Worten beendete LHC-Cheftrainer Dietmar Rösicke knapp 40 Minuten vor Spielbeginn seine Ansprache in der Kabine und schickte seine Mannschaft zum Warmmachen in die voll besetzte Halle. Der Spaß verging dem Tabellenletzten der 2. Bundesliga aber schnell, dafür nahm der HSV die Partie zu ernst, obwohl Gästetrainer Martin Schwalb seinen Weltmeistern Johannes Bitter, Pascal Hens und Torsten Jansen vor dem Champions-League-Auftakt in der kommenden Woche gegen Viborg HK eine Auszeit in Cottbus gönnte. Besonders eklatant in der ersten Minuten die Abschlussschwäche der Hausherren: Selbst vom Siebenmeterpunkt wollte der Ball nicht ins HSV-Tor. Erst nach zehn Minuten brach Machiel Schepers den Bann und überwand Gästekeeper Per Sandström – da führte die Hanseaten aber schon klar mit 5:0.
Neben dem mangelnden Druck war beim LHC wieder das Fehlen eines Linkshänders auf der halbrechten Position auffällig. Immerhin: Junioren- Nationalspieler Toni Podpolinski verfolgte nach seinem Kreuzbandriss das Spiel schon wieder in der Halle, dürfte aber weiter bis zum Jahresende fehlen. Auch sonst stellte sich die LHC-Mannschaft fast von selbst auf: Rudolf Varak ( «Ich hätte spielen können.» ) fehlte mit Muskelfaserriss, Dimitri Chukhrov wurde wegen Kniebeschwerden geschont. Nach gut zehn Minuten war das Spiel dann auch für Daniel Grobelny vorzeitig zu Ende. Der Torjäger stürzte unglücklich auf das rechte Knie. Erste Diagnose: schwere Prellung.
Die Hamburger, die neben ihren Weltmeistern auch auf den französischen Nationalspieler Guillaume Gille (Zerrung) verzichteten, zeigten sich indes auch in der «zweiten Reihe» stark genug besetzt und bauten den Vorsprung Tor um Tor aus (5:13/21.). Besonders Bundesliga-Rekordtorschütze Yoon Kyung-Shin tat sich hier mit acht Treffern vor der Pause hervor. Zur Pause führte der HSV 20:8 und Bitter & Co. hatten ihren Auftritt – beim Autogramme schreiben für die jugendlichen Fans.
Nach der Halbzeit agierte Cottbus etwas mutiger. Die jungen Christian Möbius und Kevin Wendlandt spielten ohne Angst vor den großen Namen auf der Gegenseite und zeigten die eine oder andere gelungene Aktion, um meist wenig später dann doch wieder Lehrgeld zu zahlen. Die Gäste spulten in der fairen Begegnung nur noch ihr Minimalpensum ab. Über 28:14 (44.) kamen die Hamburger zum 35:18-Erfolg, der dem HSV den Einzug in die dritte Runde brachte und dem LHC und seinen Fans trotz der hohen Niederlage viel Spaß gemacht hat.
HSV Hamburg siegt auch ohne Weltmeister klar in Cottbus

Ich hoffe das wir in der nächsten Runde wieder die Möglichkeit haben durch schönes Spiel anderen Spass zu bereiten aber den Sieg mit nach Hause zu nehmen.

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Freundschaft

Handball: HSV siegt 35:18

COTTBUS -

Im "Stadion der Freundschaft" von Fußball-Bundesligaklub Energie Cottbus geht es mitunter hitzig zu. Auch in der mit 2000 Fans des LHC Cottbus ausverkauften Lausitz-Arena herrschte gestern ein Höllenlärm. Den HSV Hamburg beeindruckte das nicht: Mit 35:18 (20:8) erledigte der deutsche Handball-Vizemeister, per Bus in fünfeinhalb Stunden in die Lausitz gereist, seine Pflichtaufgabe in der zweiten Runde des DHB-Pokals souverän. Und die Atmosphäre blieb freundlich.

HSV-Trainer Martin Schwalb schonte die Weltmeister Pascal Hens, Torsten Jansen und Johannes Bitter, der im Tor hervorragend vom Schweden Per Sandström vertreten wurde. Rechtsaußen Stefan Schröder stand als einziger Champion auf der "Platte". Es schlug die (halbe) Stunde der bisherigen Bankspieler, allen voran Bruno Souza, der in der Rückraum-Mitte den verletzten Kapitän Guillaume Gille (schwere Oberschenkelzerrung) ersetzte. Eine Samba-Band der körperlich und spielerisch unterlegenen Gastgeber, Letzter der 2. Bundesliga Nord, machte dem HSV-Brasilianer Beine. Souza (8 Tore) und Kyung-Shin Yoon - der 2,04 m große Südkoreaner erzielte allein in der ersten Hälfte acht seiner neun Treffer - ragten heraus. Über 5:0 (10. Min.) und 8:3 (15.) zog der HSV bis zu Yoons Tor auf 17:5 davon. "Nach einer Viertelstunde war der Drops gelutscht", meinte HSV-Sportchef Christian Fitzek. "Auch unsere Ersatzspieler haben in der Deckung konzentriert gearbeitet. Über leichte Tore bei Gegenstößen konnten wir Kraft sparen."

In der zweiten Halbzeit bekam zudem Junioren-Nationaltorwart Jürgen Müller anstelle von Sandström Spielpraxis beim HSV, dessen Champions am Ende fleißig Autogramme geben mussten. Mit dem Bus fuhren sie gleich nach Abpfiff zurück.
Handball: HSV siegt 35:18

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Mittwoch, 19. September 2007

Souverän

Der HSV zieht souverän in die nächste Runde des DHB Pokals ein. Beim 35:18 über den LHC Cottbus kamen vor allem die Spieler zum Einsatz die bisher in der Saison noch nicht so zum Zuge kamen. Beste Werfer waren Nick mit 9 und Bruno mit 8 Treffern.

Auch in den restlichen Partien gab es keine Überraschungen, wobei sich die SG Flensburg in Stralsund schwer tat und letztlich mit 35:32 weiterkam.

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Abstandshalter

Spiel des Jahres steigt heute in ausverkaufter Lausitz-Arena

COTTBUS. Es ist das Spiel des Jahres für den LHC Cottbus. Der Handball-Zweitligist empfängt heute Abend (Anwurf: 20 Uhr) im DHB-Pokal den HSV Hamburg – ein Traumlos.


Der Erstligist war bereits 2006 deutscher Pokalsieger, ist Vize-Meister und Champions- League-Teilnehmer und damit klarer Favorit in dieser Partie der 2. Hauptrunde. Das erste Spiel in diesem Wettbwerb hatte der LHC im August bei der SG Hohn/Elsdorf mit 38:28 gewonnen. Der HSV greift erst jetzt ins Pokal-Geschehen ein.
Die Rollen bei dieser Begegnung sind klar verteilt. Hier trifft ein Top-Team der härtesten Handball-Liga der Welt auf einen bislang sieglosen Zweitliga-Aufsteiger. Der Meisterschaftsfavorit aus der Hansestadt ist grandios in die neue Saison gestartet und nach vier Spieltagen noch ohne Niederlage. Nicht einmal der Cottbuser Trainer macht sich daher große Illusionen, dieses Spiel heute zu gewinnen. «Für eine Überraschung fehlt uns im Grunde ein kompletter Kader» , sagt Dietmar Rösicke und stellt klar: «Ein Sieg wäre für uns ein Weltwunder.»
Selbst den Ausfall des HSV-Kapitäns Guillaume Gille, französischer Welt- und Europameister, will Rösicke ganz und gar nicht als Vorteil für den LHC verstanden wissen: «Die sind auf jeder Position doppelt und gleich stark besetzt.» Zudem haben die Hamburger mit Pascal Hens, Torsten Jansen und Torhüter Johannes Bitter drei aktuelle Handball-Weltmeister im Kader. Dieses Team will unbedingt ins Final Four (Endspiel-Turnier mit vier Teams), das noch dazu in Hamburg stattfindet.
Nein, für den Cottbuser Coach geht es heute wahrlich nicht ums Gewinnen. «Wir freuen uns riesig auf das Spiel und wollen es einfach nur genießen und mal gucken, wie groß der Abstand zu den Top-Teams ist» , sagt Rösicke. Vor allem die jungen Spieler sollen in der mit rund 1800 Fans ausverkauften Lausitz-Arena in den Genuss kommen, gegen Weltklasse-Spieler anzutreten. Das große Pokal-Ziel habe man ohnehin schon erreicht, sagt Dietmar Rösicke: «Wir wollten eine Top-Mannschaft nach Cottbus holen. Und das ist uns gelungen.»
Spiel des Jahres steigt heute in ausverkaufter Lausitz-Arena

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Vollgas fürs Final4

LHC: "Wir müssen in Cottbus leider gewinnen"

Cottbus. 2,03 Meter groß, 95 Kilo schwer - mit Rückraumspieler Pascal Hens wird der LHC Cottbus heute Abend im Pokalspiel vermutlich seine liebe Not haben. Im RUNDSCHAU-Interview lässt der 27-jährige Weltmeister keinen Zweifel daran, dass der Erstligist HSV Hamburg, Pokalsieger von 2006, das Parkett der Lausitz- Arena als Sieger verlassen wird.

Hand aufs Herz, Pascal Hens: Mit wieviel Toren Unterschied gewinnt der HSV heute beim LHC Cottbus?

Darüber mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Denn das Spiel muss erst einmal gespielt werden. Das würde ja auch von einer gewissen Arroganz zeugen, wenn wir im Vorfeld nur über die Höhe des Sieges sprechen würden. Wir nehmen Cottbus sehr ernst und wollen eine Runde weiterkommen. Wir bereiten uns auf dieses Spiel genauso vor wie auf ein normales Bundesliga-Spiel.

Der LHC ist in der 2. Liga noch sieglos, Sie hingegen in der höchsten Spielklasse bisher ohne Niederlage. Erscheint Ihnen der Verein da nicht als geradezu lächerlicher Gegner – noch dazu so wahnsinnig weit weg?

Überhaupt nicht! Natürlich hätten wir uns eine kürzere Anreise gewünscht, aber wenn man ins Final Four kommen möchte, muss man jeden schlagen. Eben auch an jedem Ort. Ich bin schon auf die Atmosphäre in Cottbus gespannt.

Was wissen Sie eigentlich über den Lausitzer Verein?

Ganz ehrlich» Nicht wirklich viel. Ich weiß, dass Cottbus souverän aufgestiegen ist. Das war es aber auch schon. Ich denke aber, dass uns unser Torhüter Jürgen Müller noch einige Tipps geben wird. Er hat ja mit Altenholz gegen Cottbus gespielt.

Kommt der HSV in Bestbesetzung oder mit der zweiten Riege?

Wir nehmen dieses Spiel sehr ernst. Es gibt keinen Grund, Cottbus auf die leichte Schulter zu nehmen. Deswegen gehe ich davon aus, dass wir auch in Bestbesetzung antreten werden – die Verletzten ausgenommen.

Zur Bundesliga: Wie realistisch ist es, diese Saison die Kieler zu stoppen?

Sagen wir mal so: Wir wollen den THW ein bisschen ärgern. Normalerweise sind sie natürlich schwer zu stoppen. Aber wir sind ja auch nicht so schlecht. Wir müssen konstant unsere Leistung bringen. Alles andere kommt von alleine. Und wer weiß, vielleicht stehen wir am Ende der Saison ja einen Platz besser da als in der vergangenen Spielzeit.

Meister-Titel oder DHB-Pokalsieg« Was ist Ihnen persönlich wichtiger?

Deutscher Meister war ich noch nicht. Das wäre natürlich schon was Besonderes…

Dann könnten Sie doch in Cottbus einen Gang zurück schalten…

Wenn Sie mir dafür den Meister-Titel garantieren. Nein, ist natürlich ein Scherz. Wir wollen unbedingt wieder ins Final Four hier in Hamburg einziehen. Deshalb müssen wir leider auch in Cottbus gewinnen. Ich hoffe, dass Sie dafür Verständnis haben.

Als amtierender Weltmeister dürften Sie bei den Lausitzer Handball-Fans vermutlich auf große Sympathie stoßen. Hat sich Ihre Popularität nach Gewinn des WM-Titels eigentlich sehr gesteigert?

Das macht sich natürlich ein bisschen bemerkbar. Ich werde jetzt noch öfter auf der Straße angesprochen oder bekomme Einladungen zu Talkshows. Vor allem die Medienanfragen haben sich enorm gesteigert. Aber das macht mir nichts aus. Das gehört doch auch dazu. Außerdem geht es hierbei ja nicht um mich. Es ist doch wunderbar, dass der gesamte Handball-Sport dadurch einen Schub bekommen hat.
Wir müssen in Cottbus leider gewinnen

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Dienstag, 18. September 2007

Keine Verschwendung

HSV verschwendet Energie in Cottbus
Lange Reise zum Pokalspiel / Schröder will den Frust wegballern


LARS ALBRECHT

Außer Energie haben die Leute da nicht viel", denkt Stefan Schröder bei dem Stichwort Cottbus an den Fußball-Bundesligisten. "Diese Reise wird uns Energie kosten", hat Trainer Martin Schwalb eher den langen Trip in die Lausitz im Kopf. Mit unterschiedlichen Gedanken geht es heute um 7.30 Uhr per Bus zum Pokalspiel beim Zweitligisten LHC Cottbus (20 Uhr).

Auf der über 400 Kilometer langen Fahrt in Richtung polnische Grenze wird Schröder genug Zeit haben, über die letzten beiden Spiele nachzudenken, in denen dem Nationalspieler nur die Ersatzrolle hinter Hans Lindberg blieb. "Natürlich ist man enttäuscht, wenn man nicht spielt. Aber ich muss es so hinnehmen und mich anbieten."

Gelegenheit dazu wird der Rechtsaußen gegen den Letzten der Zweiten Liga heute reichlich bekommen. Genau wie "Schrödi", der in der Jugend mit Schwerin dort aufgelaufen ist, hat auch Coach Schwalb schon Erfahrungen mit Cottbus gemacht: "Als die 1991/1992 in der Bundesliga gespielt haben, war ich mit Wallau da. Wir haben gewonnen." So soll's auch heute sein.
HSV verschwendet Energie in Cottbus

Das erste Spiel ohne Gino sollte man nutzten können um zu sehen wer da auf Mitte am Besten zurecht kommt.

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Vier richtige

HSV Handball spielt jetzt Quartett

HAMBURG -

Er hat zwar zurzeit sein Laufvermögen, nicht aber seine Fahrtüchtigkeit und seinen Humor verloren: "Jetzt besuche ich meinen Lieblingsphysiotherapeuten", sagte Guillaume Gille (31) gestern Nachmittag auf dem Weg zur Sporthalle nach Alsterdorf. Niklas Albers wird mit dem Kapitän des HSV Hamburg in den kommenden Wochen öfter Körperkontakt haben als dessen Mitspieler mit ihm.

Nach dem Malheur aus dem Handball-Bundesligaspitzenspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen (28:28) - der Franzose war nach einem normalen Zweikampf mit Oleg Velyky auf den Boden gefallen und hatte "einen komischen Schritt" gemacht - brachte eine Kernspintomografie Aufschluss über die Verletzung: Der Spielgestalter des Vizemeisters hat eine schwere Zerrung der rechten hinteren Oberschenkelmuskulatur erlitten. "Besser eine Zerrung als ein kompletter Muskelfaserriss", meinte Guillaume Gille.

"Es ist schon bitter, dass uns ,Gino' trotzdem wohl drei bis vier Wochen ausfallen wird", kommentierte HSV-Trainer Martin Schwalb die Schwächung seines Teams. Wie groß diese ist, wird sich in den nächsten Wochen ob der Dreifachbelastung aus Bundesliga, Champions League und DHB-Pokal zeigen. Gille - ganz Spielführer - vertraut seinen Mitspielern: "In unserer Mannschaft stehen einige Leute, die in der Lage sind, meine Rolle zu übernehmen."

Nach dem Fall Guillaume(s) spielt der HSV jetzt Quartett. Zwar bezeichnet HSV-Sportchef Christian Fitzek den Franzosen gern als "Schlussstein" in der Abwehr, Gille dort ersetzen sollen aber die beiden Neuzugänge Dimitri Torgowanow (von Rhein-Neckar) und Michal Jurecki (aus Kielce). "Sie haben auch die Deckungsvarianten einstudiert. Die Jungs sind vorbereitet", so Gille.

Im Angriff setzt Coach Schwalb für die Rückraummitte auf Samba-Mann Bruno Souza, der als Bankspieler gegen Rhein-Neckar drei Tore warf, und den polnischen Linkshänder Krzysztof Lijewski. Gille: "Ich mache mir für die nächsten Spiele keine Sorgen." Gilt zumindest erst mal für die DHB-Pokalpartie morgen (20 Uhr) beim Nord-Zweitligaklub Cottbus. Wenn die Mannschaft am Mittwoch schon um 7.30 Uhr den Bus gen Lausitz besteigt - in Cottbus folgt ein Aufenthalt in einem Tageshotel -, wird Gille aber nicht mitfahren: "Bei mir ist Ruhe angesagt."
HSV Handball spielt jetzt Quartett
Im Angriff hat Bruno sein Potential in den letzten Spielen schon angedeutet und Pino sollte die Abwehr schon zusammenhalten können.

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Montag, 17. September 2007

Kein Basar in Hamburg

Der neue Spielmacher
Kapitän Guillaume Gille fällt einige Wochen aus

DIRK HOFFMANN

Schwerer Schlag für die HSV Handballer: Die Muskelverletzung von Kapitän Guillaume Gille im rechten hinteren Oberschenkel hat sich als extrem heftige Zerrung rausgestellt. Trainer Martin Schwalb: "Er wird wohl drei bis vier Wochen ausfallen."

Und damit auch für das Schlagerspiel am 30. September gegen die SG Flensburg-Handewitt. Der Franzose selbst sagt: "Ich hatte Glück im Unglück, weil nichts gerissen ist. Mir geht es schon etwas besser. Ich habe keine Ahnung, wie lange ich ausfalle, und muss sehen, wie die Behandlungen anschlagen."

Für die kommenden Partien und damit auch morgen im Pokal in Cottbus werden Bruno Souza und Krzysztof Lijewski den Regisseur ersetzen. Gino: "Ich mache mir keine Sorgen. Die Jungs haben richtig Qualität und werden Gas geben." Coach Schwalb dazu: "Natürlich ist es für die Jungs nicht einfach, Gino zu ersetzen, denn er hat ja auch wichtige Aufgaben in der Abwehr."

Insbesondere in der Offensive überzeugte Bruno Souza bei den beiden Heimspielen gegen Großwallstadt und die Rhein-Neckar Löwen. Nach einer schwachen ersten Saison mit aufsteigender Tendenz zum Ende hin ist er jetzt voll da. "Ich denke nicht mehr so viel nach, fühle mich topfit und freue mich einfach, wenn ich der Mannschaft helfen kann", sagt der Power-Brasilianer.

Angesprochen auf die bereits von Boss Andreas Rudolph in der MOPO dementierten Gerüchte, er stehe vor einem Wechsel zum SC Magdeburg, sagt der 30-Jährige: "Mit mir hat niemand darüber gesprochen. Ich liebe den HSV." Sportchef Christian Fitzek empört: "Wir sind doch nicht auf einem Basar."
Der neue Spielmacher

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Erwartungen erfüllt

HSV (7:1 Punkte, +1)
Der Europapokalsieger der Pokalsieger erwischte einen Traumstart. Erstmals gewannen die Hanseaten in Magdeburg (29:24). Bei der Jagd auf Kiel wurde jedoch daheim gegen die Löwen (28:28) ein Punkt liegengelassen.
Kellerkinder gleichauf mit Kiel

Dann müssen wir in Kiel halt gewinnen.

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Risiko belohnt

Viele Schwächen beim 28:28 gegen Rhein-Neckar Löwen
HSV-Handballer leisten sich den ersten Makel in der Heimbilanz

Von Christian Görtzen
Dreieinhalb Minuten waren noch zu spielen. Im Handball ist das eine halbe Ewigkeit, noch dazu in der Schlussphase. Aber Martin Schwalb ging volles Risiko. Alles oder nichts, lautete die Devise des HSV-Trainers. Er nahm Johannes Bitter aus dem Tor und schickte dafür Pascal Hens auf das Parkett. Durch Hens als zusätzlichen Spieler wurde die 5:6-Unterzahl wieder ausgeglichen. Nur stand niemand mehr im Tor. Mit 25:27 lag der HSV Handball zu dem Zeitpunkt gegen die Rhein-Neckar Löwen zurück. Allen war klar: Wenn das nach hinten losgeht und die Gäste das 25:28 erzielen würden, wäre die Partie verloren.
Doch Hans Lindberg behielt die Nerven und brachte den HSV auf 26:27 heran. Schwalb nahm 2:01 Minuten vor Schluss eine Auszeit. Zeit für große Emotionen. Der ins Tor zurückgekehrte Bitter schrie in einer Art und Weise, die zwischen Tarzan und King Kong anzusiedeln ist, ins Publikum. Er wollte die 6456 Zuschauer in der Color Line Arena zu noch stärkerer Unterstützung animieren. Doch die waren schon längst durch den Krimi gefangen. Niemand saß mehr. Alle standen, klatschten rhythmisch Beifall und hörten nicht auf damit, stakkatoartig "HSV" zu rufen. Als Bertrand Gille 17 Sekunden vor dem Ende die Gastgeber mit 28:27 in Führung brachte, brach ein Aufschrei der Begeisterung aus. Doch neun Sekunden vor der Sirene glich Mariusz Jurasik zum 28:28 für die "Löwen" aus. Dabei blieb es.
Die Mienen der Hamburger Spieler verrieten, dass es sich eher um einen verlorenen als um einen gewonnenen Punkt handelt. Und das, obwohl die Hamburger zur Pause mit 12:17 zurückgelegen hatten und auch noch bis zur Mitte der zweiten Halbzeit mit fünf Treffern im Nachteil waren.
"Wir wollten zu Hause keine Punkte abgeben. Demzufolge handelt es sich also um einen verlorenen Punkt", sagte Bitter, der nur eine mittelmäßige Leistung geboten hatte. Viele Bälle rauschten ihm durch die Beine ins Tor. Auch sonst lief beim HSV lange Zeit wenig zusammen. Pascal Hens (vier Tore) spielte schwach, Krzysztof Lijewski war auf der Spielmacherposition zu hektisch, mehrfach stimmten die Laufwege nicht, und etliche technische Fehler sorgten dafür, dass ein Spielfluss gar nicht erst zustande kam. Selbst HSV-Präsident Andreas Rudolph verlor darüber seine Ruhe. "Seid ihr denn bescheuert?", rief er in der 39. Minute laut aus, als seine Spieler erneut eine gute Chance auf einen Gegenstoß verstolpert hatten.
"Man muss auch mal mit einem Punkt zufrieden sein", resümierte HSV-Trainer Martin Schwalb. "Wir haben gekämpft wie die Löwen und hauen nicht jede Mannschaft aus der Halle." Auch Rudolph bewertete das Ergebnis noch positiv. "So ein Punkt kann am Ende die Meisterschaft bringen", sagte er. Der verlorene Punkt kann aber auch zum Titel fehlen.
HSV-Handballer leisten sich den ersten Makel in der Heimbilanz

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Nur eine Zerrung

HSV-Kapitän Guillaume Gille fällt auf unbestimmte Zeit aus

Hamburg (dpa/lno) - Handball-Vizemeister HSV Hamburg muss in den kommenden Wochen auf seinen Kapitän Guillaume Gille verzichten. Zwar bestätigte sich bei der Kernspin-Tomographie der befürchtete Muskelfaserriss nicht, allerdings wurde eine schwere Zerrung der rechten hinteren Oberschenkelmuskulatur diagnostiziert. «Wir sind sehr froh, dass es kein Muskelfaserriss ist, aber es ist schon bitter, dass 'Gino' trotzdem wohl drei bis vier Wochen ausfallen wird», sagte HSV-Trainer Martin Schwalb am Montag. Wann der Franzose wieder
einsatzbereit sein wird, ist zur Zeit noch offen.
HSV-Kapitän Guillaume Gille fällt auf unbestimmte Zeit aus
Damit fällt Gino wohl bei den schweren Spielen gegen Viborg, Moskau und Flensburg aus. Drücken wir die Daumen das er spätestens gegen Gummersbach wieder dabei ist.

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Junge komm bald wieder

Handball HSV gibt beim 28:28 gegen Rhein-Neckar ersten Bundesliga-Zähler ab
Gekämpft wie die Löwen
Punktgewinn oder -verlust? Dem Vizemeister fehlt auf jeden Fall Kapitän Guillaume Gille.

Von Stefan Reckziegel

Hamburg -

Der Krimi geht weiter", lautet in dieser Saison das Motto beim HSV Hamburg - Edgar Wallace lässt grüßen. Die populären Verfilmungen des englischen Schriftstellers hatten in den 60er-Jahren in der Regel eine Länge von gut 90 Minuten.

In der Color-Line-Arena hielt es nach 59 Minuten kaum einen der 6500 Besucher auf dem Sitz: Erstmals seit der zwölften Minute (8:8) hatte der deutsche Handball-Vizemeister gegen die Rhein-Neckar Löwen durch den Südkoreaner Yoon zum 27:27 ausgeglichen. Und als der französische Kreisläufer Bertrand Gille in der 60. und letzten Minute sogar zum 28:27 traf, glich die Halle trotz des leeren Oberrangs einem Tollhaus. Der Pole Mariusz Jurasik sorgte mit seinem Siebenmeter zehn Sekunden vor Schluss für einen jähen Spannungsabfall beim Weltmeister-Ball in der Bundesliga.

Mit dem 28:28 (12:17) hatte der Europacupsieger der Pokalsieger aus Hamburg den ersten Punkt in dieser Saison abgegeben. WM-Torwart Henning Fritz, einer von sechs Titelträgern bei Rhein-Neckar, hatte sich mit nur zwei Paraden zwar nicht als "Der Hexer" entpuppt, jedoch erinnerte die gegnerische Tor-Zone für die Männer von HSV-Trainer Martin Schwalb nach 6:3-Führung (8.) später an ein anderes Wallace-Werk: "Der rote Kreis".

Von der zwölften bis zur 21. Minute blieb der HSV um die Weltmeister Pascal Hens und Torsten Jansen ohne Treffer, scheiterte am beweglichen polnischen Vizeweltmeister und Fritz-Ersatz Slawomir Szmal, der zwölf von 35 Bällen hielt, und war in der Abwehr nicht zupackend genug. Johannes Bitter brachte es auf den Punkt: "In der ersten Halbzeit haben wir hinten nicht gut gestanden und vorne einiges weggeschmissen. In der zweiten Hälfte wurde es hinten etwas besser, auch wenn vorn nicht alles geklappt hat", sagte der Weltmeister im HSV-Tor (zwölf Paraden bei 27 Würfen) und Publikumseinpeitscher.

"Jogi hat uns in der zweiten Hälfte gut unterstützt", urteilte Schwalb, der trotz starken Beginns "ein gewisses Maß an Unsicherheit" im Team registrierte. "Die Laufwege stimmten nicht mehr, die Ballsicherheit fehlte noch, die Automatismen sind noch zu wenig drin", sagte der HSV-Trainer. Technische Fehler und Fehlwürfe bei Tempogegenstößen (Guillaume Gille, Jansen) verhinderten einen früheren Ausgleich. Zudem: Bundesliga-Torschützenkönig Yoon (nur 3 Treffer) fehlen nach der verpassten Olympia-Qualifikation mit Südkorea rund zwei Wochen Vorbereitung. Cool und bester HSV-Werfer blieb Hans Lindberg, der (Reserve-)Weltmeister Stefan Schröder verdrängt hat.

Während sich Rhein-Neckar-Coach Juri Tschewtsow unsicher war, ob er angesichts der individuellen Klasse seines Star-Ensembles mit einem Zähler zufrieden sein sollte, machte Schwalb noch einen Punkt gut: "Wir haben gekämpft wie die Löwen . . ."

Beim Fight um die Bundesligaspitze und im DHB-Pokal fällt Kapitän Guillaume Gille (31) jedoch erst einmal aus: Der Rückraum-Mitte-Spieler erlitt eine Oberschenkelverletzung. Bei einer Kernspin-Tomographie soll heute untersucht werden, inwieweit der Muskel lädiert ist. "Er ist unser Schlussstein und zählt zu den Spielern, die wir nicht verlieren dürfen", sagt HSV-Sportchef Christian Fitzek. Bittere Ironie: Falls Gille wochenlang ausfällt, wäre Rhein-Neckars Spielmacher Oleg Velyky, der seine Klasse zeitweise zeigte, schon vor seinem Vertragsbeginn im Juli 2008 in Hamburg sehr gut zu gebrauchen . Auch wenn er nicht - Wallace lässt grüßen - "Der grüne Bogenschütze" ist.
Gekämpft wie die Löwen

Hoffentlich stellt sich Ginos Verletzung nicht als so dramatisch raus. Es ist nun mal unsere einzige Position auf der wir kein Weltklasse Backup haben.

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Sonntag, 16. September 2007

Das ist bitter

Schock nach Krimi
Nur 28:28 gegen Rhein-Neckar Löwen / Guillaume Gille fällt wochenlang aus

DIRK HOFFMANN, LARS ALBRECHT

Die Analyse des 28:28 (12:17) gegen die Rhein-Neckar Löwen fiel den HSV Handballern nicht leicht. Desolate erste Halbzeit, tolles Comeback und in den Schlusssekunden doch noch den Ausgleich kassiert. "Wir sind Menschen, keine Maschinen", meinte Trainer Martin Schwalb nach dem ersten Punkverlust der Saison. Das gilt auch für Guillaume Gille. Der Kapitän musste mit Verdacht auf Muskelfaserriss raus und wird seinem Team länger fehlen. Ein echter Schock!

"Solch einen Schmerz hatte ich noch nie", stöhnte "Gino" auch gestern noch. In der 57. Minute war es passiert: Im Duell mit Oleg Velyky machte Gille einen Ausfallschritt, ging zu Boden und hielt sich den rechten Oberschenkel. Heute früh steht die endgültige Diagnose fest. Schwalb: "Gino wird wohl einige Wochen und damit auch am 30. September gegen Flensburg fehlen. Jetzt müssen andere zeigen, was sie draufhaben." Vornehmlich wird Bruno Souza die Spielmacherrolle übernehmen.

Dass es gegen die Löwen doch noch einen Punkt gab, hatte der HSV u. a. Souza zu verdanken. "Bruno hat sich voll reingehängt", lobte Schwalb. Das galt im zweiten Durchgang auch für das gesamte Team. "Schlechter als in der ersten Halbzeit kann man auch gar nicht spielen", so Toto Jansen. 17 Sekunden vor Schluss hatte Bertrand Gille sogar das 28:27 erzielt, doch Jurasik konnte per Siebenmeter noch ausgleichen. Schwalb: "Dieser kleine Schlag tut uns ganz gut. Wir hauen nicht jeden weg."
Schock nach Krimi


Das uns die erste Verletzung der Saison ausgerechnet auf unser Achillesferse erwischt ist wirklich bitter. Hoffentlich kann die Medi Abteilung Wunder vollbringen.

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Bäumchen wechsel dich

Unbestätigten Gerüchten zu Folge könnte die Lösung ein Ringtausch Tkacyzyk zu den Rhein-Neckar-Löwen, Velyky zum HSV und Souza nach Magdeburg sein,


SCM bestätigt finanzielle Probleme - Bringt Ringtausch die Rettung?

Mitten in der Saison ist so ein Tausch schon recht problematisch, wobei ich denke Oleg noch am einfachsten bei uns zu integrieren ist.

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Verloren, gewonnen?

Vize-Meister HSV konnte mit einem Kraftakt die erste Saisonniederlage gerade noch abwenden.
Die Hanseaten kamen im Top-Spiel nach einer Achterbahnfahrt zu einem 28:28 gegen die Rhein-Neckar Löwen.
Trainer Martin Schwalb atmete auf, obwohl sein Team in der Schlussminute sogar führte.
"Alles läuft in die richtige Richtung", sagte der frühere Nationalspieler im Gespräch mit Sport1.de. "Das war ein absolutes Spitzenspiel zweier Mannschaften, die hoch hinaus wollen. Nach dem Rückstand haben wir eine tolle Aufholjagd gezeigt. Das Remis ist leistungsgerecht."


Am Ende haben wir sicher noch einen Punkt gewonnen und haben die drei Punkte die Andreas Rudolph sich am Anfang der Woche gewünscht hat. Wenn ich natürlich auch gerne beide Punkte gestern in Hamburg behalten hätte, so war es doch schön mal wieder ein spannendes Spiel zu sehen zu bekommen.

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Samstag, 15. September 2007

Hände weg von unseren Punkten

Oleg Velyky: Ein Zehner hat es in der Hand

HAMBURG -

In seinem Team trägt er die Nummer zehn. Die hat im Handball zwar nicht solch einen Stellenwert wie (einst) im Fußball, steht im Fall Oleg Velykys aber für Spielkunst. "Wenn er gesund ist, ist er der beste Spieler der Welt", meint Christian Fitzek, Sportchef des HSV Hamburg. An diesem Sonnabend (15 Uhr, Color-Line-Arena) zeigt der Hochgelobte beim Weltmeister-Ball mit zehn goldigen Kerlen sein Können auf des Gegners Seite, den Rhein-Neckar Löwen. Von Juli 2008 an ist der gebürtige Ukrainer hier öfter zu erleben, von da an gilt sein Dreijahresvertrag.

HSV-Coach Martin Schwalb hätte den 29-Jährigen schon jetzt gern in und vor seinem Kreis begrüßt - die Position des Spielgestalters ist beim Europacupsieger HSV nur mit Kapitän Guillaume Gille (31) erstklassig besetzt. Velyky glänzt aus der Rückraummitte mit Anspielen und Toren. 17 warf er in drei Saisonspielen für die Löwen, mit denen er als deutscher Pokalfinalist im Europacup spielt. Die Champions League mit Bundesliga-Vize HSV hätte ihn mehr gereizt. 400 000 Euro Ablöse für einen Wechsel des EM-Torschützenkönigs 2000 waren aber auch dem gewiss nicht knauserigen Andreas Rudolph zu viel.

Da der HSV-Boss den Vertrag mit Velyky schon vor eineinhalb Jahren schloss, dürfte es ihn freuen, wenn sich dessen Marktwert noch erhöht. Velyky ist mit Gold dekoriert, spielte bei der Heim-WM indes verletzungs- und krankheitsbedingt (Lymphknotenoperation) keine Minute. Umso mehr freut es Velyky, dass ihn Bundestrainer Heiner Brand für das Länderspiel am 26. September in Wetzlar gegen Rumänien berief. Velyky: "Die EM in Norwegen im Januar ist mein großes Ziel. Ich fühle mich gut und bin fit."

HSV-Kreisläufer Dimitri Torgowanow sieht nach seiner mit 17 Stichen genähten Augenverletzung zurzeit zwar nicht so aus, trainierte am Freitagmittag indes schon wieder mit. Bis dahin waren 5800 Tickets für das Bundesligaspitzenspiel verkauft. Hinter den Toren werden Stühle aufgestellt. Rudolph hofft auf knapp 7000 Fans und einen Sieg mit sechs bis acht Toren, "wenn wir so spielen wie beim 29:24 in Magdeburg".

Oleg Velyky: Ein Zehner hat es in der Hand

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Parade der Handball Weltmeister

Hängt der HSV die Löwen schon ab?
Heute (15 Uhr) kommt "Geheimfavorit" Kronau / Zehn Weltmeister laufen auf


LARS ALBRECHT

Dieses Duell lässt er sich auf keinen Fall entgehen. "Ich werde spielen", sagte Dimitri Torgovanov nach dem gestrigen Training. Auch die mit 17 Stichen genähte Wunde über dem rechten Auge kann die russische Abwehr-Kante nicht von dem Duell mit seinem Ex-Klub, den Rhein-Neckar Löwen, abhalten. Mit einem Sieg heute (15 Uhr, Color Line Arena) könnte der HSV den "Geheimfavoriten" aus Kronau im Kampf um den Titel bereits abhängen. Doch einfach wird die Aufgabe nicht.

Zwei Pleiten mussten die hoch eingeschätzten Löwen in dieser Saison bereits hinnehmen. Einem blamablen 30:35 bei Aufsteiger Essen folgte ein achtbares 25:26 gegen Kiel. Manager Thorsten Storm: "Wir sind noch nicht so weit, um ganz oben mitzuspielen. Nur der HSV kann Kiel diese Saison Paroli bieten." Der Ex-Kronauer Torgovanov traut dem Braten nicht: "Die Löwen haben ein sehr starkes Team, wollen sich die verloren Punkte bei uns wiederholen."

Besonderen Respekt hat der 35-Jährige vor seinem Freund Oleg Velyky. "Oleg ist echt gefährlich", sagt "Pino". "Ich habe mit ihm telefoniert. Die stehen ganz schön unter Druck." Spielmacher Velyky, der 2008 zum HSV kommt: "Das ist Zukunftsmusik. Zunächst möchte ich als Kapitän der Löwen Erfolge feiern."

Neben Velyky laufen heute neun (!) weitere Weltmeister auf. Zu den vier WM-Helden vom HSV kommen noch Torwart-Titan Henning Fritz, Christian Schwarzer, Oliver Roggisch, Michael Haaß und Andrej Klimovets. HSV-Geschäftsführer Piet Krebs: "Mehr geht nicht."
Hängt der HSV die Löwen schon ab?

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Freitag, 14. September 2007

Zunkunftsaussichten

Lijewski Ja, ich komme zum HSV!
Flensburg-Star sagt für 2009 zu / "Wenn man die Möglichkeit hat, muss man sie nutzen" / Mit Bruder vereint


LARS ALBRECHT

Der HSV ist so stark wie nie. Mit einem Sieg morgen (15 Uhr, Color Line Arena, 5500 Tickets sind verkauft) gegen die hoch eingeschätzten Rhein-Neckar Löwen wollen Pascal Hens und Co. Spitzenreiter THW Kiel dicht auf den Fersen bleiben. Auch in Sachen Zukunft machen die Hamburger ernst. Flensburg-Star Marcin Lijewski soll 2009 kommen - und es sieht mehr als gut aus. Der polnische Vize-Weltmeister verriet der MOPO: Ja, ich komme zum HSV!

"Ich habe mit den Hamburgern gesprochen", bestätigt der 29-Jährige die Gerüchte der letzten Tage. "Und wir sind schon ganz weit." Worte, die wie Musik in den Ohren der Fans klingen. Mit dem Weltklasse-Mann Lijewski ist der Ersatz für Kyung-Shin Yoon, der noch eine Saison dranhängen soll, im rechten Rückraum gefunden. Dort wird der "Allstar" der WM 2007 dann gemeinsam mit seinem kleinen Bruder Krzysztof (24, Vertrag bis 2011) wirbeln. "Das ist nicht nur für uns beide, sondern für die ganze Familie ein Traum", schwärmt Marcin von der Zukunft. Die Eltern Eugeniusz und Lucija hoffen schon lange auf eine sportliche Vereinigung ihrer Söhne.

Doch nicht nur familiäre Gründe treiben Lijewski, der mit Frau Justyna zwei Kinder hat, nach Hamburg. "Das ist einfach eine geile Stadt", so der Träger des polnischen Verdienstkreuzes. "Wenn man die Möglichkeit hat, zum HSV zu wechseln, muss man sie nutzen", erklärt Marcin, der in zwei Wochen mit Flensburg in Hamburg gastiert.

Der erste für 2009 angekündigte Weltstar ist gefunden. Doch wer könnte der zweite sein? Noch immer wird Holger Glandorf (24, Nordhorn) beim HSV gehandelt. Kommt auch der Weltmeister, würde Krzysztof Lijewski auf die Mitte rücken.
Lijewski Ja, ich komme zum HSV!

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Kleine Schweinereien

Weltmeister-Ball mit den WM-Torhütern

HAMBURG -

Der 4. Februar ist Handball-Freunden in besonders guter Erinnerung, auch die 36. Spielminute des WM-Endspiels: Zwar führte Johannes "Jogi" Bitter den prächtig parierenden Henning Fritz wegen dessen Muskelfaserrisses vom Feld, dennoch ersetzte Bitter ihn danach derart gut, dass sich beide nach dem 29:24 gegen Polen als Weltmeister feiern lassen durften.

Damals spielte Fritz noch für den THW Kiel, Bitter für den SC Magdeburg. Morgen (15 Uhr) werden sich die Nationalmannschaftskollegen in der Color-Line-Arena erstmals in ihren neuen Teams gegenüberstehen: Bitter mit dem HSV Hamburg, Fritz mit den Rhein-Neckar Löwen. Rege ist der Keeper-Kontakt zwar nicht, jedoch wünschten sie sich per SMS viel Glück. Was bei Bitter, der mit dem HSV (6:0 Punkte) eine weiße Weste hat, mehr fruchtete als bei Fritz, dessen Team nach dem 25:26 gegen Kiel 4:4 Zähler aufweist. "Kiel hätte auch verlieren können, jetzt geht es für die Rhein-Neckar Löwen schon um Einiges", sagt Bitter. "Die werden kämpfen wie die Schweine."

Ob es auf der "Platte", wie die Handballer ihr Betätigungsfeld nennen, besonders versaut zugeht, sei dahingestellt. Das Bundesligaspitzenspiel ist indes ein echter Weltmeister-Ball. Gleich zehn Gold-Jungs laufen auf, und Europacupsieger HSV ist mit Bitter, Pascal Hens, Torsten Jansen und Stefan Schröder sogar in Unterzahl. Michael Haaß, Andrej Klimovets und Oleg Velyky, der wie HSV-Spieler Stefan Schröder bei der WM nicht zum Einsatz kam, spielten schon im Vorjahr in Mannheim, als die "Löwen" noch als SG Kronau-Östringen Zweiter im DHB-Pokal wurden. Indes hat Rhein-Neckar außer Fritz mit Abwehr-Hüne Oliver Roggisch und Christian Schwarzer - beide teilen sich die (Hand-)Arbeit als Kreisläufer - drei weitere namhafte Champions verpflichtet.

"Die Mannschft soll ein deutsches Gesicht haben", nennt Manager Torsten Storm eine Zielvorgabe. Er selbst geht "die neue Herausforderung" nach fünf Jahren bei der SG Flensburg-Handewitt seit Juli in Mannheim gleich neben der SAP-Arena an. Der Softwarehersteller und der Multi-Unternehmer Jürgen B. Harder, Lebensgefährte des früheren Schwimm-Stars Franziska van Almsick, trugen dazu bei, dass der Etat mit 5,7 Millionen Euro in der neuen Saison der dritthöchste in der stärksten Liga der Welt nach denen der Branchen-Primi Kiel und Hamburg ist (je 6,5 Millionen).

"Unser Angriffspunkt ist in dieser Saison Platz drei bis fünf", sagt Storm, für den auch nach dem Saisonstart mit vier Minuspunkten "alles in Ordnung" ist. Mit 10 000 Besuchern bei der Heimpremiere gegen den Kleinstadtklub Balingen sowie 13 000 in der vollbesetzten SAP-Arena und 40 verkauften VIP-Logen gegen Kiel konnte Storm schon wirtschaftliche (Teil-)Erfolge landen. Dass für das Hamburger Gastspiel seines Teams bis gestern erst gut 5000 Karten verkauft worden sind, wundert ihn etwas: "Es kommen sicher noch unattraktivere Gegner als wir. . . ."
Weltmeister-Ball mit den WM-Torhütern

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Donnerstag, 13. September 2007

Brüderpaare

"Wir wollen Lijewski"
München/Flensburg - Am Dienstag berichtete Sport1.de, dass Marcin Lijewski seinen bis 2009 laufenden Vertrag bei der SG Flensburg-Handewitt nicht verlängern wird.

Sein erster Ansprechpartner ist der HSV. Das hat Hamburgs Präsident Andreas Rudolph nun bestätigt.
"Wir wollen Marcin haben, verhandeln mit ihm", sagte Rudolph der "Hamburger Morgenpost."
Glandorf im Visier
Allerdings ist der polnische Weltklassespieler, der bei der Weltmeisterschaft 2007 ins Allstar-Team gewählt wurde und maßgeblichen Anteil daran hatte, dass die Polen bis ins Finale vorstießen, nicht der einzige Kandidat.
Rudolph erklärte, der HSV habe weiterhin einen Weltmeister im Visier: "Wir sprechen auch weiter mit Holger Glandorf."
Nachfolger von Yoon?
Hamburg plant langfristig mit Marcin Lijewskis Bruder Krzysztof für den rechten Rückraum. Der Vertrag des 24-Jährigen läuft bis 2011.
Nummer eins auf dieser Position ist aber Kyung-Shin Yoon. Der Vertrag des Südkoreaners läuft nach der Saison aus.
Hamburg will mit ihm bis 2009 verlängern.
Keine Verhandlungen mit den Löwen
Das würde passen, um einen nahtlosen Übergang zu Marcin Lijewski zu haben.
Nach Informationen von Sport1.de sollen die Verhandlungen weit fortgeschritten sein. Ein anderer Interessent für den 29-Jährigen könnten die Rhein-Neckar Löwen werden.
Allerdings erklärte Manager Thorsten Storm gegenüber Sport1.de: "Wir haben mit Marcin nicht verhandelt."
Krzysztof freut sich auf Marcin.
Einer würde sich besonders freuen, sollte der Wechsel von Marcin Lijewski an die Elbe klappen. Bruder Krzysztof.
Der meint: "Das wäre ein Traum, mit meinem Bruder für den selben Verein zu spielen."
Wir wollen Lijewski

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Löwenbändiger

Vorsicht, HSV! Löwen sind bissig
Morgen die nächste Bewährungsprobe - Kronau kommt mit sieben Weltmeistern und hätte fast Kiel gestoppt

LARS ALBRECHT

Noka Serdarusic war wütend. Der Trainer des THW Kiel meckerte nach dem 26:25-Zittersieg bei den Rhein-Neckar Löwen: "Überall kann ich lesen: Wer soll diese Zebras stoppen? Es gibt aber sieben oder acht Mannschaften, die uns schlagen können. Erst recht, wenn wir so spielen wie in Mannheim." Das Team, das den Titelfavoriten fast gestoppt hätte, ist morgen (15 Uhr, Color Line Arena) in Hamburg zu Gast. Vorsicht, HSV! Diese Löwen sind bissig.

"Wir haben Kiel ins Wanken gebracht, aber letztlich nicht daran geglaubt, dass wir sie schlagen können. Dabei wäre ein Sieg möglich gewesen", haderte Kronaus Torhüter Henning Fritz, der die Niederlage trotz seiner 19 Paraden nicht verhindern konnte. Vor den Augen von Bundestrainer Heiner Brand und 12881 Zuschauern in der Mannheimer SAP-Arena scheiterten die Rhein-Neckar Löwen letztlich an ihren Nerven. Besonders Fritz und sein Weltmeister-Kollege Christian Schwarzer ("Wir haben uns aus dem Konzept bringen lassen") gingen nach der vermeidbaren Niederlage mit ihren Kollegen hart ins Gericht. "Mit so einer Fehlerquote haben wir es gegen jede Mannschaft schwer", schimpfte Fritz (19 Paraden) über die technischen Unzulänglichkeiten. "Ich schätze diese Mannschaft hoch ein. Aber sie müssen sich eben noch einspielen", urteilte Brand.

Für den HSV wird das zweite Heimspiel der Saison in jedem Fall zur nächsten Bewährungsprobe. Neben Fritz und Schwarzer spielen mit Oliver Roggisch, Michael Haaß, Andrej Klimovets, Oleg Velyky und Uwe Gensheimer (im erweiterten WM-Kader) fünf weitere Weltmeister bei den Löwen. Trainer Martin Schwalb: "Kronau hat ein starkes Team. Wir müssen alles geben, um sie zu bezwingen."
Vorsicht, HSV! Löwen sind bissig

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Schädel Pino

HSV Handball zeigt Magdeburg die Grenzen auf
Eine leichte Ähnlichkeit mit Dieter Hoeneß war nicht zu leugnen. Der Manager des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC Berlin hatte 1982 als Spieler des FC Bayern München im DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Nürnberg (4:2) den Turban im Sport kultiviert. So wie damals Hoeneß hüpfte am Dienstagabend in Magdeburg auch ein Profi des HSV Handball nach der Partie ausgelassen über das Spielfeld und feierte den verdienten 29:24 (19:9)-Sieg seiner Mannschaft beim SCM - Dimitrij Torgowanow. Ein zehn Zentimeter breiter Stirnverband schränkte das Sichtfeld seines rechten Auges ein. Ihm war nach einem Zweikampf mit dem Magdeburger Grzegorz Tkaczyk die Augenbraue geplatzt.
Aber das alles war Torgowanow, dem Kämpfer in der Defensive, der traditionell weder sich noch den Gegner schont, herzlich egal. Der 35 Jahre alte Routinier genoss den Augenblick. Zum ersten Mal überhaupt war den Hamburgern in der Magdeburger Bördelandhalle ein Sieg gelungen. In der vergangenen Saison hatte es noch ein 20:31-Debakel gesetzt. Dieses Mal war alles anders. Schon zur Pause war den SCM-Anhängern unter den 7300 Zuschauern die Hoffnung abhanden gekommen, dass ihr Team gegen den Vizemeister etwas würde ausrichten können. Als viel zu dominant hatte sich die Mannschaft von HSV-Trainer Martin Schwalb in der ersten Halbzeit erwiesen. Der HSV führte nach 30 enorm starken Minuten mit 19:9.
In der zweiten Halbzeit lief es aber bei weitem nicht mehr so gut für die Gäste. Es fehlte an der Konzentration. Und so kam Magdeburg bis auf 23:25 (56.) heran. In der Phase zeigte sich, wie der HSV an Klasse gewonnen hat. Als die Mannschaft gefordert war, war sie zur Stelle und entschied mit enormer Selbstsicherheit die Partie zu ihren Gunsten.
Ein Garant für den Erfolg war Torhüter Johannes Bitter, der an alter Wirkungsstätte eine hervorragende Leistung bot und 13 Würfe abwehrte. "Ich bin superglücklich, dass wir hier gewonnen haben. Wir haben eine phänomenale erste Halbzeit gespielt. Aber uns war klar, dass Magdeburg kämpfen würde", sagte Bitter. Von seinem Trainer erhielt er ein Extralob. "Wir haben ganz stark gespielt und hatten einen überragenden Jogi Bitter im Tor. In der zweiten Halbzeit hat der SCM sein wahres Gesicht gezeigt, während wir nachgelassen haben", sagte Schwalb.
Sein Team ist mit jetzt 6:0 Zählern in der Spitzengruppe angekommen. Am Sonnabend soll im Heimspiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen (15 Uhr, Color Line Arena) der vierte Saisonsieg gefeiert werden. gör
HSV Handball zeigt Magdeburg die Grenzen auf

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Schritt für Schritt ins Paradies

"Ein großer Schritt nach vorn"
Den Rhythmus des HSV kann kaum ein Gegner mitgehen.

Von Achim Leoni

Hamburg -

Am Ende war Johannes Bitter doch zu spät dran. Im Kreis der Freunde und Weggefährten aus vier Magdeburger Jahren hatte der Nationaltorhüter völlig die Zeit vergessen. Erst in letzter Minute hastete Bitter in den abfahrbereiten Bus der HSV-Handballer vor der Bördelandhalle, zur Belustigung der Teamkollegen.

Als es noch ernst zuging am Dienstagabend im Duell der Europapokalgewinner, war der Weltmeister fast immer pünktlich zur Stelle. 13 von 33 Würfen seiner früheren Mannschaft, darunter zwei Siebenmeter, machte Bitter unschädlich, was Grundlage war für den eindrucksvollen 29:24-(19:9)-Sieg, den durchschnittlich 460 000 Fernsehzuschauer im DSF live miterlebten. "Jogi war unser großer Rückhalt", lobt Kapitän Guillaume Gille, "er hat die Magdeburger zur Verzweiflung gebracht."

Der Franzose kennt dieses Gefühl zu gut. Wie sein Bruder Bertrand musste er alle fünf Niederlagen in Magdeburg miterleben, die deprimierendste vor einem Jahr (20:31). Der Erfolg sei deshalb für ihn "ein großer Schritt nach vorn in unserer Vereinsgeschichte".

Beinahe wäre man noch ins Stolpern geraten. Von zehn Toren Vorsprung waren kurz vor Schluss plötzlich nur zwei übrig, aus der Gala war eine Zitterpartie geworden. Die scheinbar sichere Führung hatte unwillkürlich zu einem Strategiewechsel geführt, wie Sportchef Christian Fitzek beobachtete: "Wir haben versucht, den Vorsprung zu halten, und uns so selbst aus dem Rhythmus gebracht."

Am Ende hat ihn der Vizemeister wiedergefunden, und derzeit scheint es kaum eine Mannschaft zu geben, die ihn mitgehen kann. Vielleicht ja die Rhein-Neckar Löwen, gestern unglücklicher Verlierer gegen Kiel. Sie sind am Sonnabend (15 Uhr, Color-Line-Arena) nächster Gegner der Hamburger, die noch um den am Auge verletzten Dimitri Torgowanow bangen. "Wer soll diese Zebras stoppen?", titelt die neue "Handball-Woche" in Anspielung auf Branchenprimus Kiel. Der HSV hat eine Antwort gegeben.
Ein großer Schritt nach vorn

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Mittwoch, 12. September 2007

Talisman

HSV So stark wie nie!
Trainer Martin Schwalb spricht von neuer Qualität / Jetzt gegen die Löwen

DIRK HOFFMANN


Als er die Helden abgeklatscht hatte, hob HSV-Geschäftsführer Piet Krebs sein Portemonnaie aus der Hosentasche und öffnete es für die MOPO: "Hier, guck mal, hat mir mein Sohn Max vor der Saison als Glücksbringer geschenkt." Ein kleines Lego-Männchen! Glücklich war der 29:24-Sieg bei Auswärts-Angstgegner Magdeburg indes gar nicht - sondern einfach meisterlich!

Die erste Halbzeit (19:9!) hat nur das Wort "Weltklasse" verdient, nach langer Schwächephase im zweiten Durchgang zog sich der Vizemeister, als es noch mal eng wurde (25:23, 56.), am Ende selbst aus dem Sumpf. "Toll, wie die Jungs da Moral gezeigt haben", findet Krebs.

Stark auch, dass die Hamburger jetzt nicht abheben und Selbstkritik üben. Pascal Hens, mit seinem Tor zum 26:23 so was wie der Matchwinner: "Davor haben wir nicht gut gespielt, da muss ich mir auch an die eigene Nase greifen." Kapitän Guillaume Gille ergänzt: "In der zweiten Halbzeit haben wir einige dumme Sachen gemacht."

Trainer Martin Schwalb hat gleichwohl eine - im Vergleich zur vergangenen Saison - neue Qualität seines Teams festgestellt: "Wir gehen jetzt einfach konsequenter zu Werke."

Jogi Bitter, der in seiner alten Heimat eine starke erste Halbzeit im HSV-Kasten ablieferte (Guillaume Gille: "Das hat uns gepusht") und fast die Abfahrt des Teambusses verpasste, weil er mit so vielen alten Kollegen plauschen musste, war happy: "Wir haben ein Ausrufezeichen für uns selbst gesetzt." Jetzt schaut der neue Keeper bereits voraus aufs nächste Spiel am Sonnabend gegen die Rhein Neckar Löwen (15 Uhr, Color Line Arena): "Zwei Punkte zu Hause sind Pflicht, mit 8:0 Punkten hätten wir dann einen super Start hingelegt."

In der jetzigen Form spricht alles dafür. Und zur Not muss eben das kleine Lego-Männchen im Portemonnaie von Geschäftsführer Piet Krebs mithelfen.
HSV So stark wie nie!

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Das Warten wurde belohnt

Handball HSV bricht Bann
29:24! Erster Sieg in Magdeburg
Nach furioser erster Halbzeit geriet der Erfolg der Hamburger kurz vor Schluss noch in Gefahr.

Magdeburg -

"Endlich! Darauf haben wir fünf Jahre lang gewartet", schoss es aus Torsten Jansen heraus. Der Handball-Weltmeister des HSV strahlte übers schweißnasse Gesicht. Mit 29:24 (19:9) hatte die Hamburger im Duell der Europapokalsieger erstmals in der Bundesliga beim SC Magdeburg gewonnen: am Anfang überzeugend, am Ende zitternd, als der Vorsprung von zehn Toren bis auf zwei Treffer aufgebraucht war.

"In der zweiten Halbzeit haben wir den Faden verloren und die zuvor gezeigte Konsequenz vermissen lassen", gestand Jansen. Für HSV-Sportchef Christian Fitzek kam der Einbruch nicht überraschend: "Das Niveau der ersten Halbzeit war unmenschlich. Das konnten wir nicht halten. Aber die Mannschaft hat sich aus der Krise gekämpft. Das ist fast noch wertvoller als die spielerischen Glanzlichter im ersten Abschnitt." Fitzeks Fazit: "Wir haben zwei Punkte mehr als in vergangenen Saison gegen die gleichen Gegner. Jetzt sollten die Hamburger am Sonnabend gegen die Rhein-Neckar Löwen die Color-Line-Arena stürmen."

Der Beginn war furios und versetzte Stefan Kretzschmar in Entsetzen. Vor einem Jahr trieb der ehemalige Nationalspieler seinen SC Magdeburg zu einem triumphalen 31:20-Erfolg über die Hamburger und löste elbabwärts eine veritable Krise aus. In der Rolle des sportlichen Leiters musste der 34-Jährige nun tatenlos mit ansehen, dass sich die Kräfteverhältnisse verschoben haben. Diesmal war es der HSV, der von der ersten Sekunde an das Kommando übernahm, aufs Tempo drückte und seine Torchancen konsequent nutzte. 7300 Zuschauern in der Bördelandhalle verschlug es die Anfeuerungsrufe. Während HSV-Torhüter Johannes Bitter in der Anfangsphase zwei Siebenmeter seiner ehemaligen Mitspieler parierte, blieb seinem Gegenüber Silvio Heinevetter gegen die Sprungwürfe eines Pascal Hens und die platzierten Geschosse eines Hans Lindberg keine Zeit zur Reaktion. Das Resultat des dynamischen Ungleichgewichts: Die Hamburger führten nach neun Minuten 6:1, nach 27 mit 17:7.

Zwischenzeitlich hatte HSV-Kreisläufer Dimitri Torgowanow eine unfreiwillige Auszeit nehmen müssen. Nach einem Zusammenprall platzte seine rechte Augenbraue auf. Sie wurden in der Kabine geklebt und nach dem Spiel im Krankenhaus genäht. Mit einem roten Stirnband kehrte der 35 Jahre alte Russe noch vor der Pause zurück. Da saß Magdeburgs Bennet Wiegert längst auf der Bank. Der Nationalspieler hatte nach einer harten Attacke gegen Krzysztof Lijewski in der 16. Minute Rot gesehen. Eine Zweiminutenstrafe wäre der Tat auch gerecht geworden.

Nach dem Wechsel indes war die Hamburger Herrlichkeit vorbei. Als Grzegorz Tkaczyk in der 41. Minute den Rückstand der Magdeburger zum 17:22 auf fünf Tore halbiert hatte, war es jetzt HSV-Präsident Andreas Rudolph, der seine Stirn in Sorgenfalten legte. Und als Lindberg zwei Minuten später seinen zweiten Siebenmeter verwarf, schien es um die Souveränität des HSV geschehen. Fünf Minuten vor Schluss verkürzte Karol Bielecki auf 23:25. Die Halle tobte. HSV-Trainer Martin Schwalb nahm eine Auszeit, beruhigte seine Mannen. Es half. Hens, Bertrand Gille, Kyung-Shin Yoon und Lindberg machten anschließend den ersten HSV-Sieg in Magdeburg perfekt.
29:24! Erster Sieg in Magdeburg

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Geiles Spiel

HSV mit begeisternder ersten Halbzeit und guten letzten fünf Minuten zu 29:24-Erfolg in Magdeburg

Bertrand Gille feierte mit dem HSV den ersten Sieg in Magdeburg
Foto: Uwe Stelling
Nach einem 9:19 Rückstand zur Pause kam der SC Magdeburg im zweiten Abschnitt mit einer beeindruckenden Aufholjagd noch auf 23:25 heran, musste sich am Ende aber dennoch mit 24:29 geschlagen geben. Zur richtigen Zeit hatte Martin Schwalb seine Auszeit genommen und die Gäste wieder zurück auf die Erfolgsspur des ersten Abschnitts gesetzt. Für die Hamburger, die im Vorjahr in Magdeburg noch mit 20:31 verloren hatten, feierten damit ihren ersten Sieg in Magdeburg. Mit dem dritten Sieg im dritten Spiel verbesserte sich der HSV auf den zweiten Tabellenplatz, Magdeburg steht mit einem ausgeglichenem Punktekonto von 4:4 Punkten auf dem achten Platz.
HSV mit begeisternder ersten Halbzeit und guten letzten fünf Minuten zu 29:24-Erfolg in Magdeburg
Supergeile Auswärtsfahrt, so holt man auch die Punkte in Kiel ab.

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Dienstag, 11. September 2007

Revanchegelüste

Handball: HSV mit neuem Mut zum Altmeister

HAMBURG -

An den 13. Oktober 2006 kann sich Per Sandström noch gut erinnern. Gern würde er den Tag aus seinem Gedächtnis streichen. Doch die 20:31-Niederlage beim SC Magdeburg ist für den Schweden "eines dieser Spiele, die du nie mehr vergisst". Als er seinerzeit nach 15 Minuten von Goran Stojanovic den Posten im Tor der HSV-Handballer übernahm, hatte das Debakel beim Stand von 3:10 längst seinen Lauf genommen. Sandström machte seine Sache ordentlich, er parierte zwölf Würfe, sogar einen Siebenmeter, aber das reichte nicht, um die "Beerdigung erster Klasse" (Sportchef Christian Fitzek) abzuwehren. Die Predigt zum Trauerspiel hielt anschließend Präsident Andreas Rudolph: Von der wütenden Kabinenrede an die hoch bezahlten Angestellten erzählt man sich beim HSV noch heute. Nur der Schrecken ist gewichen.

Aus der sicheren Distanz fast eines Jahres betrachtet, markiert die schmerzvolle Niederlage einen Wendepunkt in der sportlichen Entwicklung des Vereins. Nur noch zwei Bundesligaspiele haben die Hamburger seitdem verloren (in Flensburg und in Mannheim), dafür Vizemeisterschaft und Europapokal gewonnen. Und sie haben ihren Komplex überwunden, bei Spitzenmannschaften nicht siegen zu können. Der HSV, der heute Abend (20.15 Uhr/DSF live) in die Bördelandhalle einläuft, ist also nicht mehr der, der sie in den vergangenen fünf Jahren stets als Verlierer verlassen hat. "Wir alle brennen auf Revanche", verspricht Sandström.

Die Chance dazu war nie größer. Sechs Leistungsträger haben den SC Magdeburg nach dem Gewinn des EHF-Pokals verlassen, zum Saisonende werden die polnischen Stars Grzegorz Tkaczyk und Karol Bielecki dem bereits abgewanderten Weltmeister Oliver Roggisch zu den Rhein-Neckar Löwen nach Mannheim folgen. Mit seinem Etat von offiziell 3,5 Millionen Euro hat der Champions-League-Sieger von 2002 den Kontakt zu den Branchenführern aus Kiel und Hamburg (jeweils 6,5 Millionen Euro) verloren. Nur mit Mühe konnte der Traditionsverein die Insolvenz abwenden, gegen Exmanager Bernd-Uwe Hildebrandt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Steuerhinterziehung und Bestechlichkeit. Sein Nachfolger Holger Kaiser spricht von einem "Umbruch" beim Altmeister: "Der THW Kiel, der HSV und die Rhein-Neckar Löwen haben Meilenstiefel an, die sind uns einiges voraus." Sportlich scheint der Rückstand überschaubar zu sein, fünf Tore waren es am Sonnabend bei der 25:30-Niederlage in Kiel. Trainer Bogdan Wenta hat die Rückkehr in die Champions League als Ziel ausgegeben.

Von einem sinkenden Schiff, sagt Vereinsidol Stefan Kretzschmar, als sportlicher Leiter frisch ins Management gewechselt, könne folglich keine Rede sein: "Das Schiff hat nur noch nicht Fahrt aufgenommen." Johannes Bitter drückt es, im Bild bleibend, so aus: "Der Wellengang war zuletzt ein bisschen hoch, aber die werden nicht von der Landkarte verschwinden."

Vier Spielzeiten lang stand der Nationalspieler im Tor der Magdeburger, bevor er im Juli als Weltmeister zum HSV wechselte. "Ich freue mich sehr auf die Rückkehr", versichert Bitter, was ein wenig überraschen mag. Als er sich eingangs der vergangenen Saison öfter auf der Bank als auf dem Feld wiederfand, fühlte er sich von Wenta dafür abgestraft, dass er seinen bevorstehenden Weggang publik gemacht hatte. "Ich habe von Anfang an mit offenen Karten gespielt", sagt Bitter. Deshalb fürchte er keine negativen Reaktionen der Fans: "Ich habe keine Angst, dort einzulaufen."

Mit einigen Spielern aus Magdeburg stehe er weiter in gutem Kontakt. Nur im Fall Bieleckis mischt sich Unbehagen in die Wiedersehensfreude: "Er ist einer der Spieler, gegen die ich nicht so gern im Tor stehe. Bisher waren wir zum Glück in einer Mannschaft. Aber in der WM-Vorrunde hat er mich rausgeschossen."
HSV mit neuem Mut zum Altmeister

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Montag, 10. September 2007

Feuer frei!

Wir stoppen die Serie des Grauens
HSV verspricht Erfolg in Magdeburg / DSF überträgt heute live ab 20.15 Uhr / Boss Rudolph hält Kabinen-Ansprache


DIRK HOFFMANN

Wenn nicht jetzt, wann dann? Vor dem Knaller beim SC Magdeburg (20.15 Uhr, live in DSF) versprechen die HSV Handballer: Wir stoppen die Serie des Grauens!

In fünf Jahren Bundesliga gabs für die Hamburger nur Pleiten in der Bördelandhalle - die bitterste vor einem Jahr: 20:31, das Schwalb-Team wurde regelrecht geschlachtet. "Diese Niederlage haben wir alle noch im Hinterkopf, das ist eine Extra-Motivation für uns. Die Vorzeichen für einen Sieg sind besser denn je. Wir haben die Waffen, um jede Mannschaft zu schlagen, wir müssen sie nur auspacken", sagt Bertrand Gille.

Nach dem 39:29 in Melsungen und dem 42:27 gegen Großwallstadt ist der Optimismus groß im Lager des Vize-Meisters. Superstar Pascal Hens: "Wir werden Vollgas geben und zeigen, dass es auch anders geht als in der letzten Saison." Abräumer Matti Flohr: "Letztes Jahr wurden wir an die Wand gespielt. Deswegen freuen wir uns besonders aufs Spiel. Wir wollen im Hexenkessel dagegenhalten."

Durch die Abgänge von Jogi Bitter, Stefan Kretzschmar, Joel Abati, Oliver Roggisch und Oleg Kuleschow ist Magdeburg wesentlich schwächer besetzt als in den Vorjahren. Eine Chance, die es zu nutzen gilt. Boss Andreas Rudolph wird deshalb vor dem Spiel in der Kabine eine Ansprache halten: "Ich werde an die Blamage aus der letzten Saison erinnern und an die Ehre appellieren." Drei Punkte aus den beiden Partien heute und Sonnabend gegen Kronau sind für den Mäzen Pflicht: "Dann sind wir ganz oben dabei."

Aber ein Punkt in Magdeburg reicht den Spielern nicht. Schlusswort von Rechtsaußen Stefan Schröder: "Es wird Zeit, da zu gewinnen." Wenn nicht jetzt, wann dann?
Wir stoppen die Serie des Grauens

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Brisanz

"Ich bin besser, als ich behandelt wurde"
Die Bundesliga-Mannschaft des HSV Handball muss beim SC Magdeburg antreten. Für Weltmeister Johannes Bitter ist es eine ganz besondere Partie – der Nationaltorwart spielte bis zum Frühjahr 2007 beim SCM. Nun will der gebürtige Friese seinen ersten nationalen Titel gewinnen. WELT ONLINE sprach mit ihm.
An diesem Dienstag um 20.15 Uhr muss die Bundesliga-Mannschaft des HSV Handball beim SC Magdeburg antreten. Für Weltmeister Johannes Bitter (25) ist es eine ganz besondere Partie – der Nationaltorwart spielte von 2003 bis zum Frühjahr 2007 im Tor des SCM, ehe er an die Elbe wechselte. Hier will der gebürtige Friese seinen ersten nationalen Titel gewinnen. Mit ihm sprach Michael Rehder.
WELT ONLINE: Wie schwierig war Ihr letztes Jahr in Magdeburg, nachdem Sie den Wechsel zum HSV frühzeitig bekannt gegeben hatten?
Johannes Bitter: Es war auf jeden Fall schwierig. Ich hatte gehofft, dass man meine Entscheidung akzeptieren würde. Ich hatte auch damit gerechnet, dass ich dann nicht mehr so viel spiele. Aber dass ich teilweise persönlich dafür angegriffen wurde, dass ich mein Leben anders gestalten wollte, konnte ich nicht ganz nachvollziehen.
WELT ONLINE: Sind Sie also im Streit gegangen?
Bitter: Nein, nicht im Streit, Die Zeit in Magdeburg war für mich eine supergeniale Zeit und durch den EHF-Pokal-Gewinn im letzten Jahr auch noch eine sehr erfolgreiche. Ich habe dort viel gelernt, es war praktisch der Startschuss in meiner Karriere. Daher blicke ich überhaupt nicht böse zurück. Aber jetzt gebe ich in Hamburg Vollgas und will natürlich versuchen, einigen Leuten in Magdeburg zu zeigen, dass ich besser bin, als ich zum Schluss behandelt wurde.
WELT ONLINE: Sie sind vom Bundesliga-Sechsten zum Vizemeister gekommen. Welche Ziele haben Sie hier?
Bitter: Natürlich möchte ich mit dem HSV einen Titel holen, das ist völlig klar. In der Meisterschaft wollen wir oben angreifen, im Final Four sowieso, weil das in unserer Halle ausgetragen wird. Außerdem spielen wir in der Champions League. Da vom Titel zu sprechen wäre aber vermessen. Ich hoffe aber, dass ich durch meine zwei Champions-League-Teilnahmen mit Magdeburg ein bisschen Erfahrung einbringen kann.
WELT ONLINE: Ist der HSV reif für Titel?
Bitter: Auf jeden Fall. Die Mannschaft ist sehr ausgeglichen besetzt und in den letzten Jahren immer punktuell verstärkt worden. Die Stützen haben langfristige Verträge, der Kader besteht fast nur aus Nationalspielern. Das zeigt doch, dass die Mannschaft ein unglaubliches Potenzial hat.
WELT ONLINE: Wenn man nach der Statistik gehaltener Bälle in der letzten Saison geht, müssten Sie mit Per Sandström jetzt ein fast unschlagbares Torwartduo bilden.
Bitter: Das wäre natürlich schön, wenn das so wäre. Ich glaube, wir haben beide in der letzten Saison gezeigt, was wir können. Wenn wir es schaffen, als Team zusammenzuspielen, ist das natürlich eine ideale Lösung. Wir sind zwei unterschiedliche Typen. Die muss man aber auch haben, um mal Schwächephasen eines Torhüters ausgleichen zu können. Außerdem verstehen wir uns auch sehr gut.
WELT ONLINE: Bei der WM waren Sie im Tor die Nummer zwei hinter Henning Fritz, haben ihn aber dennoch von der Seitenlinie leidenschaftlich unterstützt. Sollte man als Torhüter nicht eigentlich Egoist sein?
Bitter: Man kann sicher sagen, dass das Torhüterduo, oder wie jetzt beim HSV mit Junioren-Nationalkeeper Jürgen Müller sogar ein Trio, ein Team im Team ist. Aber man muss nicht unbedingt Egoist sein, wir sind ja keine Fußballtorhüter, bei denen immer nur einer spielen kann. Wir sind insofern Egoisten, weil wir an uns selber denken und ganz allein den Ball halten müssen. Aber um ein Topniveau bringen zu können, braucht man gute Partner an seiner Seite.
WELT ONLINE: Sie wären von der Statur her auch ein guter Basketballer. Wie groß sind Sie genau?
Bitter: Ich würde sagen, 2,04 Meter, aber ehrlich gesagt weiß ich das nicht so genau. Also ein bisschen größer als das Tor auf jeden Fall.
WELT ONLINE: Wäre es dann für Ihren Hinterkopf nicht besser, wenn Sie auf dem Feld spielen würden?
Bitter: Ich glaube, auf dem Feld ist es wesentlich gefährlicher. Als großer Torwart lernt man, sich so zu positionieren, dass man nicht ständig gegen die Latte rennt. Es ist auch nicht vorteilhaft, direkt auf der Linie zu stehen. Ich stoße mich vielleicht noch zweimal im Jahr.
WELT ONLINE: Seit Kurzem läuft in den Kinos der Film zur Handball-Weltmeisterschaft: „Projekt Gold“. Haben Sie ihn schon gesehen?
Bitter: Ja, wir waren bei der Premiere in Dresden, und ich muss sagen, es ist wirklich ein sehr gelungener Film. Genau die Gefühle, die ich während der WM hatte, sind dabei wieder hochgekommen. Das ist schon ein hochemotionaler Film für uns Spieler, weil er zeigt, wie diese Mannschaft gekämpft hat und zusammengewachsen ist, wie wir alle aufgestanden sind nach der Niederlage gegen Polen in der Vorrunde und dann das Unmögliche, den WM-Titel, noch geschafft haben. Ich kann den Film jedem nur empfehlen.
WELT ONLINE: Im Finale gegen Polen wurden Sie ins kalte Wasser geworfen und mussten nach 35 Minuten den verletzten Hennig Fritz ersetzen. Durch sensationelle Paraden trugen Sie maßgeblich zum Titelgewinn bei. Werden Sie auf der Straße jetzt als „WM-Held“ erkannt?
Bitter: Klar, der Wiedererkennungswert ist nach der WM enorm gestiegen. In Magdeburg war man sowieso schon Teil des öffentlichen Lebens, dadurch dass die Stadt förmlich für den Handball lebt. In Hamburg, habe ich mir eigentlich gedacht, ist es ein bisschen ruhiger, aber ich wurde mittlerweile eines Besseren belehrt. Ich werde schon viel häufiger erkannt, als ich das vorher gedacht habe.
WELT ONLINE: Dazu trägt wohl auch bei, dass Sie sich eine Wohnung mitten in der Stadt ausgesucht haben.
Bitter: Absolut – meine Frau und ich haben vorher sehr ausgiebig gesucht, und durch meinen Heimatort, der ja nur zwei Stunden entfernt ist, war ich natürlich früher schon häufiger in Hamburg und kannte die Stadt ein bisschen. Die Entscheidung ist auf das Schanzenviertel gefallen, weil wir einfach mitten rein wollten in ein junges Viertel. Es ist für uns sehr wichtig, die Großstadt zu genießen und richtig kennenzulernen.
Ich bin besser, als ich behandelt wurde
Das wird morgen bestimmt ein spannendes Spiel, Magdeburg ist auch ganz gut in die Saison gekommen, sich in Kiel nur 30 Tore zu fangen zeugt von einer starken Abwehr. Mit der Angriffsleistung vom Samstag aber können wir auch die knacken. Wenn dann Jogi noch steigert sind da 2 Punkte drin.

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Schwärmerei

Beifall für acht Tore
"Menschlich gesehen"

Peter Krebs (50), Geschäftsführer der HSV-Handballer, verfiel in Euphorie, als er von der Leistung des dänischen Neuzugangs Hans Ottar Lindberg bei dessen Hamburger Heimpremiere gegen den TV Großwallstadt (S. 27) schwärmte. Beim Versuch, Lindbergs elegante Körpertäuschungen zu demonstrieren, musste der ehemalige Weltklassehandballer dann doch ersten Ansätzen von Hüftsteifheit Tribut zollen.

Nach 47 Minuten und acht Toren bei acht Versuchen hatte HSV-Trainer Martin Schwalb den 1,88 m großen Rechtsaußen vom Spielfeld geholt, was 6000 Zuschauer mit ungewöhnlich langem Applaus bedachten. "Das war ein guter Anfang, aber in der Deckung muss ich besser werden", meinte der 26-Jährige gewohnt bescheiden.

Lindberg, 2007 WM-Dritter mit Dänemark, kam im Sommer aus Viborg, in 17 Tagen erster Champions-League-Gegner des HSV. "In Viborg wurde es mir ein bisschen langweilig, ich wollte in eine Weltstadt", begründete er seinen Wechsel. Auch bei Spitzenklubs in Spanien stand der ledige Linkshänder auf der Einkaufsliste. Freundin Kamilla machte den Umzug nach Sasel jedoch nicht mit.

Der passionierte Kinogänger hat sich für die nächste Zeit Sprachunterricht und deutsch synchronisierte Filme verschrieben. Handball-Deutsch spricht er bereits, Worte wie "Stürmerfoul". In dieser Saison unterlief ihm noch keines.

Beifall für acht Tore

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Glück im Unglück

Drama um den Käpt'n
HSV schießt Großwallstadt 4227 ab / "Gino" Gille mit Augenverletzung ins Krankenhaus

LARS ALBRECHT/DIRK HOFFMANN

Der Kapitän wollte seiner Mannschaft helfen - und landete im Krankenhaus. Drama um Guillaume Gille beim 42:27 (22:16) des HSV gegen den TV Großwallstadt. "Gino" wurde im Zweikampf über dem rechten Auge verletzt, der blutende Zwei-Zentimeter-Cut musste noch in der Halle mit zwei Stichen genäht werden (MOPO am Sonntag berichtete). Anschließend ging's ins UKE. Diagnose: Zum Glück "nur" eine Augapfelprellung. Morgen in Magdeburg (20.15 Uhr, live im DSF) will der harte Franzose wieder spielen.

"Mein Auge tut noch sehr weh, ich habe starke Kopfschmerzen, die nur mit Schmerzmitteln zu ertragen sind", sagte der 31-Jährige gestern. "Ich werde aber alles tun, damit ich in Magdeburg dabei bin. Wenn mein Auge nicht zugeschwollen ist, werde ich auflaufen." Heute will Gille, der TVG-"Übeltäter" Jan-Olaf Immel keinen Vorwurf macht, bereits mittrainieren.

Neben dem Gille-Schock in der 43. Minute (Bruno Souza kam für den Kapitän rein und überzeugte) erlebten die 6037 Fans bei der Heimpremiere eine Handball-Gala. Der HSV überzeugte komplett, vor allem Hans Lindberg zauberte. "Er hat mich an Franck Ribéry erinnert", stellte Geschäftsführer Piet Krebs einen kühnen Vergleich an. "Hans hat noch viel mehr Tricks drauf", so Trainer Martin Schwalb, der zufrieden war: "Es gibt nicht viel zu meckern, wir können stolz sein. Jetzt wollen wir erstmals in Magdeburg gewinnen."
Drama um den Käpt'n

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Heiss auf den SCM

Bitter lobt Sandström und ist heiß auf seinen Ex-Klub

LA/DH

Zehn Minuten nach dem Abpfiff fragte die MOPO Jogi Bitter, ab wann er an das Spiel gegen Magdeburg denken würde. Die Antwort: "Seit zehn Minuten." Der Weltmeister-Keeper hat sein zweites Spiel im HSV-Dress hinter sich - und ist jetzt heiß auf das Duell mit seinem Ex-Klub Magdeburg.

"Ich habe keine Ahnung, was mich dort erwartet", so der 25-Jährige, der gegen Großwallstadt sechs Bälle parieren konnte. "Per Sandström war aber heute klar besser als ich", lobte Bitter selbstlos seinen Konkurrenten. Auf das Treffen mit den alten Kollegen freut sich der Torhüter (von 2003 bis 2007 in Magdeburg): "Ich bin nicht im Unfrieden gegangen, habe dort viele Freunde und hoffe auf einen freundlichen Empfang. Es wird ein ganz besonderes Spiel." Mit hoffentlich einem bitteren Ende für den SCM.
Bitter lobt Sandström und ist heiß auf seinen Ex-Klub

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Relaxt

Großer Sprung in eine neue Klasse
Ball- und treffsicher wie nie: Der Vizemeister untermauert seine Ambitionen.

Von Achim Leoni, Rainer Grünberg

Hamburg -

Als sich Johannes Bitter am Sonnabend auf den langen Weg machte von der Umkleidekabine zum roten Teppich, über den die HSV-Handballer bei ihren Heimspielen einzulaufen pflegen, war ihm doch etwas mulmig zumute. Der Nationaltorhüter kennt den Gang durch die Katakomben von vielen Auftritten mit dem SC Magdeburg in der Color-Line-Arena, was stets "beeindruckend" gewesen sei. Und nun sollten im Innenraum 6000 Fans plötzlich für seine Mannschaft trommeln? "Das war ein komisches Gefühl, so richtig habe ich das noch nicht realisiert", erzählte Bitter knapp zwei Stunden später, mittlerweile ganz entspannt nach einem Bundesligaspiel, "an dem es nicht viel zu kritisieren" gab. 42:27 (22:16) hatte der Europacupsieger aus Hamburg den TV Großwallstadt besiegt. Es war eine Heimpremiere, die eine glanzvolle Spielzeit 2007/08 erwarten lässt.

"Auf diese Leistung können wir stolz sein", meinte Trainer Martin Schwalb. Seinem Ideal vom modernen Tempohandball war seine Mannschaft nie so nahe wie am Sonnabend. Derart schnell und sicher hat man den Ball zuvor noch nicht durch die HSV-Reihen rotieren sehen. 14 der HSV-Tore, mithin jeder dritte Treffer, resultierten aus Gegenstößen oder schnellen Mitten. Präsident Andreas Rudolph, nach eigenem Bekunden erstmals vor einem Spiel seiner Mannschaft nicht aufgeregt, sprach hinterher von der "besten Angriffsleistung unserer bisherigen Geschichte".

Unerreicht ist in der Tat die Erfolgsquote. 88 Prozent der Hamburger Würfe fanden den Weg in Großwallstadts Tor - in dem freilich Marcus Rominger und Chrischa Hannawald mit je einer Parade Leistungen zeigten, für die selbst das Prädikat unterirdisch noch gelobhudelt wäre. Doch das Torhüter war es nicht, womit Michael Roth, der Trainer des Exmeisters, nach dem Spiel haderte. Wie schon eine Woche zuvor bei der 26:40-Heimniederlage gegen Kiel sei seine Mannschaft "phasenweise überfordert" gewesen: "Der HSV und der THW heben sich qualitativ deutlich vom Rest der Liga ab."

Den Quervergleichen mit dem Champions-League-Sieger aus Kiel kann sich der HSV wohl oder übel nicht entziehen. Dass man die Großwallstädter um ein Tor mehr distanzieren konnte? "Natürlich habe ich daran gedacht", gab Bitter zu, "aber wir haben zu Hause gespielt." Immerhin: In der vergangenen Saison hatte die Hamburger nur das Torverhältnis die Meisterschaft gekostet. "Umso wichtiger ist, dass wir bis zum Schluss konsequent unsere Chancen genutzt haben."

Der Blackout, der den HSV beim 39:29-Auftaktsieg bei Melsungen befallen hatte, blieb aus. Selbst als Schwalb einigen Stars mit Rücksicht aufs morgige Spiel in Magdeburg Schonung gewährte, war kein Spannungsabfall zu verzeichnen, was der Trainer mit Genugtuung zur Kenntnis nahm: "Bei unserem Programm ist es wichtig, dass alle im Fluss sind."

Einzig einige Abläufe in der Abwehr hätten noch gestockt, weshalb Bitters Heimdebüt auch nicht ganz wunschgemäß verlief. Sechs von 22 Großwallstädter Würfen konnte der Weltmeister parieren (27 Prozent), ehe er in der zweiten Halbzeit für Per Sandström (neun von 20 = 45 Prozent) Platz machte. "Pelle war klar besser", erkannte Bitter später an - neidlos, wie er betonte: "Ich bin der Erste, der applaudiert, wenn er einen Ball hält."

Der "gute Teamgeist des HSV" war auch Roth aufgefallen. Seine Mannschaft ist fürs Erste aus dem Gröbsten heraus: "Wir sind heilfroh, dass wir bis Dezember Ruhe vor Kiel und Hamburg haben."
Großer Sprung in eine neue Klasse

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Sonntag, 9. September 2007

Der mit dem Ball tanzt

Wir haben uns die Seele frei gespielt"
Glück, Zufriedenheit und Stolz strahlte Peter Krebs aus, als er wenige Minuten nach dem furiosen 42:27 (22:16)-Sieg gegen den TV Großwallstadt durch die Katakomben der Color Line Arena schritt. Der Geschäftsführer des HSV Handball gönnte sich noch kurz einen Blick durch den Spielertunnel hinein ins Innere der Halle.


Er sog noch einmal die letzten Ausläufer des Jubels der 6037 Zuschauer in sich auf, um im nächsten Atemzug zu Lobeshymnen auf die Mannschaft und speziell auf den erfolgreichsten Torschützen Hans Lindberg (acht Treffer) anzusetzen. „Es waren viele sehr schöne Spielzüge zu beobachten. Heute war deutlich zu sehen, welche Bonbons wir uns geholt haben“, sagte Krebs.
Er meinte damit die Zugänge, wie eben den flinken Dänen Lindberg auf Rechtsaußen, das russische Kraftpaket in der Deckung, Dimitri Torgowanow, den dynamischen Polen Michal Jurecki im linken Rückraum oder Torwart Johannes Bitter, wenngleich dieser gegen Großwallstadt weit unter seinen Möglichkeiten geblieben und zu Beginn der zweiten Halbzeit von Trainer Martin Schwalb zu Recht gegen Per Sandström ausgewechselt worden war.
Er spielt ja so, wie Franck Ribéry
Von einem Spieler jedoch war Krebs total begeistert. „Der Hans Lindberg ist ein wahrer Handball-Ästhet. Wie er mit dem Ball umgeht, ist schon phänomenal. Er spielt ja so, wie Franck Ribéry bei Bayern München.
Lindberg begegnete dem Lob mit einem Lächeln. „Es lief toll für mich. Ribéry ist ein sehr guter Spieler, aber eben kein Handballer“, sagte der 27 Jahre alte dänische Nationalspieler, der zu Beginn dieser Saison von Viborg HK nach Hamburg gewechselt war. Viborg ist übrigens am 27.September der erste Gegner des HSV in der Champions League.
Der Sieg war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr
Der Sieg des HSV gegen Großwallstadt war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Am Ende wurde es für die Mainfranken sogar noch etwas bitterer als vor einer Woche im Heimspiel gegen den THW Kiel. Das hatte der TVG mit einer Differenz von 14 Toren verloren. In Hamburg trennten die Großwallstädter am Ende sogar 15 Treffer von einem Punktgewinn. „Wir hatten gehofft, dass wir mit einem besseren Gefühl nach Hause fahren würden“, sagte TVG-Trainer Michael Roth. „Kiel und Hamburg haben an Qualität zugelegt. Ich bin froh, dass wir erst im Januar wieder auf sie treffen werden“, fügte er mit leidender Stimme hinzu.
Sein Trainerkollege Martin Schwalb war dagegen bester Laune. Seine Mannschaft hat die Erwartungen an den Saisonstart sogar noch übertroffen. Siege gegen Melsungen und Großwallstadt waren eingeplant, es war allerdings nicht damit zu rechnen, dass die Tordifferenz nach zwei Spieltagen schon einen Wert von plus 25 Treffern aufweisen würde. Damit wandeln die Hamburger auf den Spuren des THW Kiel, der sein Heimspiel gegen den SC Magdeburg „nur“ mit 30:25 gewann und mit 8:0 Punkten und plus 44 Toren Tabellenführer ist.
"Wir haben uns die Seele frei gespielt"
„Wir haben uns in der zweiten Halbzeit die Seele frei gespielt“, sagte Schwalb. Schon am Dienstag in der Partie beim SC Magdeburg (20.15 Uhr, live im DSF) dürfte das seinen Spielern aber nicht mehr ganz so leicht fallen. Nicht zuletzt, weil der Einsatz von Guillaume Gille noch fraglich ist. Der Spielmacher hatte sich gegen Großwallstadt eine Augapfelprellung zugezogen. Erst heute Abend wird sich herausstellen, ob Gille in Magdeburg wird spielen können.

Wir haben uns die Seele frei gespielt
Mal sehen was die Jungs den Magdeburgern für einen Tanz bereiten.

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Nicht belohnt

Gummersbach verliert nach einer Aufholjagd in der zweiten Halbzeit mit 28:30 gegen die SG Flensburg Handewitt, nachdem sie schon mit 9:17 zurückgelegen haben. Das sie sich nach dem 4. Spieltag mit 3:5 Punkten auf dem 10. Tabellenplatz wiederfinden haben sie bestimmt auch nicht träumen lassen.

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Überraschungen?

Wer vor der Saison behauptet hat die Liga würde langweilig hat sich geirrt. Der Tusem gewinnt gegen die deutlich stärker eingeschätzten Rhein Neckar Löwen, Melsungen holt 2 Punkte in Lemgo, die Füchse holen ihren ersten Bundesliga Punkt gegen Gummersbach. Hoffentlich bleiben wir hier in Hamburg lange vor unangenehmen Überraschungen verschont. Mal sehen ob wir am Dienstag in Magdeburg was holen können, wäre für mich jedenfalls keine Überraschung.

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Samstag, 8. September 2007

Schöner Start

Erfolgreiche Heimpremiere: HSV mit 42:27-Kantersieg gegen Großwallstadt

Bei der Heimpremiere des HSV Handball gegen Großwallstadt waren es vor allem die so genannten einfachen Tore, die den Hamburgern einen am Ende deutlichen 42:27-Sieg sicherten. Bereits zum Pause hatten sich die Hansestädter dabei einen beruhigenden 22:16-Vorsprung erarbeitet. In der Offensive waren es dabei vor allem Hans Lindberg (8 Tore) sowie Pascal Hens mit fünf und die Gille-Brüder mit je sechs Treffern von den Gästen nicht zu bremsen. Da auch die Deckung der Hausherren gut stand, insgesamt wehrten Bitter und Sandström 21 Würfe der Gäste ab, und in der Schlußviertelstunde auch Bruno Souza und Kyung-Shin Yoon ihre Torgefahr unter Beweis stellten, wuchs die Distanz am Ende auf fünfzehn Tore an.
Erfolgreiche Heimpremiere: HSV mit 42:27-Kantersieg gegen Großwallstadt

Das war ein durchaus gelungener Start in die Heimspiele der diesjährigen Bundesliga Saison. Im Angriff gelang so gut wie alles, die Abwehr hätte durchaus noch besser sein können. Aber dann wäre das Debakel für Grosswallstadt noch grösser geworden. Jetzt bin ich gespannt auf das Spiel in Magdeburg, die sich mit der 25:30 Niederlagen gegen Kiel ja recht achtbar aus der Affäre gezogen haben.

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Ein Traum

"Wir spielen gern den Beschützer"
Der Nationalkeeper vor dem Hamburger Heimdebüt gegen TV Großwallstadt (Sa., 15 Uhr, Color-Line-Arena, NDR ab 17.30 Uhr) über die Folgen der WM und die Belastungen im Tor.

Von ACHIM LEONI,, STEFAN RECKZIEGEL

ABENDBLATT: Herr Bitter, wann haben Sie zuletzt an die Handball-WM gedacht?

JOHANNES BITTER: Heute Morgen. Ich habe in meiner Wohnung ein paar Kartons aufgeräumt. Dabei sind mir CDs in die Hände gefallen mit Bildern von der WM, die mir von Freunden und Bekannten zugeschickt wurden.

ABENDBLATT: War bei der Open-Air-Premiere des WM-Kinofilms "Projekt Gold" in Dresden noch etwas von WM-Euphorie zu spüren?

BITTER: Als wir gehört hatten, dass es 5000 Plätze gab, haben wir gedacht: Das wird bestimmt ein schönes Trauerspiel! Aber dann wurden so viele Karten verkauft, dass am selben Abend eine zweite Vorstellung stattfand. Es war überwältigend - echt der Hammer!

ABENDBLATT: Inwieweit hat diese WM den deutschen Handball nachhaltig nach vorn gebracht?

BITTER: Laut einigen Studien ist das Interesse schon wieder nahe an dem Punkt, an dem es vor der WM war. Aber ich bin überzeugt, dass der Zuspruch gesteigert wurde und dass einige, die vielleicht früher gelegentlich zum Handball gegangen sind, das nun regelmäßig tun. Den Dauerkartenrekord in Hamburg (3320 Tickets, die Red.)kann man auch darauf zurückführen. Auch bei den Sponsoren und beim Fernsehen hat sich ja etwas getan, wenn auch vielleicht nicht so viel, wie wir gehofft haben. Da bleibt schon etwas hängen.

ABENDBLATT: Auch für Sie?

BITTER: Ein paar bestehende Ausrüsterverträge wurden aufgestockt. Aber die großen Werbeverträge sind meines Wissens bei keinem von uns angekommen. Gehäuft haben sich vor allem die Anfragen nach Autogrammstunden. Da haben einige versucht, auf den WM-Zug aufzuspringen.

ABENDBLATT: Kommt Ihnen die WM vor wie ein schöner Traum?

BITTER: In gewissem Sinne schon. Diesen Titel zu haben ist schon etwas Cooles, den wird man nie wieder los. Weltmeister bleibt man ein Leben lang, auch wenn 2009 die nächste WM ansteht. Im Nachhinein war das Wichtigste, dass wir uns dadurch für Olympia in Peking qualifiziert haben. Das war vorher für uns utopisch. So haben wir nächsten Sommer immerhin zwei Wochen mehr Urlaub als geplant. Besser als nix!

ABENDBLATT: Die hohe Belastung der Spieler ist viel diskutiert worden. Wie groß ist sie für Torhüter?

BITTER: Körperlich sicher nicht so groß wie für Feldspieler, auch wenn die Tendenz dahin geht, dass ein Torhüter ein absoluter Athlet sein muss. Man muss so fit sein wie die Feldspieler - wenn nicht noch fitter. Die mentale Beanspruchung ist eventuell anspruchsvoller. Das Torhüterproblem ist, dass der Kopf irgendwann zumacht. Wenn man körperlich nicht regenerieren kann, kann es der Kopf erst recht nicht.

ABENDBLATT: Wie äußert es sich, wenn der Kopf zumacht?

BITTER: Man darf einfach nicht darüber nachdenken, wie es dem Körper geht. Wenn man sich müde fühlt oder schlecht trainiert hat, ist man viel zu sehr mit seinem Befinden beschäftigt. So weit darf es nicht kommen.

ABENDBLATT: Wie pushen Sie sich, wenn's mal nicht so gut läuft?

BITTER: Ich versuche, Glücksmomente zu produzieren, zum Beispiel indem ich an gehaltene Bälle aus dem letzten Spiel denke. Oder ich versuche die positiven Emotionen aus dem Publikum aufzunehmen.

ABENDBLATT: Und wie erholt man sich von der mentalen Belastung?

BITTER: Einige hauen sich nach dem Spiel sofort einen iPod ins Ohr und hören Musik, einige versuchen zu schlafen. Nach Auswärtsspielen versuche ich mich mit anderen Dingen zu beschäftigen: etwas lesen, mit den anderen spielen, einfach auf andere Gedanken kommen. Meistens kommen die Erlebnisse zu Hause, wenn man im Bett liegt, wieder durch. Vor der WM haben wir da viel Unterstützung bekommen von den psychologischen Betreuern, die haben uns ein paar Techniken beigebracht, Entspannung über Musik und solche Geschichten. Das wende ich weiterhin an.

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"Wir spielen gern den Beschützer"

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Feuer frei!

Jetzt wird losgeballert
Heute Heimstart gegen Großwallstadt / Lindberg ist heiß

LARS ALBRECHT

Von der guten Nachricht hatte Hans Lindberg noch gar nichts gehört. "Das ist natürlich toll für mich", sagte der neue Däne, als ihm die MOPO verriet, dass er heute (15 Uhr, Color Line Arena) gegen den TV Großwallstadt in der Startformation stehen wird. Nach 15 langen Wochen laufen die HSV Handballer wieder in ihrer Halle auf. Der Vize-Meister und Europapokalsieger ist zurück - jetzt wird losgeballert!

Neben den bekannten Stars wie den Gille-Brüdern, Pascal Hens oder Kyung-Shin Yoon können sich die Hamburger Handball-Fans auch auf die spektakulären Neuzugänge freuen. Weltmeister-Torwart Jogi Bitter, die Abwehr-Kanten Dimitri Torgovanov und Michal Jurecki sowie - Hans Lindberg. Der dänische Torschützenkönig hatte eine starke Vorbereitung, durfte beim 39:29-Auftaktsieg in Melsungen jedoch erst in der zweiten Halbzeit ran und erzielte "nur" drei Treffer.

"Das ist die Entscheidung des Trainers", betont der 26-Jährige. "Aber ich bin nicht böse, wenn Stefan Schröder spielt. Die Saison ist lang, wir werden beide genug Einsatzzeit bekommen." Auf Rechtsaußen hat der HSV das vom Potenzial her beste Duo der Liga. Martin Schwalb lässt heute zunächst Lindberg ran. "Bei seinem ersten Heimspiel möchte ich ihn von Beginn an bringen", erklärt der Trainer. Den Hans freut's: "Ich möchte bei den Fans einen guten Eindruck hinterlassen." Auf eine bestimmte Anzahl Tore hat sich der Scharfschütze jedoch nicht festgelegt: "Es geht nicht um meine Treffer, ich bin ein Teamplayer." Ein guter Heimstart gegen den Altmeister Großwallstadt steht im Vordergrund. Ballert sie aus der Halle!
Jetzt wird losgeballert

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Freitag, 7. September 2007

Gut das wir verglichen haben

Der THW Kiel macht dem HSV Handball das klare Siegen vor

HAMBURG -

Michael Roth hatte am vergangenen Sonnabend ein bisschen die Lust an der Handball-Bundesliga verloren. "Es macht einfach keinen Spaß mehr, gegen übermächtige Mannschaften wie den THW Kiel antreten zu müssen", meinte der Trainer des TV Großwallstadt nach der 26:40-Pleite gegen den 13-maligen deutschen Meister. Die Freude an seinem Brotberuf sollte dem ehemaligen Nationalspieler morgen (15 Uhr, Color-Line-Arena) auch das Starensemble von Vizemeister HSV nehmen können. Mit seinem aktuellen Personalaufgebot kann der siebenmalige deutsche (Ex-) Meister den Hamburgern derzeit nur bei den Öffnungszeiten der Geschäftsstelle Paroli bieten. So sind nun mal die Machtverhältnisse in der wohl besten Handball-Liga der Welt.

Einzige Hoffnung der Unterfranken: Dem HSV fällt die Freude an der Pflicht immer noch schwer, den Kieler Killerinstinkt hat selbst die düstere Werbekampagne "Der Krimi geht weiter" den hiesigen "Auftragsmördern" nicht einimpfen können. Statt Leichen pflastern noch Nachlässigkeiten den Weg der Hamburger beim Kampf um ihren ersten Bundesligatitel. Das soll sich morgen ändern.

HSV-Trainer Martin Schwalb setzt bei diesem Prozess vor allem auf die Willenskräfte von Rechtsaußen Hans Lindberg (26), Abwehrkante Dimitri Torgowanow (35), noch leicht behindert, und Weltmeister-Torhüter Johannes Bitter (25). Sie geben am Sonnabend zusammen mit dem polnischen Vizeweltmeister Michal Jurecki (22) vor heimischem Publikum ihr Debüt im HSV-Trikot.

Weil Toptorjäger Kyung-Shin Yoon (34) nach verpasster Olympiaqualifikation mit Korea aus Japan einfliegt, können die Hamburger in ihrem zweiten Saisonspiel erstmals ihre Besten aufbieten. Das müsste Ansporn sein, den Leistungsunterschied 60 Minuten lang zu demonstrieren. Der Spielplan will es so: Kiels Gegner sind die nächsten des HSV. Da drängen sich nun mal Vergleiche auf.
Der THW Kiel macht dem HSV Handball das klare Siegen vor

Mal sehen ob wir dem Vergleich standhalten, wobei wir gegen Melsungen ja nur 1 Tor schlechter waren und das Auswärts. Auf eine Tore Ralley mit Kiel müssen wir uns aber nicht unbedingt einlassen, ich denke diese Jahr wird der Meistertitel über die Punkte entschieden.

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Donnerstag, 6. September 2007

Keine Gastgeschenke

Coach ist jetzt Kiel-Fan
HSV-Trainer Dauergast beim Titelrivalen

LARS ALBRECHT

Dass zwei Trainer vor einem Duell miteinander telefonieren, ist ungewöhnlich. Bei Martin Schwalb und Michael Roth allerdings nicht. Schließlich haben der Trainer des HSV und der Coach des TV Großwallstadt früher zusammen gespielt und bei Olympia 1984 in Los Angeles die Silbermedaille gewonnen. Morgen (15 Uhr, Color Line Arena) kommt Roth mit dem TVG zum ersten Saisonheimspiel des Schwalb-Teams.

Worüber die beiden alten Kumpels geredet haben, ist klar: Kiel. Wie der Spielplan es diese Saison will, trifft der THW nämlich stets auf den kommenden Gegner des HSV. In Großwallstadt demonstrierte der Meister mit einem eindrucksvollen 40:26 seine Stärke. "Michael hat mir erzählt, wie stark Kiel und wie schwach sein Team war", verrät Schwalb.

Der Hamburger wird diese Saison zwangsläufig zum Kiel-"Fan". "Ich werde mir sehr viele Spiele des THW angucken müssen", weiß der 44-Jährige. "Jedes Jahr habe ich ,mein' Team. Jetzt sind es eben die Kieler." Die ganze Saison über dem Titelrivalen zuschauen und dann in der Folgewoche "hinterherlaufen" - sicher keine angenehme Situation. Schwalb: "Ein Problem könnte sein, dass viele Gegner gegen Kiel eine Klatsche bekommen und es gegen uns dann wieder gutmachen wollen."

Dass der Meister oft einen Kantersieg vorlegen wird, interessiert den HSV-Coach wenig: "Wir müssen nicht jede Woche das Kieler Ergebnis einstellen. Wichtig ist, dass wir unsere Hausaufgaben machen."
Coach ist jetzt Kiel-Fan

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Celje wir kommen

HSV bei Champions Trophy gegen THW Kiel

06.09.07 -

Der HSV Handball trifft im Halbfinale der EHF Champions Trophy auf den THW Kiel. Die Champions Trophy findet am Sonnabend und Sonntag, 20./21. Oktober, im slowenischen Celje statt. Das zweite Halbfinale tragen die Gastgeber von RK Celje und der SC Magdeburg gegeneinander aus.
HSV bei Champions Trophy gegen THW Kiel

Da kann man schon mal sehen was 2 Wochen später in Kiel so drin ist.

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Süsse Pommes

Sweet Pascal with Shirtless Poster!

Today we show you the Link to an nice German Handball-Player.
Surely we have also still many more nice players, but today is the favourite of the Handball WM at the row: "Pommes" or with correct name: Pascal Hens.

He looks very nice and his Site looks good, too. Very nice and funny!
Sweet Pascal with Shirtless Poster!
Was nicht alles für Seiten auf einen aufmerksam werden wenn man prominent ist.

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Ohren auf

Erst 4600 Karten für die Heimpremiere verkauft
HSV-Fans hören den Startschuss nicht

HAMBURG -

Es ist schon ein recht makabres Schauspiel, das sich den Passanten da gestern Mittag in der Mönckebergstraße darbietet. Ein Mann liegt leblos auf dem Fußweg der Hamburger Einkaufsmeile, ein anderer zeichnet die Umrisse des vermeintlichen Todesopfers mit Kreide auf den Gehweg. Die Auflösung des Mords-Spektakels ist daneben notiert: "HSV Handball vs. TV Großwallstadt, 8.9.07, 15 Uhr, Color-Line-Arena - Der Krimi geht weiter".

Die "kleine Guerrilla-Aktion" (HSV-Geschäftsführer Peter Krebs) ist Teil des an Edgar-Wallace-Krimis angelehnten Werbefeldzugs, mit dem der Europapokalsieger auf die neue Saison einstimmen will. Allerdings scheinen viele Handballfreunde den (Start-)Schuss noch nicht gehört zu haben. Trotz Dauerkartenrekord, Auftaktsieg und prominenter Verstärkungen wurden erst 4600 Tickets für die Heimpremiere des Vizemeisters am Sonnabend verkauft.

"Das Phänomen ist an vielen Standorten zu beobachten: Der Saisonauftakt wird oft verschlafen", merkt Krebs an. So war die Kölnarena im ersten Heimspiel des VfL Gummersbach gegen die Rhein-Neckar-Löwen halb leer, auch in Magdeburg blieben gegen Essen viele Plätze unbesetzt. Von WM-Euphorie keine Spur - das Handball-Wintermärchen hat anscheinend in der Sommerpause seinen Zauber eingebüßt.

Fehlende Öffentlichkeitswirkung ist dem HSV in diesem Jahr nicht vorzuwerfen. Auf 800 Plakaten wurde in den vergangenen Wochen geworben. Im Fernsehen ist Handball präsent wie nie. Doch die Neugier hält sich in Grenzen. Ob's an der ungewohnt frühen Anwurfzeit liegt? Sie war Voraussetzung dafür, dass die Spiele der Hamburger in der neuen NDR-Handballsendung "Liga 1" ab 17.30 Uhr Berücksichtigung finden.

"Bei den Familien kommt der neue Termin gut an", meint Lutz Hauser, Vorsitzender des HSV-Fanklubs "Störtebeker". Zudem sei es nicht schlecht, den Abend für andere Aktivitäten freizuhaben. Bei den Fußballinteressierten unter den Fans seien allerdings Einbußen zu erwarten: "Wenn nebenan parallel der HSV kickt, werden einige eher ins Stadion gehen."

Für diesen Sonnabend setzt der HSV noch auf viele Kurzentschlossene. Krebs: "Wir werden alle Kassen aufmachen."
HSV-Fans hören den Startschuss nicht
Da bin ich ja mal gespannt wieviel kurzentschlossene sich am Samstag finden.

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Mittwoch, 5. September 2007

Wahre Werte

8 Tage der Wahrheit
Wie stark ist der HSV?
Drei wegweisende Spiele - zwei echte Kracher


NILS WEBER

Schuld daran, dass der HSV derzeit nicht zur Bundesliga-Spitze gehört, ist der Spielplan. Erst eine Partie hat der Vize-Meister bestritten. Der Kantersieg in Melsungen war durchaus eine Duftmarke. Aber wie stark ist der neue HSV wirklich? Acht Tage der Wahrheit stehen bevor.

Drei enorm wichtige Spiele innerhalb dieser Zeitspanne werden Licht ins noch bestehende Dunkel über die Kräfteverhältnisse unter den Top-Klubs bringen. Den Auftakt macht das erste Heimspiel der Saison am Sonnabend gegen Großwallstadt, in dem der HSV nicht nur gewinnen, sondern auch glänzen und damit Werbung in eigener Sache machen will.

Zwei Kracher folgen. Dienstag gastiert der HSV in Magdeburg, wo man noch nie Punkte holen konnte. Vier Tage darauf empfängt der HSV die Rhein-Neckar-Löwen. "Beide Teams haben ähnliche Saisonziele wie wir. Die direkten Duelle sind wichtig", so Sportchef Christian Fitzek, der warnt: "Es wäre ein kapitaler Fehler, Großwallstadt zu unterschätzen und schon an Magdeburg zu denken." Deshalb sind es ja auch acht Tage der Wahrheit und nicht fünf.
8 Tage der Wahrheit Wie stark ist der HSV?
Und ich werde bei allen Live dabei sein! Das ist doch schon mal ein gutes Omen.

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Der Krimi geht weiter

Heute gab es ein Rebranding der Homepage im Stile der Werbekampagne "Der Krimi geht weiter". Innovationen konnte ich auf den ersten Blick keine erkennen. Hauptsache die Feeds funktionieren alle weiterhin.


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Dienstag, 4. September 2007

Sag mir wo die Handbalfans sind, wo sind sie geblieben

Wo bleiben die Handball-Fans?
Fürs erste Heimspiel sind erst 4600 Karten weg

DIRK HOFFMANN

Am Sonnabend (15 Uhr) gibt es Spektakuläres in der Color Line Arena: Die HSV Handballer fliegen wieder über das Parkett und wollen Großwallstadt mit einer Packung nach Hause schicken. Es ist der erste Heimauftritt des Vize-Meisters und Europapokalsiegers in der neuen Saison, der auch noch fünf neue Stars aufzubieten hat. Doch wo bleiben nur die Fans?

Die bittere Realität: Erst schlappe 4600 Karten sind verkauft, 3300 davon sind Dauerkarten. Woran liegt das? Was läuft da falsch? Geschäftsführer Piet Krebs glaubt: "Handball ist irgendwie noch nicht in den Köpfen der Leute drin nach den Ferien. Wir haben mit Rundfunk-Spots, PR-Aktionen und Plakatkampagnen extrem viel Werbung gemacht." Leider ohne durchschlagenden Erfolg. Ein extrem schwacher Trost: Auch im Vorjahr war das erste Heimspiel relativ schwach besucht. Gegen den THW Kiel kamen nur 9568 Fans - eine Partie, die sonst natürlich locker ausverkauft ist.

Trainer Martin Schwalb verspricht den Hamburgern eine tolle Show: "Die Zuschauer können richtig Spaß an unserer Mannschaft haben. Nicht nur, aber auch wegen unserer Neuzugänge. Ein Hans Lindberg ist schon ein spektakulärer Spieler. Und einen Jogi Bitter im Tor zu sehen ist auch was Besonderes."

Er und seine Jungs freuen sich richtig auf die Partie gegen Großwallstadt. "Wir haben seit Monaten nicht mehr in unserer Color Line Arena vor unseren eigenen Fans gespielt. Das ist schon was Tolles am Sonnabend", fiebert Schwalb dem Duell entgegen, das mehr als 4600 Fans verdient hat!
Wo bleiben die Handball-Fans?

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Schwedenpower

HSV ist heiß auf Schweden-Star
Exklusiv Larholm auf der Einkaufsliste / „Sehr guter Spieler“

DIRK HOFFMANN/ NILS WEBER

Der HSV hat einen Klasse-Kader zusammen und ist mit dem 39:29 in Melsungen glänzend in die Saison gestartet. Doch Boss Andreas Rudolph und die sportliche Führung gucken sich bereits jetzt nach neuen Stars für 2009 um (MOPO berichtete). Einer von ihnen ist ein Super-Schwede: Jonas Larholm!

Der 25-Jährige spielt seit 2006 beim FC Barcelona, sein Vertrag läuft bis eben genau bis 2009. Zuvor war er in seiner schwedischen Heimat sechs Jahre für Sävehof auf Torjagd, spielte mit HSV-Keeper Per Sandström zusammen. Sportchef Christian Fitzek bestätigt der MOPO: „Er ist einer, den wir auf der Liste haben. Vor zwei Jahren haben wir uns schon mal mit ihm beschäftigt. Er will seinen Vertrag in Barcelona erfüllen und hofft, sich unter dem neuen Trainer durchsetzen zu können.“

Nationalspieler Larholm, im Rückraum in der Mitte und halblinks einsetzbar, ist trotz seiner herausragenden Fähigkeiten im Angriff und in der Abwehr kein Stammspieler. Unter Neu-Coach Manolo Cadenas, der von Ademar Leon kam, glaubt er an die Wende. Fitzek: „Er ist ein sehr guter Spieler.“ Auch Flensburg und Lemgo sind an Larholm dran. Verständlich, findet Martin Schwalb. Der HSV-Trainer: „Jonas ist schon ein sehr interessanter Spieler. Ein junger Schwede den ich schon lange beobachte. Wir werden genau verfolgen, wie er sich weiterentwickelt.“ Und vielleicht schon bald zuschlagen...
HSV ist heiß auf Schweden-Star

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An apple a day

Handball-Star Pascal Hens wird am Sonntag, 9. September, zwischen 14 und 15 Uhr die neue Apfelkönigin 2007 küren
Wer wird neue Apfelkönigin?

Äpfel sind gesund!

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Schock lass nach

HSV will aus Blackout im Auftaktspiel Lehre ziehen
Ein heilsamer Schock

HAMBURG -

Wie alles angefangen hat, darüber gibt es unterschiedliche Interpretationen. Für Martin Schwalb, den Trainer der HSV-Handballer, war es eine Parade des eingewechselten Melsunger Torhüters Dennis Klockmann, die seine Mannschaft "auf einmal vollkommen außer Tritt geraten" ließ. Christian Fitzek, der sportliche Leiter, vermutet, dass die Auswechslung einiger Hamburger Stars angesichts einer 13-Tore-Führung zum kollektiven "Blackout" geführt haben könnte. Etwa nach dem Motto: Dann kann uns ja jetzt wohl nichts mehr passieren.

Eigentlich ist auch nichts passiert. Den 39:29-Auswärtssieg des Europacupsiegers darf man allemal souverän nennen. Aber er hat, neben dem "kleinen Ausrufezeichen Richtung Kiel" (Torhüter Johannes Bitter) auch ein kleines Fragezeichen aufgeworfen: Warum bloß hat man es versäumt, die Überlegenheit über 60 Minuten konsequent auszuspielen, und stattdessen einen Gegner, der selbst von einheimischen Augenzeugen als "aufgescheuchter Hühnerhaufen" verspottet wurde, noch einmal bis auf vier Tore herankommen lassen?

"Wir müssen konsequent daran arbeiten, dass wir nicht einen Gang herunterschalten", fordert Fitzek, "das lebt uns der THW Kiel vor." Der Sportchef gibt sich aber überzeugt, "dass unsere Spieler wissen, welche Lehre sie zu ziehen haben". Auch HSV-Geschäftsführer Peter Krebs sieht die 13-minütige Schwächeperiode des Auftaktspiels im Hinblick auf die Heimpremiere gegen Großwallstadt am Sonnabend (15 Uhr, Color-Line-Arena) als heilsamen Schock: "Er hat der Mannschaft ihre Defizite aufgezeigt."

Zumal in der Champions League könnten derlei Nachlässigkeiten bestraft werden, fürchtet der neue, alte Abwehrkoordinator Dimitri Torgowanow (35): "Dann dürfen wir nicht so abbauen, weil es auf das Torverhältnis ankommen kann." Vielleicht ist es diese Erfahrung, die Champions-League-Gewinner THW den Hamburgern voraushat. "Kiel hat es im Europapokal über Jahre gelernt, die Leistung hochzuhalten", gibt Fitzek zu bedenken.

Oder ist der Unterschied zum Klassenprimus am Ende konstruiert? Zwar gaben sich die Kieler am Wochenende beim 40:26-Sieg beim TV Großwallstadt keine Blöße. Doch eine Woche zuvor sahen sie sich beim 39:28 gegen ebenjene Melsunger in eigener Halle zwischenzeitlich sogar mit 14:15 im Rückstand.

Für Melsungens Trainer Robert Hedin fiel der indirekte Vergleich zwischen Meister und Vizemeister dennoch klar aus: "Ich finde Kiel ein bisschen besser", sagte der Schwede am Sonnabend: "Aber der HSV ist auf einem sehr guten Weg."
Ein heilsamer Schock
Das man solche Phasen sich in der CL nicht erlauben kann haben wir ja letzte Saison auch schon gegen Leon gesehen. Wir werden auch diese Saison den Titel nicht über die Tordifferenz gegen Kiel gewinnen aber solche Nachlässigkeiten kosten einfach Kraft die man in anderen wichtigen Spielen braucht. Das zwar nicht jetzt am Anfang der Saison wo die Jungs noch voll im Saft stehen, aber die harten Zeiten kommen schon noch in denen man froh ist wenn man 10 Minuten vor Ende mit über 10 Toren führt und dann mal ein wenig Tempo rausnehmen kann.

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Montag, 3. September 2007

Gewöhnungssache

Handball Saisonstart mit klarem Sieg bei Melsungen
Zehn Tore Vorsprung für HSV
Trainer Schwalb: Der Qualitätszuwachs ist sichtbar.

Von Achim Leoni

„Rotenburg a. d. Fulda -

Eine Sache war da noch zu klären nach dem Spiel. Sie ließ Stefan Schröder keine Ruhe, und deswegen hastete der Handballweltmeister nach dem Duschen, nur ein Handtuch um die Hüfte geschwungen, aus der Mannschaftskabine des HSV in der Rotenburger Meirotels-Halle. "Wie hat Hansa Rostock gespielt?" Bei der Kunde vom 0:1 gegen Dortmund machte Schröder kurz ein schmerzverzerrtes Gesicht. Dann ging er sich anziehen.

Einer Handballmannschaft, die unmittelbar nach dem ersten Saisonspiel keine anderen Sorgen hat als die Ergebnisse der Fußball-Bundesliga, geht es entweder sehr gut - oder ihr ist nicht mehr zu helfen. Auf den Europacupsieger aus Hamburg traf am Sonnabend das Erste zu. Nach dem 39:29 (20:10) bei der MT Melsungen werden sich all jene bestätigt fühlen, die dem Vizemeister einen ganz großen Wurf zutrauen. "Sensationell gut gelaufen" sei der Saisonauftakt, urteilte HSV-Geschäftsführer Peter Krebs. Selbst Trainer Martin Schwalb, sonst kein Freund allzu forscher Töne, attestierte seiner Mannschaft "sichtbaren Qualitätszuwachs".

Natürlich haben die neuen Spieler dazu beigetragen. Dimitri Torgowanow hielt die Abwehr zusammen, Nationaltorwart Johannes Bitter 13 Melsunger Würfe fest (45 Prozent). Hans Lindberg, der in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, stand dem groß aufspielenden Schröder (sechs Würfe, sechs Tore) nur wenig nach. Und Michal Jurecki konnte sich zumindest in der Defensive einige Male in Szene setzen. So weit, so gut.

Nein, der Qualitätszuwachs drückt sich weniger in Namen als vielmehr in Zahlen aus. Zehn Tore Vorsprung zur Halbzeit, das schien bisher allein Spezialität des THW Kiel zu sein. Der gewann in der vergangenen Spielzeit zwar nicht öfter als der HSV, dafür aber meist viel deutlicher - und am Ende die Meisterschaft aufgrund der Tordifferenz. Wenn es denn etwas zu bemängeln gab am HSV, dann war es dieses: dass seine Erfolge oft Kraftakte waren und keine spielerisch leichten Galas, Kampf und nicht Kunst.

Und so war der Sieg am Sonnabend, wie Bitter es ausdrückte, "ein kleines Ausrufezeichen". Es hätte sogar ein großes werden können. Nach acht Minuten der zweiten Halbzeit betrug die Führung des HSV 13 Tore (27:14), ehe den sportlichen Leiter Christian Fitzek ein Gefühl beschlich, "als hätte jemand bei uns den Stecker gezogen". Tor um Tor kämpften sich die zuvor desolaten Nordhessen heran. Unversehens stand es zehn Minuten vor dem Ende nur noch 26:30, und die gut 2000 Zuschauer scherten sich mit einem Mal nicht mehr um die Hinweisschilder rund um die Halle nehmen, die mit Rücksicht auf die Luftkurgäste um Ruhe baten.

Die war nach einer Serie von fünf HSV-Toren zwar rasch wiederhergestellt, aber Trainer Schwalb fand sie nun nicht mehr. "So was darf uns nicht passieren." Wenn seine Profis eine Auszeit bräuchten, würde er sie ihnen schon gewähren - auf der Bank, nicht auf dem Feld.

Für dieses Mal kostete der kollektive Schwächeanfall den HSV keine Punkte, sondern nur ein Ergebnis, "das für Aufsehen gesorgt hätte", wie Fitzek meinte. Den Kielern war das zwei Stunden zuvor gelungen, wieder einmal: Mit 40:26 überrollte der Rekordmeister den TV Großwallstadt in dessen eigener Halle. "An solche Ergebnisse der Kieler wird man sich wohl gewöhnen müssen", glaubt Krebs. An solche Ergebnisse der Hamburger womöglich auch.
Zehn Tore Vorsprung für HSV
An solche Auswärtsergebnisse gewöhnen wir uns gerne, am besten schon nächsten Dienstag in Magdeburg.


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Gute Show

Auftaktsieg in Melsungen
Erst traumhaft, dann ein Blackout ...

LARS ALBRECHT

Die 28 HSV-Fans, die wegen einer Buspanne erst 20 Minuten nach Anpfiff in die Halle gekommen waren, verpassten einen Großteil der Show. "Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr", beschrieb der neue Keeper Jogi Bitter (14 Paraden) den furiosen Start in die Saison. Das 39:29 (20:10) bei MT Melsungen war ein Auftakt nach Maß für das Team von Trainer Martin Schwalb. Bitter: "Wir konnten ein echtes Ausrufezeichen setzen."

Vor der Partie erfuhren die meisten Hamburger, dass Kiel Großwallstadt (nächster HSV-Gegner) mit 40:26 abgeschossen hat. "Das interessiert nicht", meinte Schwalb. "Wir schauen nur auf uns." Was da zu sehen war, stimmt optimistisch. Nach drei Treffern von Stefan Schröder zum Start lief es wie geschmiert. Der starke Pascal Hens und seine Kollegen zelebrierten Handball und setzten sich schnell ab. In der Deckung stark, im Angriff durchdacht, im Abschluss treffsicher. "Die erste Halbzeit war sensationell", fand nicht nur Geschäftsführer Piet Krebs.

Was nach der 38. Minute (27:14) geschah, war allerdings zum Wegschauen. Der HSV führte in der 51. Minute plötzlich nur noch mit vier Toren (30:26). "Ein totaler Blackout", meinte Hens. "Aber vielleicht ganz gut. Jetzt wissen wir, dass noch viel zu tun ist." Coach Schwalb passten die Aussetzer überhaupt nicht: "Die Jungs waren wie von Sinnen, wussten nicht mehr, was sie tun." In Zukunft soll es solche Schwächphasen nicht mehr geben: "Ich möchte 60 Minuten lang den Handball sehen, den wir gegen Melsungen 45 Minuten lang gezeigt haben." Am besten schon am Sonnabend gegen Großwallstadt.
Auftaktsieg in Melsungen

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Sonntag, 2. September 2007

Geniesser

HSV genießt die gelungene Saisonpremiere
Beim ungefährdeten 39:29-Erfolg bei der MT Melsungen erzielen die Hamburger 15 Treffer in den ersten 20 Minuten. Mit Respekt schielt man allerdings auf das 40:26 des Hauptkonkurrenten Kiel bei Großwallstadt.

Als nach zwanzig Minuten auch die restlichen Fans des HSV Handball in der Meirotels-Halle in Rotenburg an der Fulda eintrudelten, standen sie sofort vor einer schwierigen Entscheidung. Sollten sie sich nach dieser unsäglichen Anreise, die ein Liegenbleiben ihres Busses auf Grund einer defekten Kurbelwelle in der Nähe von Hannover, Ungewissheit über das weitere Vorankommen, und die Weiterreise in einem Linienbus umfasste, beim Blick hinauf zur Anzeigetafel nun freuen oder ärgern. Ihr Team, die HSV-Handballer, führte in seinem ersten Saisonspiel bei der MT Melsungen überaus deutlich mit 15:7.
Genau genommen war das Spiel schon zu diesem frühen Zeitpunkt entschieden und die zwei Punkte gewonnen. Das war für die Nachzügler zweifellos ein Grund zur Freude. Andererseits wird ihnen auch schnell bewusst geworden sein, dass sie etwas Großes verpasst haben müssen.
Und genauso war es auch in einem Spiel, das bis auf eine zwölf Minuten andauernde Phase Mitte der zweiten Halbzeit, von extremer Einseitigkeit geprägt war. Letztlich feierte die Mannschaft von HSV-Trainer Martin Schwalb vor 2007 Zuschauern einen 39:29-Sieg. Der Erfolg des Vizemeisters hätte gut und gern auch noch um fünf bis acht, ja vielleicht sogar um zehn Tore höher ausfallen können. Dieser Ansicht war auch Sportchef Christian Fitzek, bei aller Zufriedenheit über einen gelungenen Start in die neue Saison. „Heute wäre ein Ergebnis möglich gewesen, bei dem jeder sagt: ,Boah! Das ist heftig.'“ Aber das solle natürlich die Leistung nicht schmälern. Die sei in der ersten Halbzeit überragend gewesen, schickte Fitzek schnell hinterher.
Den Grundstein zum Erfolg hatte Stefan Schröder gelegt, der von Schwalb auf Rechtsaußen zunächst etwas überraschend gegenüber Hans Lindberg (ab 38.Minute /drei Tore) den Vorzug erhalten hatte. Dies geschah aus rein taktischen Erwägungen, wie Schwalb später sagte. Schröder erzielte die ersten drei Treffer für den HSV. Der Druck war damit dahin, die Spielfreude allgegenwärtig. Allerdings machten es die Gastgeber den Hamburgern mit etlichen haarsträubenden technischen Fehlern auch nicht allzu schwer, schnell die Partie für sich zu entscheiden. Da sich auch das Publikum in Rotenburg als erschreckend träge erwies, traf der HSV nur auf kläglichen Widerstand. Die Überlegenheit der Gäste war in der ersten Halbzeit so erdrückend, dass der Hallensprecher förmlich die Pause herbeisehnte. „Es sind noch dreieinhalb Minuten bis zur Halbzeitsirene“, fügte er seiner Information hinzu, dass Dimitri Torgowanow soeben die Führung des HSV auf 19:8 ausgebaut hatte.
„Dafür, dass es unsere erste Saisonpartie war und wir einige neue Spieler in unseren Reihen haben, war das sensationell gut. Allerdings war auch nicht alles Gold, was glänzte“, sagte Manager Peter Krebs. Er spielte damit auf eine Schwächephase in der zweiten Halbzeit an, in welcher die Gastgeber den zeitweiligen 13-Tore-Rückstand in der 38.Minute (14:27) bis auf eine Differenz von vier Treffern (26:30/51. Minute) verkürzten.
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Die Hamburger waren wieder etwas gefordert – und auch zur Stelle. Guillaume und Bertrand Gille entschieden kurz mal die Partie. „Bis zum 27:14 war das wirklich schöner Handball von uns, dann sind wir völlig außer Tritt geraten. Wenn du so ein Spiel verlierst, beißt du dir bis zum St.Nimmerleinstag in den Hintern“, sagte Schwalb. Pascal Hens, der mit sieben Treffern neben Torsten Jansen (9/7) und Schröder zu den besten Torschützen gehörte, sah das ähnlich. „Wenn wir uns das hätten nehmen lassen, wären wir schöne Pfeifen gewesen“, sagte Hens.
Dazu kam es nicht. Am Ende war es wieder sehr deutlich. „Ein Sieg mit zehn Toren Differenz ist ein klasse Ausrufezeichen“, sagte Torhüter Johannes Bitter, der 14 Würfe abwehrte. In der 44.Minute löste ihn Per Sandström ab, der seinerseits noch mit vier Paraden auf sich aufmerksam machen konnte.
Respekt zeigten die Hamburger aber auch vor dem Ausrufezeichen, das der THW Kiel mit dem 40:26 beim TV Großwallstadt gesetzt hatte. „Das ist schon eine Hausnummer und spricht für die Kieler“, sagte Stefan Schröder. Aber das nehme ihm und seinen Mitspielern nicht die Freude über den gelungenen Saisonauftakt.
HSV genießt die gelungene Saisonpremiere

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Auftaktsieg

HSV startet mit 39:29 gegen Melsungen
Vizemeister HSV Hamburg hat mit einem souveränen Sieg die neue Saison der Handball-Bundesliga eingeläutet und ein erstes „Ausrufezeichen“ gesetzt. Die Hanseaten gewannen am Samstag bei MT Melsungen mit 39:29 (20:10). Für die Schützlinge von Trainer Martin Schwalb war gar ein höherer Erfolg möglich.

Zwischenzeitlich lag der Europapokalsieger bereits mit 13 Toren in Führung. „Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr und in der ersten Halbzeit am oberen Limit gespielt“, sagte der starke HSV-Torhüter Johannes Bitter. Trotz einiger Nachlässigkeiten im zweiten Spielabschnitt zog der Neuzugang ein positives Fazit: „Insgesamt haben wir aber ein Ausrufezeichen gesetzt.“

Mitte der ersten Halbzeit deutete sich ein Debakel für die Gastgeber an. In der 10. Minute stand es bereits 14:5. Als Melsungens Trainer Robert Hedin jedoch den früheren Kieler Dennis Klockmann ins Tor beorderte, fing sich die Mannschaft. Von 13:25 (36.) holten die Nordhessen bis auf 26:30 (51.) auf. HSV-Trainer Schwalb monierte diese kurze Schwächeperiode: „So etwas darf uns natürlich überhaupt nicht passieren. Trotzdem haben wir verdient gewonnen und freuen uns über die Punkte.“

Nach der zwischenzeitlichen Aufholjagd waren Melsungen Akteure mit ihrer Kraft am Ende. Die Hamburger legten noch einmal zu und profitierten in dieser Phase vor allem von der Erfahrung der Brüder Guillaume und Bertrand Gille. „Wir haben teilweise richtig guten Handball gespielt“, sagte HSV-Kreisläufer Bertrand Gille, der ebenfalls die „10 bis 15 schlechten Minuten in der zweiten Hälfte“ kritisierte.

Der HSV musste auf den Bundesliga-Torschützenkönig Kyung-Shin Yoon verzichten. Der Südkoreaner bestreitet derzeit mit seinem Nationalteam ein Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele und musste gegen Kuwait mit 20:28 die erste Niederlage hinnehmen. Beste HSV-Werfer gegen Melsungen waren Torsten Jansen (9 Tore) und Pascal Hens (7).

HSV startet mit 39:29 gegen Melsungen

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Nachholen

Europacup-Sieger HSV, von den Trainern als schärfster Rivale von Titelverteidiger Kiel gehandelt, griff gestern erstmals ins Geschehen ein. Und in Melsungen ließ der HSV denn auch nichts anbrennen – klarer 39:29-Sieg. Die Hamburger Weltmeister Torsten Jansen (9 Treffer), Pascal Hens (7), und Stefan Schröder (6) erwiesen sich als wahre Torfabrik, trafen zusammen 22 Mal ins gegnerische Tor.
Kiel marschiert – aber Weltmeister Klein warnt
Wir hatte da was nachzuholen, die Jungs haben die Aufgabe ganz gut gelöst, bis auf 15 Minuten in der zweiten Halbzeit in denen Melsungen auf 4 Tore wieder rankam. Anders als in der letzten Saison wurde das Spiel in der 1.HZ entschieden. Letztes Jahr wurde solche Spiele häufig erst mit einem Kraftakt in der 2. HZ klar gemacht. So hatte Martin doch am Ende die Möglichkeit durchzuwechseln.

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